BAIERSDORF

Am Drei-Berg-Platz in Baiersdorf lässt es sich gut rasten

Am Drei-Berg-Platz in Baiersdorf lässt es sich gut rasten
Bei der Freigabe des Ruheplätzchens: (stehend, v. li.) der Vorsitzende des Obst und Gartenbauvereins Baiersdorf, Gerhard Stark, Melanie Jakob von der Firma Steinmetz Jakob, Vorstandsmitglied Simone Holweg und (sitzend) Ehrenvorsitzende Marlene Müller Foto: Roland Dietz

Die Corona-Pandemie zwingt auch die Mitglieder des Obst- und Gartenvereins Baiersdorf zu Einschränkungen. So musste das beliebte Kürbisfest abgesagt werden. Dennoch lassen die Gartenfreunde sich nicht unterkriegen und die Arbeiten gehen weiter, wie Vorsitzender Gerhard Stark im Gespräch mit dem Obermain-Tagblatt erklärte.

Am Drei-Berg-Platz in Baiersdorf lässt es sich gut rasten
Herrlicher Blick vom kleinen Rastplatz auf Baiersdorf, Kordigast (li.), Eulenberg (Mitte) und Külmitz (re.). Foto: Roland Dietz

„Das in diesem Jahr kein Kürbisfest stattfinden kann, ist sei schon vom Gesellschaftlichen her und auch wegen der Beliebtheit bei den Kindern sehr schade“, meint Stark. Stattdessen nutzen die „Baiersdorfer Gartler“ die Zeit, um den Ort liebens- und lebenswert zu gestalten. Und da hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten einiges getan. Am Ende des Radwegs von Maineck nach Baierdorf fällt dem Besucher eine der Linden auf, die der Gartenbauverein vor längerer Zeit gepflanzt hat. Um Rast und Erholungsuchenden den Blick auf das Dorf und die Berge rund um Altenkunstadt zu zeigen, hat der Verein jetzt neben der Linde eine Sitzbank aufgestellt.

Ein großer Sandstein als Wegweiser zu den umliegenden Bergen

Am Drei-Berg-Platz in Baiersdorf lässt es sich gut rasten
Beim Anbringen des Hinweisschildes: Melanie Jakob von der Firma Steinmetz Jakob der Vorsitzende des Obst-und Gartenbauve... Foto: Roland Dietz

Ein über drei Zentner schwerer Sandstein wurde aus dem nahe gelegenen Steinbruch von Mitgliedern mit einem Traktor geholt und aufgestellt. Er wird nun mit einer Hinweistafel versehen, die auf die naheliegenden Berge, den Kordigast, den Eulenberg und den Külmitz hinweist. Dabei hat die Steinmetzfirma Jakob aus Burgkunstadt geholfen. Das Plätzchen wurde mit Splitt geschottert und für rastende Fahrradfahrer ein Fahrradständer sowie ein Abfalleimer angebracht. Nun ist es ein Erlebnis, dort zu sitzen und den Sonnenuntergang zu genießen. „Drei-Berge-Blick“ wird der Platz gerne von den Einheimischen genannt.

Von dort führt ein unbefestigter Weg durch die Brunnengasse. Als Beitrag zur biologische Vielfalt wurde ein Wildbienenhotel aufgestellt. Damit werde auch dem erfolgreichen Volksbegehren im vorigen Jahr Rechnung getragen, sagt Gerhard Stark. Der Verein wolle damit einen Beitrag zum Bewusstseinswandel leisten, damit sich Gartenfreunde für Artenschutz einsetzen und auf bienenfeindliche Steingärten verzichten. Blühflächen mit stetig wechselnden Blüten am Ortseingang, die der Gartenbauverein pflegt, sind ein weiter Gewinn für die Insektenvielfalt und ein Genuss für das Auge weiß Gerhard Stark. Gut genutzt wird der Fußweg vom Feuerwehrhaus zur Krassach. Der zum größten Teil durch den Ort laufende verrohrte Graben tritt bei den Langäckern wieder ins Freie. Die am Ufer stehenden Kopfweiden wurden 1989 zur Uferbefestigung gepflanzt, damit sie bei starken Regenfällen nicht ausgespült wird. Des Weiteren bieten sie Lebensraum für unzählige Tierarten. Nach und nach werden die Weiden geschnitten und neue dazu gepflanzt.

Auszeichnung als einer der schönsten Spielplätze im Landkreis

Außerdem pflegt der Gartenbauverein den Spielplatz am Ortsausgang in Richtung Weismain. Er wurde beim Wettbewerb „Schönste Spielplätze im Landkreis“ schon mit dem dritten Platz ausgezeichnet. Eine Bronzeplakette auf einem Sandstein erinnert daran. Der Spielplatz erfreut sich großer Beliebtheit bei Einheimischen und Gästen. Die Gartenfreunde pflegen die Geräte, die Tischtennisplatte und die Sitzbank regelmäßig.

Am Drei-Berg-Platz in Baiersdorf lässt es sich gut rasten
Das neue Hinweisschild. Foto: Roland Dietz

Die davor liegende Grünfläche mit Blumenbeeten wird für Veranstaltungen wie die „RadTOURpur“ als Stellplätze für Zelt und Getränkewagen zur Bewirtung durch den FC Baiersdorf genutzt. In der Straße Langäcker wurde ein Schild „Vorsicht spielende Kinder“ angebracht, damit die Verkehrsteilnehmer bedachter fahren. „Verkehrsberuhigte Straßen sind Freiräume für unsere Kinder und prägen deren Leben“, betont Gerhard Stark.

Er dankt allen für ihre Arbeit und Mühen in Bereich der Ortsverschönerung. Er hoffe, dass dies weiterhin der Fall sein wird. Ein Aushängeschild für Baiersdorf ist auch die Sportanlage des FC mit den beiden Plätzen, dem Stadel und dem Sportheim. Da der Ort bald sein 900 -jähriges Bestehen feiern kann, sollte die 2021 beginnende Dorferneuerung gut gelingen, wünscht sich der Vorsitzende.

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