ALTENKUNSTADT

Altenkunstadter Casino hilft ukrainischen Kriegsopfern

Altenkunstadter Casino hilft ukrainischen Kriegsopfern
Mit der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft würdigte der katholische Männerverein Casino die jahrzehntelange Treue von Georg Vonbrunn (2. v. li.), Michael Göring (3.v. li.) und Peter Will (4. v. li.). Ehrenvorsitzender Josef Schießl, Bürgermeister Robert Hümmer und Präses Pater Ru... Foto: Bernd Kleinert

„Ich freue mich, dass trotz der aktuellen Krisen das Vereinsleben weitergeht. Und es ist schön, wenn die Mitglieder ihre Wertschätzung für den Verein durch die Teilnahme an seinen Veranstaltungen zeigen“, erklärte Präses Pater Rufus Witt zu Beginn der Jahresversammlung des katholischen Männervereins Casino Altenkunstadt. Jeder sei viel beschäftigt und daher sei dies auch keine Selbstverständlichkeit.

Der Geistliche dankte den Vorstandsmitgliedern und dem Verwaltungsrat für ihr unermüdliches Engagement. Mit dem Lied „Den Ruf lasst erschallen zum ewigen Rom“ wurde die Versammlung im Pfarrheim Sankt Kilian musikalisch eingeleitet.

Andachten sowie Vorträge zur Widerstandskraft und zur Pflege

Der 2. Vorsitzende und zugleich Ehrenvorsitzende des Casinos, Josef Schießl, ließ das Vereinsgeschehen Revue passieren. Er erinnerte an die Gestaltung von Kreuzweg-, Mai- und Rosenkranzandachten in der Pfarrkirche sowie an die beiden Vorträge, die sich mit den Themen „Widerstandskraft in Krisen“ und „Häusliche und teilstationäre Pflege“ beschäftigten. Das Casino habe Veranstaltungen der Diözesan-Arbeitsgemeinschaft katholischer Männervereine im Erzbistum Bamberg besucht und für Fronleichnam ein Pfarrfest organisiert. Als schöne Gemeinschaftserlebnisse bezeichnete Schießl den Tagesausflug nach Hohenberg an der Eger sowie das jährliche Freundschaftstreffen mit dem Patenverein Sankt Wendelin aus Kemmern.

Der Männerverein zählt 158 Mitglieder. Es wurden sieben neue Mitglieder geworben, allerdings seien auch sieben Männer verstorben. Schießl dankte allen Mitarbeitern, Helfern und Spendern für ihre Unterstützung. Ohne Frauen geht es auch beim Casino nicht: Mit Geschenken würdigte der Ehrenvorsitzende den Einsatz von Roswitha Schießl, Marianne Michalke und Maria Schnapp, die seit vielen Jahren bei Veranstaltungen des Männervereins den „Küchendienst“ übernehmen.

Der Kassenbericht von Schatzmeister Hans-Ludwig Schnapp verdeutlichte, dass das Casino eine solide Finanzbasis besitzt. 1000 Euro habe der Verein für die ukrainischen Kriegsopfer gespendet.

„Unser Verein und die Familien brauchen mutige, starke Männer, die auch diese Krise durchstehen.“
Robert Hümmer, Bürgermeister

„Wir leben in einer schwierigen Zeit. Corona ist immer noch aktuell, der Krieg in der Ukraine und die Energiekrise mit den darauffolgenden Preissteigerungen belasten uns sehr. Unser Verein und die Familien brauchen deshalb mutige, starke Männer, die auch diese Krise durchstehen“, erklärte Bürgermeister Robert Hümmer. Jeder wolle ein Erbe seiner Arbeit für die Zukunft hinterlassen, und mit Gottvertrauen könne dies auch gelingen. Hümmer dankte den Männern für die geleistete Arbeit und wünschte für die Zukunft alles Gute.

„Ich freue mich, dass wir heute vier Männer zu Ehrenmitgliedern ernennen dürfen“, sagte Josef Schießl. Der Ehrenvorsitzende dankte Michael Göring, Georg Vonbrunn und Peter Will für ihre jahrzehntelange Treue und überreichte ihnen zusammen mit Präses Pater Rufus Witt die Ehrenurkunden. Dem neuen Ehrenmitglied Werner Fiedler, der nicht anwesend war, wird die Urkunde nachgereicht.

Abhängen eines Kreuzes bei G7-Tagung das falsche Zeichen

Altenkunstadter Casino hilft ukrainischen Kriegsopfern
Ohne Frauen geht es auch beim katholischen Männerverein nicht: Mit Blumengeschenken bedankten sich Pater Rufus Witt (lin... Foto: Bernd Kleinert

Bei der anschließenden Aussprache ging es um die künftige Lagerung der vereinseigenen Geräte sowie um das Treffen der G7- Außenminister in Münster, bei dem das deutsche Außenministerium ein 480 Jahre altes Kreuz abhängen ließ. Alle Anwesenden waren sich einig, dass dies ein falsches Zeichen sei: „Das Kreuz gehört zum christlichen Glauben und damit zu unserer abendländischen Kultur“. In anderen Ländern und Kulturen würde es vergleichbare Aktionen nicht geben, meinten sie.

Auch 2023 wird wieder ein Tagesausflug angeboten. Peter Will regte an, diesmal die alte Fuggerstadt Augsburg zu besuchen. Als Reisetermin ist der 20. Mai geplant. Schriftführer Alfons Schnapp dankte dem Ehrenvorsitzenden Josef Schießl für seinen unermüdlichen Einsatz: „Du bist der Motor, der den Verein in Bewegung hält. Ob bei der Organisation von Versammlungen, bei Besuchen von Veranstaltungen auf Diözesanebene, Geburtstagsbesuchen oder als Fahnenabordnung bei Beerdigungen – du bist immer zur Stelle“. Der 1. Vorsitzende Andreas Jurczyk sei berufstätig und brauche deshalb Unterstützung.

 

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