STRÖSSENDORF

Altenkunstadt und das Coronavirus

Ausdrucksstark ist die Darstellung der Corona-Epidemie, die der Strössendorfer Hobby-Künstler Leopold Frommelt auf Leinw... Foto: Dieter Radziej

Die Corona-Pandemie hat die ganze Welt verändert. Dem Strössendorfer Hobby-Maler Leopold Frommelt ließ dies in den vergangenen Wochen nicht mehr los. Ihm ging es dabei nicht anders, als vielen kreativen Mitbürgerinnen und Mitbürgern. Aufgrund der Ereignisse hatten sie nun mehr Zeit für ihr Hobby und um sich künstlerisch auszudrücken.

Leopold Frommelt benötigte einige Zeit, um seine Eindrücke zu verarbeiten. Dann setzte er sich vor seine Staffelei und griff zum Pinsel. Ihn berühre das Thema „Corona“ selbst bei ganz einfachen Dingen oder alltäglichen Anlässen, sagt er.

Freundlich aber hinter Plexiglas

Deshalb stellte er die Ansicht von Altenkunstadt in den prägenden Mittelpunkt seines Gemäldes. Nüchtern wirken die unterschiedlichen Szenen, die es im Ölgemälde zu entdecken gibt. Bei einem Blick in die Theodor-Heuss-Straße sieht der Betrachter unterschiedliche Details. In der Marcus-Apotheke und in der Lotto-Stelle verrichten freundliche Menschen hinter Plexiglas ihren Dienst.

Von Balkon zu Balkon wird in einem Haus geratscht. Ansonsten herrscht auf der Hauptverkehrsader, der Theodor-Heuss-Straße, gähnende Leere. Nur die Polizei ist zu sehen. Der Notarzt fährt zum Einsatzort und der Pflegedienst besucht Senioren.

Einen Trauerzug dürfen nur sehr wenige Angehörige begleiten – ebenfalls eine schmerzhafte Erfahrung der vergangenen Wochen. Bei einem Blick von der Hauptstraße hinüber zur Raiffeisenbank Obermain-Nord sind Bankkunden zu erkennen – mit Sicherheitsabstand zueinander natürlich.

Über allem schweben die Coronaviren

Im Bereich Marktplatz, Rathaus, Pfarrhaus und katholischer Pfarrkirche ist nichts vom üblichen Gemeindeleben zu erkennen.

Selbst am Gotteshaus gibt es keinen Kirchenbesucher zu erkennen. Über allen schweben die Coronaviren, die Altenkunstadt gleichermaßen beschäftigen wie die gesamte Welt. Und als Betrachter kann man nur hoffen, dass es zu keiner zweiten Epidemie-Welle kommt. Da sollte das Bild als eine Mahnung dienen.

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