ALTENKUNSTADT

Altenkunstadt: Kindergarten zieht ins Pfarr- und Jugendheim

Altenkunstadt: Kindergarten zieht ins Pfarr- und Jugendheim
Das katholische Pfarr- und Jugendheim in Altenkunstadt war einst ein Kinderheim. Bis zur Fertigstellung des Haus des Kindes plus in der Theodor-Heuß-Straße wird hier im Obergeschoss vorübergehend wieder ein Kindergarten untergebracht. Foto: Stephan Stöckel

Im katholischen Pfarr- und Jugendheim in der Klosterstraße befand sich einst ein Kinderheim. Von 1930 bis 1972 betreuten dort Ordensfrauen Buben und Mädchen. Das Franziskannerinnen-Mutterhaus „Maria Stern“ in Augsburg unterhielt ab 1890 eine Kloster-Filiale in Altenkunstadt, die ebenfalls in der Klosterstraße beheimatet war. Nun zieht in das Obergeschoss des katholischen Pfarr- und Jugendheims wieder Kinderlachen ein – zumindest vorübergehend.

Mit seinem „Ja“ zu einer von der katholischen Kirchenstiftung eingereichten Nutzungsänderung gab der Bauausschuss am Dienstagabend grünes Licht für die Errichtung einer Kindergartengruppe im Obergeschoss des katholischen Pfarr- und Jugendheimes. Die Einrichtung ist für 20 Kinder ausgelegt. Dabei handelt es sich um eine Übergangslösung.

Übergangsquartier in der Klosterstraße

Mit dem symbolischen Spatenstich hatten im Juni in der Theodor-Heuß-Straße in Altenkunstadt die Bauarbeiten für die neue von der Gemeinde Altenkunstadt und dem BRK-Kreisverband initiierte Kinderbetreuungseinrichtung „Haus des Kindes plus“ begonnen. Diese werden sich nach Auskunft von Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) noch mindestens ein Jahr hinziehen. Bis zur offiziellen Inbetriebnahme gibt es das Übergangsquartier in der Klosterstraße.

Seine Größe bezifferte das Gemeindeoberhaupt auf 154 Quadratmeter. Laut einem Plan verfügt der Kindergarten über zwei Spielbereiche, einen Raum für Elterngespräche- und Intensivarbeit, Kindertoiletten mit Wickeltisch sowie einen Koch- und Essbereich. Die 20 Essplätze können auch für die pädagogische und kreative Arbeit mit den Kleinen genutzt werden. Im Außenbereich des Pfarr- und Jugendheimes werden Spielgeräte aufgestellt.

In der Theodor-Heuß-Straße hingegen sollen einmal Kinder unterschiedlichen Alters betreut werden. Geplant sind 24 Krippen-, 25 Kindergarten- und 40 Hortplätze.

Tempolimit für Kurve beim Kieswerk Maineck

Zwischen Maineck und Mainklein befindet sich ein Kieswerk. Laster verschmutzen die Kreisstraße Lif 18. Für Motorradfahrer entstehen vor allem im Kurvenbereich Gefahrenlagen. Diese will das Landratsamt Lichtenfels entschärfen. Es werden die Verkehrszeichen „Schleuder- und Rutschgefahr“ aufgestellt und die Geschwindigkeit auf 80 beziehungsweise 60 Stundenkilometer reduziert. Georg Deuerling von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO) schlug vor, die Ein- und Ausfahrt aus dem Kieswerk zu verlegen. „Dadurch minimieren wir die Verschmutzung im Kurvenbereich“, sagte er. Hümmer begrüßte den Vorschlag, für den er sich einsetzen will.

In der Zeit vom 3. bis 21. August ist die Kreisstraße zwischen Wolfsloch und Burkheim über Spiesberg vollständig gesperrt. „Die Anlieger werden rechtzeitig vom Kreisbauhof separat informiert. Für die Bürger aus Spiesberg wird es immer eine Zufahrtsmöglichkeit von Zeublitz oder Burkheim aus geben“, teilte der Bürgermeister mit. Johannes Oppel von der Bauverwaltung ergänzte, dass die Bauarbeiten auch zügiger vonstatten gehen könnten. Hans-Werner Schuster (CSU) betonte, dass die Landwirte während der Bauarbeiten zu ihren Grundstücken gelangen müssten.

Altenkunstadt: Kindergarten zieht ins Pfarr- und Jugendheim
An der Mainecker Kieswäsche wird das Tempo auf 80 beziehungsweise 60 Stundenkilometer reduziert. Vor allem im Kurvenbere... Foto: Stephan Stöckel

Walburga Kraus (CSU) machte darauf aufmerksam, dass während der Sperrung das Verkehrsaufkommen in Burkheim zunehmen werde. Sie plädierte für ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern in ihrem Heimatort. „Schon jetzt scheppert es den ganzen Tag über, wenn die Brummifahrer während der Fahrt durch meinen Heimatort über die Kanaldeckel fahren.“

Tempolimit für Burkheim und Pfaffendorf vorgeschlagen

Stephanie Dittrich (Bündnisgrüne) wies darauf hin, dass der Burgkunstadter Ortsteil Ebneth an einem Pilotprojekt zur Verkehrsberuhigung teilnehme. Was dort möglich sei, müsse auch in den Altenkunstadter Ortsteilen Burkheim und Pfaffendorf möglich sein, meinte sie. Hümmer erwiderte, dass man es in Altenkunstadt mit einer Staatsstraße zu tun habe, die durch die beiden Dörfer führe. „In einem solchen Fall ist eine Reduzierung fast aussichtslos, weil die Straße in ihrer Bedeutung für den allgemeinen Verkehr höher anzusiedeln ist“, begründete der Bürgermeister seine Sichtweise. Dittrich wiederum erinnerte daran, dass man im Zuge des Baugebietes, das in Pfaffendorf entstehen wird, den Bau einer Verkehrsinsel geplant habe, die den Durchgangsverkehr abbremsen soll.

Georg Deuerling verwies darauf, dass vor rund fünf Jahren in Burkheim Wasserleitungsarbeiten vorgenommen worden waren. Seitdem höre man jede Unebenheit. Es sollten Nachbesserungen erledigt werden, ehe die Gewährleistungsfrist ende. Hümmer begrüßte den Vorschlag.

Aus dem Bauausschuss

Im Ortsteil Woffendorf wird derzeit von den Aktiven ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit hatte der Bauausschuss im vergangenen Monat mehrere Aufträge für die Baumaßnahme vergeben, worüber Bürgermeister Robert Hümmer nun die Öffentlichkeit informierte. Die Fortführung des Ingenieurvertrages durch die CAD Plan Czepera GmbH mit Sitz im Altenkunstadter Ortsteil kostet 29 468 Euro. Die Kosten für Aufdachdämmung und Ziegel (DEG Alles für das Dach eG Weidhausen) belaufen sich auf 9463, für Dachstuhl und Schalung (Carl Brandt GmbH & Co. KG aus Niederfüllbach) auf 8049 Euro und für das Aufrichten des Daches durch die Zimmerei Geißler GmbH & Co. KG aus Kasendorf auf 2484 Euro. Die Firma Compoint aus Forchheim stattet die Freiwillige Feuerwehr im Ortsteil Baiersdorf mit einem Tragkraftspritzenfahrzeug aus. Dabei kommt es zu Mehrkosten in Höhe von 3617 Euro.
 

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