ALTENKUNSTADT

50 Jahre Grundsteinlegung für Kreuzbergkirche Altenkunstadt

50 Jahre Grundsteinlegung für Kreuzbergkirche Altenkunstadt
Am 27. August 1970 konnte dem Kirchenbau die Richtkrone aufgesetzt werden. Foto: Dieter Radziej

Ein bedeutsamer Tag für die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Strössendorf-Altenkunstadt, war vor 50 Jahren. Am 10. Mai 1970 erfolgte die Grundsteinlegung für die Kreuzbergkirche.

Es war ein langer Weg, bis auch in Altenkunstadt eine evangelische Kirche gebaut werden konnte, denn viele Jahre lang war das Gotteshaus in Strössendorf der Mittelpunkt für das Gemeindeleben der evangelischen Gläubigen. Wesentliche Initiativen dazu gingen von der evangelischen Frauenhilfe aus, die mit Unterstützung von Frauen aus Weismain vor fast 60 Jahren gegründet wurde. Wenig später äußerten sie den Wunsch, auch in Altenkunstadt eine Kirche mit einem Versammlungsraum zu schaffen. Damals übernahm Pfarrer Adolf Müller die neue Pfarrstelle in Melkendorf und Pfarrer Leonhard Meyer begann seinen Dienst als neuer Seelsorger in Strössendorf .

Zuerst war ein Standort im Baugebiet „Rinnig“ angedacht

Ein „Freundeskreis Kirchenbau“ wurde gegründet, dessen Mitglieder sich verpflichteten, monatlich einen Beitrag für den Kirchenbau zu leisten. Bald konnte über einen ersten Planentwurf diskutiert werden, doch fand dieser nur wenig Gefallen, denn viele empfanden dieses Konzept als „zu modern.“ Ursprünglich stand dafür ein Bauplatz im Neubaugebiet „Rinnig“ zur Verfügung, doch nachdem eine ganze Reihe von Vorentwürfen diskutiert worden waren, wurde er wieder aufgegeben. Schließlich einigten sich die Gläubigen auf einen Standort an der Woffendorfer Straße zwischen dem späteren Kindergarten und dem Feuerwehrhaus. Mittlerweile waren der Raumbedarf und die Entwürfe für das Gemeindezentrums auch von der evangelischen Landeskirche genehmigt worden, sodass der Bauplan in Auftrag gegeben werden konnte.

Ein feierlicher Moment war die Grundsteinlegung am 10. Mai 1970 unter Beteiligung zahlreicher Gäste. Nachdem Dekan Wilhelm Mädl die ersten Hammerschläge vollzogen hatte, wurde die Urkunde in ein Kupfergefäß eingelötet. In dem Dokument wird auch an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert, das damals 25 Jahre zurücklag. Der Posaunenchor Strössendorf und ein Kinderchor unter der Leitung von Oberlehrer Siegfried Jachmann bereicherten die Feierstunde. Bürgermeister Georg Böhmer, Pfarrer Leonhard Meyer und sein Vorgänger Pfarrer Adolf Müller wiesen auf die Bedeutung des Kirchenbaus hin. Ein Gemeindeabend in der Grundschulturnhalle beschloss den festlichen Tag.

Zum Baubeginn hatten die Gläubigen 35 000 Euro an Spenden gesammelt

50 Jahre Grundsteinlegung für Kreuzbergkirche Altenkunstadt
Der Bauplatz für die Kreuzbergkirche wird abgesteckt. In der Bildmitte sind dabei Archtekt Henzler, München, Baumeister ... Foto: Dieter Radziej

Die Gemeindeglieder hatten damals schon die beachtliche Summe von 35 000 Mark an Spenden gesammelt. Ein schöner Grundstock für die Bauarbeiten, die zügig voranschritten, sodass schon am 27. August 1970 das Richtfest gefeiert wurde. Die ersten Kirchenglocken trafen knapp ein Jahr später aus Heidelberg ein. Sie tragen die den Namen der Apostel Matthäus, Lukas, Johannes und Markus.

Am 10. Oktober 1971 wurde die evangelisch-lutherische Kreuzbergkirche schließlich eingeweiht. Damit ging ein lange gehegter Wunsch vieler Gläubiger in Erfüllung. Seitdem entwickelte sich am Kreuzberg in Altenkunstadt ein lebhaftes Gemeindeleben.

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