BURGKUNSTADT

176 Einsätze in zwei Jahren bei der Feuerwehr Burgkunstadt

176 Einsätze in zwei Jahren bei der Feuerwehr Burgkunstadt
Ehrungen verdienter Feuerwehrkameraden in Burgkunstadt (v. li.): Kommandant André Grothues, Guido Zengel, Harald Pülhorn, Kristina Völk, Matthias Eberlein, Peter Nikolay, Stadträtin Dr. Ulrike Dinglreiter, stellvertretender Kommandant Sven Völk, 2. Vorsitzender Thomas Petterich u... Foto: Roland Dietz

Eines wurde bei der Jahreshauptversammlung der FFW Burgkunstadt beim eindrucksvollen Bericht von Kommandanten André Grothues klar: Es konnten während der Pandemie zwar kaum Übungen abgehalten werden, aber dennoch war die Feuerwehr immer für ihre Bürger und in Not oder Schwierigkeiten geratenen Menschen da.

2. Vorsitzender Thomas Petterich berichtete, dass der Freiwilligen Feuerwehr Burgkunstadt 226 Mitglieder angehören. Darunter sind sechs Ehrenmitglieder. Konnte noch der Faschingsdienstag 2020 in sehr schöner Form abgehalten werden, ging dann zwei Jahre lang nicht mehr viel. In diesem Sommer wurden aus dem Erlös des Jungendleistungsmarsches 500 Euro für Spielgerätschaften an das Freibadteam des Kuno- Mare übergeben.

Ankunft des neuen Fahrzeugs HLF 20 wird verspätet gefeiert

Ein Highlight war der Erhalt und die Ankunft des neuen Fahrzeuges HLF20, für das eine kleine Feier ausgerichtet wurde. Die große Feier mit Segnung musste ein gutes Jahr warten. Teilgenommen hat die Wehr an der Feier zum Volkstrauertag. Zuletzt war sie beim Floriansgottesdienst in Altenkunstadt vertreten und bei einer Feier der befreundeten Feuerwehr in Scheßlitz.

„Runter von der Couch und rein ins Feuerwehrhaus.“
André Grothues, Kommandant

Laut Kommandant André Grothues gehören der aktiven Wehr 50 Männer und Frauen an. 17 von diesen Aktiven sind in weiteren Feuerwehren tätig und haben somit eine Doppelmitgliedschaft. Aktuell hat die Burgkunstadter Wehr 24 Atemschutzgeräteträger. Er bedauerte, dass seit Beginn der Pandemie sechs Wehrmänner die Feuerwehr verlassen haben. Mit Georg Gäbelein, Lukas Richter, Michael Zell, Detlef Goller, Tobias Möckel, Marc Müller, Sebastian Stöckert und Zakaria El Khiari aus der Jugendfeuerwehr konnte der Kommandant per Handschlag acht neue Feuerwehrler aufnehmen.

Wieso die Feuerwehren so wichtig sind, veranschaulichte Andre Grothues in Zahlen: In den vergangenen beiden Jahren wurde die Wehr zu insgesamt 176 Einsätzen gerufen. Davon waren 90 Brandeinsätze, 71 Einsätze der technischen Hilfeleistung, sechs Sicherheitswachen, vier Tiereinsätze und fünf sonstige Einsätze. Nach der Pandemiezeit soll es nun auch wieder mit Übungen weitergehen, damit die Einsatzfähigkeit gewährleistet bleibt.

Eine Menge Sanierungsarbeiten angepackt

Auch wenn mehrere Aktive der Feuerwehr Burgkunstadt Lehrgänge zum Fahrsicherheitstraining und zur modularen Truppmann-Ausbildung absolviert haben, muss im Übungsbereich einiges wiederholt oder nachgeholt werden. Das Motto wird dabei sein: „Runter von der Couch und rein ins Feuerwehrhaus.“

In den vergangenen beiden Jahren wurden stetig Sanierungsarbeiten am Feuerwehrhaus angepackt, etwa bei den fünf Sektionaltoren, bei der Belüftungsanlage der beiden Toiletten, bei der Bekleidungskammer im Erdgeschoss und bei der Fahrzeughalle. Eingesetzt wurden neue Eingangstüren inklusive Schließzylinder und ein neuer Hintereingang bei der Schlauchwäsche. Erneuert wurde die Bekleidungskammer II.

Eine wichtige Sache war die Einrichtung eines neuen Jugendfeuerwehrraumes. Im Juni 2021 nahm die neue Atemschutzwerkstatt ihren Betrieb auf. Auch wurden zahlreiche technische Neuanschaffungen getätigt. Sehr positiv verlief die Abholung des neuen HLF20. Als nächstes stünde nun die Anschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeuges an.

Was die 13 Mädchen und Jungen der Jugendwehr unternommen haben

Im Zuge der digitalen Alarmierung müssen alle Sirenen im Stadtgebiet umgerüstet werden. Die Katastrophen in NRW und Rheinland-Pfalz, so Grothues, haben gezeigt, das auch in der modernen, digitalen Welt die Sirenenalarmierung ein wichtiger Baustein für die Warnung der Bevölkerung ist.

Vieles war in den vergangenen zwei Jahren nicht möglich, bedauerte Jugendleiterin Kristina Völk. Im Moment gibt es 13 Jugendliche in der Wehr, davon sind Alusine Jallow und Dominik Zimmek neu dazugekommen. Einige davon haben die abgebrochene MTA-Truppmannausbildung nochmals absolviert und mit Bravour bestanden. Die Prüfung bei der Teilnahme am Wissenstest 2021 haben Sofie und Lena Fiedler, Alusine Jallow, Margarita Salmo, Al-Mashhadanie Besma, Dominik Zimmek, El Khiari Zakaria, Jasmin Schuster, Elias Popp und Sophie Pechtold erfolgreich abgeschlossen.

Schöner Jugendraum in der alten Atemschutzwerkstatt

An geselligen Unternehmungen war nur eine Kanufahrt auf der Itz möglich. Sehr positiv findet Jugendleiterin Kristina Völk, dass aus der alten Atemschutzwerkstatt nun ein schöner Jugendraum geworden ist, für den Mitglied Michael Fendel einen Kicker-Tisch spendiert hat. Gegen den Kassenbericht und das vorliegende Protokoll gab es keinerlei Beanstandungen.

Stadträtin Dr. Ulrike Dinglreiter übermittelte die Grüße der Stadt Burgkunstadt. Man könne nur Danke sagen für die unermüdliche Präsenz während der Pandemie. Sie selbst hat erlebt, dass die Feuerwehrleute auch bei der Ausübung ihres Dienstes bei einem Verkehrsunfall noch freundlich und unaufgeregt waren. Sie nannte es ein schönes Zeichen, wenn die Bevölkerung bei den Feuerwehren spürt: „Ihr könnt euch auf uns verlassen.“

Kreisbrandmeister Michael Kannengießer überbrachte die Grüße der Kreisfeuerwehrinspektion. Er lobte die Arbeit in der Burgkunstadter Wehr. Es habe keinerlei Beanstandungen gegeben, wenn die Drehleiter überregional im Einsatz unterwegs war. Hier sei wie in der Pandemie ein verantwortungsbewusstes Handeln sehr wertvoll gewesen. Auch die neue Atemschutzreperaturanlage für den ganzen Landkreis habe sich sehr gut bewährt.

Ehrung

Kreisbrandmeister Michael Kannengießer ehrte zusammen mit Kommandant André Grothues und Stadträtin Dr. Ulrike Dinglreiter folgende verdiente Feuerwehrleute: für zehn Jahre aktiven Dienst Martin Berthold und Peter Nikolay, für 20 Jahre aktiven Dienst Kristina Völk und Heiko Groß, für 25 Jahre aktiven Dienst Matthias Eberlein und André Grothues, für 40 Jahre aktiven Dienst Guido Zengel und für 50 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Harald Pülhorn.

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