BAMBERG

Bamberg im Rückspiel in Kazan gefordert

EuroLeague 2016/17, Hauptrunde, Spieltag 2, Brose Baskets Bamberg - Unics Kazan
Im Hinspiel entschied Bambergs Grieche Nikos Zisis (mit Ball) das Duell gegen seinen Landsmann im Trikot von Unics Kasan... Foto: Daniel Löb

Basketball

(red) Am 12. Januar, 17 Uhr, ist Brose Bamberg in der russischen Millionenmetropole Kazan gefordert. Im Rahmen des 17. Spieltags der Euroleague tritt der deutsche Basketball-Meister beim Tabellenvierzehnten Unics Kazan an. Im Hinspiel in Bamberg konnte sich Brose knapp mit 89:86 behaupten.

Nachdem Bamberg am letzten Spieltag einen 85:65-Erfolg über den FC Barcelona feiern konnte und gleichzeitig Zalgiris Kaunas und Unics Kazan gegen Belgrad bzw. Vitoria Federn lassen mussten, könnte Brose Bamberg sich mit einem Sieg am Donnerstag nicht nur weiter in Richtung Playoff-Plätze orientieren, sondern sich im engen Mittelfeld erstmals auch etwas Abstand auf die Verfolger verschaffen. Zuletzt scheiterte in Kazan allerdings sogar Panathinaikos Athen.

Herausragender Spieler der Russen ist ohne Zweifel Keith Langford. Der US-amerikanische Guard spielt seine dritte Saison in Kazan und hat sich mit einem Schnitt von knapp 24 Punkten pro Spiel zum erfolgreichsten Werfer der Euroleague entwickelt. Dreimal wurde der 1,93 Meter große Scharfschütze in dieser Saison bereits zum wertvollsten Spieler des Spieltags ernannt. 24 Punkte markierte er auch in der Brose-Arena. Zweitbester Werfer ist Forward Coty Clarke mit 13,5 Punkten im Schnitt. Aber auch der Forward kann zulegen. In Bamberg kam er auf 20 Punkte. Quino Colom und Artisom Parakhouski scoren ebenfalls zweistellig.

Coty und Parakhouski sind zudem die besten Rebounder im von Head Coach Evgeny Pashutin trainierten Team, das lange gebraucht hatte, um in Fahrt zu kommen. Im Dezember gewann der Eurocup-Champion von 2011 allerdings drei Spiele in Folge. Erst am letzten Spieltag scheiterte die ehemalige Mannschaft des Bamberger Head Coachs Andrea Trinchieri – er trainierte Kazan in der Saison 2014/14 – an Baskonia Vitoria Gasteiz.

Im Vergleich zum Hinspiel hat Kazan seinen Roster mit dem erfahrenen Guard Paul Stoll und dem 2,14 Meter großen Center Artem Klimenko aufgepolstert. Stoll führte letzte Saison die VTB-League nach Assists (7,6 pro Spiel) an. Ein Fragezeichen bei Brose steht hinter dem Einsatz von Nicolo Melli. Den Italiener plagt seit gestern ein Magen-Darm-Virus. Er ist zwar mit nach Kazan geflogen, ob er spielen kann, wird sich erst im Laufe des Donnerstags entscheiden. Definitiv verzichten muss Bamberg auf Elias Harris. Jerel McNeal kam dagegen gegen Barcelona zu seinem ersten Euroleague-Einsatz.

In der Bundesliga setzte sich Brose am vergangenen Sonntag mit 85:70 in Bonn durch. Mit elf Punkten setzte der defensivstarke Guard am Wochenende erstmals auch in der Offensive Akzente. Vor allem aber Center Leon Radosevic sorgte mit einer BBL-Bestleistung von 22 Punkten für das Bamberger Punktepolster.

Für den deutschen Meister geht es nach der Allstar-Pause am 19. Januar bei Champion CSKA Moscow weiter. Drei Tage später steigt in der Bayreuther Oberfrankenhalle das Qualifikationsspiel gegen Medi Bayreuth.