LICHTENFELS

ACL: Showdown in Unterföhring

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Ein letzter „Schwitzkasten“ für die Konkurrenz - das erhoffen sich die Fans des AC Lichtenfels zum Saisonfinale in Unter... Foto: Christian Voll

Ringen

Kein Krimiautor hätte sich einen spannenderen Abschluss der diesjährigen Ringer-Bayernliga-Saison für den AC Lichtenfels ausdenken können: am morgigen Samstag treffen in der Halle des SC Isaria Unterföhring die beiden Tabellenführer aufeinander und werden die Aufstiegsentscheidung im direkten Vergleich ausringen.

Die etwas bessere Ausgangslage haben dabei die heimischen Ringer, denn sie gewannen den Hinkampf in eigener Halle mit 15:9 und liegen verlustpunktfrei auf Platz 1. Nach den Regeln des Bayerischen Ringerverbands entscheidet bei Punktgleichheit am Ende der Saison das bessere Gesamtergebnis aus dem direkten Aufeinandertreffen. Das bedeutet: Nur wenn der ACL mit mehr als sechs Punkten Unterschied verliert, hätten die Oberbayern die Nase vorne und würden in die Oberliga aufsteigen.

Ibrahimi ein gefährlicher Gegner

Der SC Isaria hat mit seiner Mischung aus talentierten Youngstern und erfahrenen Routiniers eine herausragende Saison gerungen und außer gegen den ACL ebenfalls alle Kämpfe gewonnen. Aus dem großen Kader ragen dabei der Fliegengewichtler Abdul-Basir Ibrahimi mit 31 Punkten aus acht gewonnenen Kämpfen und Florian Görsch (86 kg Greco) hervor, der sich in zehn Kämpfen lediglich Thomas Kramer vom AC Penzberg beugen musste. Aber auch der Ex-ACLer Timur Seidel (66/75 kg Freistil) hat mit fünf Siegen in fünf Kämpfen nichts anbrennen lassen und behielt im Hinkampf gegen Krum Chuchurov die Oberhand.

Erfahrene ausländische Ringer wie der Ungar Balazs Fazekas (75 kg Freistil) und der Armenier Amlet Mamatzanian (75 kg Greco) ergänzen zusammen mit talentierten Nachwuchsleuten dieses starke Team. Trainerfuchs Fabio Aiello ließ zusätzlich im Vorfeld dieses Entscheidungskampfes nichts unversucht, um mit Nebelbomben bezüglich der Aufstellung für Verwirrung bei den Verantwortlichen des ACL zu sorgen. Die sind jedoch zuversichtlich, auch diese letzte Hürde vor dem Aufstieg zu nehmen und geben sich fränkisch zurückhaltend: „Wir werden mit unserer besten Mannschaft in Unterföhring antreten und freuen uns darauf, in diesem entscheidenden Kampf noch einmal alles zu geben“, sagt Trainer Ali Hadidi. Vorsitzender Oliver Dürr pflichtet ihm bei: „Unsere Jungs wollen nach dieser starken Saison nun den Aufstieg und zusammen mit unseren Fans als elften Mann an Bord werden wir auch dieses Mal bis zum letzten Punkt fighten.“

„Zweite“ im Abstiegskampf

Die zweite Mannschaft des AC Lichtenfels braucht bei ihrem letzten Kampf der Saison in Bayreuth schon ein kleines Wunder, um noch dem Wiederabstieg in die Gruppenliga zu entgehen. Nur bei einem Sieg gegen die Wagnerstädter können sie noch an einem der vor ihnen platzierten Teams vorbeiziehen, hier zählen dann ebenfalls die Ergebnisse der direkten Aufeinandertreffen. Mannschaftsführer Philip Schütz will mit seinen Jungs aber unbedingt nochmals kämpfen, um die geringe Chance für den Ligaerhalt zu nutzen.

Mit Bussen nach Unterföhring

Der ACL Fanclub wird mit zwei vollbesetzten Bussen für lautstarke Unterstützung der heimischen Ringer in Unterföhring sorgen. Kurzentschlossene können sich wegen einer Mitfahrgelegenheit noch an Rudi Hofmann wenden.