LICHTENFELS

Keine Anlass für Gastgeschenke

Aus den Angeln gehoben haben die Ringer des AC Lichtenfels auch den TSV Berchtesgaden, und zwar hoch mit 27:5. Mario Pet... Foto: Christian Voll

Ringer-Bayernliga

„Wir haben keine Geschenke zu verteilen”, resümierte ACL-Mannschaftsführer Heiko Scherer mit Blick auf die abermals starke Aufstellung des AC Lichtenfels gegen den TSV Berchtesgaden. Die Folge: Ein in dieser Deutlichkeit nicht vorhersehbares 27:5, mit dem der ACL weiter ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze der Ringer-Bayernliga verbleibt.

Der einzige „Luxus“, den sich die Korbstädter erlaubten, war die Aufgabe von Christian Merkel (86 Kilo Freistil), der angesichts einer vorhandenen Blessur nichts riskieren wollte und beim Stand von 0:4 gegen Andreas Rühle nach gut zwei Minuten den Ringkampf einstellte. Da führte der ACL jedoch in der Gesamtwertung schon praktisch uneinholbar mit 15:1.

Denn in sechs der zehn Einzelduelle waren die Karten mehr als deutlich zugunsten der „Roten“ verteilt: Christoph Meixner (98 Kilo griechisch) hatte nicht einmal einen Gegner gestellt bekommen, Lukasz Banak (130 Kilo Freistil) nicht sehr lange. Gleich mit der ersten Aktion schulterte er den Berchtesgadener Ersatzmann Hans Preinfalk.

Schultersieg noch in Runde eins hieß es zudem für Mario Petrov (57 Kilo griechisch) gegen Tobias Küpper und für Krum Chuchurov (66 Kilo Freistil) gegen Lukas Laue. Den fünften vorzeitigen „Vierer“ verbuchte Tobias Schütz (86 Kilo griechisch) kurz vor dem Pausengong mit einem 16:0-Überlegenheitssieg gegen Andreas Pfnür.

Einen der eher stärkeren Widersacher in dieser Gewichtsklasse bekam Venelin Venkov (66 Kilo griechisch) mit Korbinian Hillebrand vorgesetzt. Weil er aber selbst diesen mit 12:2 klar nach Punkten distanzierte und damit auf nunmehr 38 von 40 möglichen Mannschaftspunkten kommt, konnte man sich dem Lob von ACL-Mannschaftsführer Heiko Scherer nur anschließen: „Eigentlich ist Venelin in dieser Liga und in dieser Gewichtsklasse unbesiegbar!“

Dass im Ringen ein Einzelkampf aber mal so und mal anders ausgehen kann, je nachdem, wer die knappen Situationen für sich auskämpft und die entsprechende Wertung erhält – das erlebte man in drei Duellen. Beim Freistil-Vergleich zwischen Dominik Sohn (61 Kilo) und Sebastian Hillebrand hätte jeder gewinnen können: 1:4 – 5:4 – 5:5 – 5:7 hieß es nach Punkten aus Sicht des keinesfalls enttäuschenden Lichtenfelsers. Der hatte im Vorkampf zwar gewonnen, diesmal aber den strategischen Nachteil, dass er kurz vor Schluss bei 5:5-Gleichstand das Kriterium der „letzten Wertung“ gegen sich hatte und beim letzten Angriffsversuch gut gekontert wurde.

In der 75-Kilo-Kategorie rechtfertigten die Brüder Christian (griechisch) und Johannes Lurz (Freistil) einmal mehr das in sie gesetzte Vertrauen mit knappen, aber doch sicher herausgeholten 5:2- bzw. 7:4-Punktsiegen über Benedikt Graßl und Andreas Hillebrand.

Kein Wunder also, dass ACL-Trainer Ali Hadidi zufrieden Bilanz zog. „Alles wie gehabt: Wir sind in Form und auch ergebnismäßig in der Spur“, meinte er.

Gruppenoberliga Nord

AC Lichtenfels II – TSV Burgebrach II 48:8

Beim Fußball würde man von einem Schützenfest sprechen, wenn man erklärt, was die ACL-Reserve mit dem Nachbarn aus Burgebrach veranstaltete. Der war allerdings auch mit Minimalaufstellung und insgesamt vier unbesetzten Gewichtsklassen erschienen und hatte gegen die starke ACL-Formation nicht den Hauch einer Chance. Die ACL-Siege errangen Casyen Irmler, Leon Raps und Nikolay Dobrev (je 2) sowie Niklas Zillig, Oliver Hofmann, Daniel Luptowicz, Mario Mihaylov, Rumen Savchev und Jan Wagner (je 1).