LICHTENFELS

Weiter unbeirrt in der Erfolgspur

Immer voller Einsatz: Das zeichnet die Ringer des AC Lichtenfels und vor allem Christian Lurz (kniend) aus. Mit 12:3 gew... Foto: Christian Voll

Ringer-Bayernliga

Auch ein kleiner Schock zu Beginn konnte die Ringer des AC Lichtenfels in Mering nicht aus der Erfolgspur bringen. Am Ende setzten sie sich ein weiteres Mal souverän durch und bleiben nach ihrem 24:8-Erfolg weiterhin ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze der Bayernliga.

Mit dem Auftakt-Malheur von Mario Petrov in der Klasse 57 Kilo griechisch hatten auf ACL-Seite weder er selbst noch die Verantwortlichen gerechnet. Gegen den jungen und talentierten TSCler Lennart Bieringer kontrollierte Petrov zwar in Runde eins das Geschehen und führte mit 2:0, doch passierte ihm nach der Pause das, was im Ringen immer passieren kann: Er lief in einen Kopfzug, aus dem es kein Entrinnen mehr gab, und wurde nach knapp vier Minuten geschultert.

„Einmal schütteln und weiter geht?s“, lautete jedoch das Motto für die Korbstädter. Günstig war es so gesehen, dass Lukasz Banak (130 Kilo griechisch) vier kampflose Punkte kassierte und dass in der 61-Kilo-Freistil-Klasse Dominik Sohn kühlen Kopf bewahrte. Nach anfänglich ausgeglichenem Verlauf (2:2) setzte er gegen Benedikt Rieger vor allem in der zweiten Runde seine Angriffe mit Überlegung und im rechten Moment. So kam er noch zu einem klaren 10:2-Punktsieg.

Allenfalls Schadensbegrenzung hieß dagegen die Aufgabe für Christoph Meixner (98 Kilo griechisch), der sich stilartfremd in den Dienst der Mannschaft stellte, dem Top-Mann Zsolt Dajka allerdings erwartungsgemäß mit 1:12 unterlag.

Der Top-Punktesammler des ACL, Venelin Venkov (66 Kilo griechisch), ließ dann aber beim Gesamtstand von 7:7 die Waage sich Richtung Gästesieg neigen. Nach ungewohnt hektischem Beginn und sogar einem zwischenzeitlichen 3:4-Rückstand rückte Venkov mit etwas Wut im Bauch die Kräfteverhältnisse gegen Oliver Tanzyna nachdrücklich gerade. Die Folge: ein 20:4-Überlegenheitssieg nach vier Minuten.

Christian Merkel (86 Kilo Freistil) hatte dem zweiten TSC-Punktegaranten Radoslaw Siejak im Vorkampf die einzige Niederlage seit mehr als einem Jahr zugefügt. Diesmal unterlag er zwar nach einer umstrittenen Einser-Wertung gegen sich mit 2:3, konnte mit seiner Leistung aber absolut zufrieden sein.

Nun jedoch regierte nur noch der ACL: Denn sowohl die Griechisch-Routiniers Tobias Schütz (86 Kilo) mit einem 16:0-Überlegenheitssieg gegen Elias Polster nach vier Kopfklammern noch in der ersten Minute und Rumen Savchev (75 Kilo) mit einem 8:1 gegen den weitaus größeren Niklas Guha als auch die Freistil-Brüder Christian (66 Kilo, 13:2 über Dominik Ringenberger) und Johannes Lurz (75 Kilo, sofortiger Schultersieg über Nico Winter) ließen an der Überlegenheit der Männer in Blau keinen Zweifel mehr aufkommen.