LICHTENFELS

Spannend und aufregend – war es nicht

So etwas heißt im Ringen Kopfklammer: Tobias Schütz (rotes Trikot) nutzte diese Technik, um gleich im Anschluss seinen K... Foto: Christian Voll

Ringer-Bayernliga

Manchmal sind Ringerabende beim AC Lichtenfels spannend, aufregend, unglaublich. Am Samstag gab es das alles diesmal nicht. Wie erwartet beherrschte der verlustpunktfreie Bayernliga-Spitzenreiter AC Lichtenfels das punktlose Schlusslicht ASV Neumarkt sicher mit 27:8.

Der Vergleich zum Fußball drängte sich irgendwie auf: Da verspricht ein Pflichtspiel FC Bayern gegen Darmstadt 98 auch nicht die ultimative Dramatik, weil nur unter ganz besonderen Um-ständen der Außenseiter das Potenzial für eine Überraschung in sich trägt.

Die Ringer des ASV Neumarkt hatten dies definitiv nicht. So musste der von Verletzungssorgen geplagte 47-jährige Trainer Armin Prantl nicht nur sich selbst mit den schmunzelnden Worten „Ich bin in dieser Gewichtsklasse eigentlich die Drittbesetzung“, sondern auch den erst vor wenigen Wochen operierten Schwergewichtler Manuel Schmid auf die Matte schicken, um überhaupt neun von zehn Gewichtsklassen besetzen und damit als Team antreten zu können.

Deshalb ist die Geschichte des Abends relativ schnell erzählt, zumal die reine Kampfzeit der ersten fünf Duelle nicht einmal 240 Sekunden betrug. Zum kampflosen Vierer von Christoph Meixner (98 Kilo, Freistil) und den „Sofort-Schultersieg“ von Nikolay Dobrev (130 Kilo, griechisch) über besagten Manuel Schmid gesellten sich auf ACL-Seite jeweils technisch überlegene Freistil-Erfolge von Mario Petrov (57 Kilo, gegen Robert Gergert) und Chrum Chuchurov (66 Kilo, gegen Leon Gerlach) noch in der zweiten Kampfminute.

Niklas Zillig (61 Kilo, griechisch) hatte dagegen keine Chance und wurde von Daniel Eberhardt frühzeitig geschultert. Auch der um eine Gewichtsklasse aufgerückte Christian Lurz (75 Kilo, Freistil) konnte gegen den Top-Mann der Gäste, Achim Thumshirn, wenig ausrichten und verlor mit 0:8 nach Punkten.

Im einzig richtig spannenden Duell des Abends fehlte dem AC-Freistiler Christian Merkel (86 Kilo) gegen Alexander Reimann diesmal der rechte „Punch“, um den Kampf letztlich auf seine Seite zu zwingen, den er bei 2:2 Punkten aufgrund der letzten Wertung verlor.

Ansonsten aber setzte sich die Dominanz der einheimischen „Roten“ fort: Und zwar mit einem Schultersieg von Tobias Schütz gegen Christian Grasruck (86 Kilo, griechisch) nach einer wahrhaft kraftvollen Kopfklammer sowie mit überlegenen Punktsiegen von Venelin Venkov (66 Kilo, griechisch) mit 15:0 gegen Mihai Tenea und von Johannes Lurz (75 Kilo, Freistil) mit 16:0 gegen Armin Prantl.

Da werden die ACL-Ringer in den beiden letzten Vorrundenkämpfen zunächst in Oberölsbach und dann zu Hause gegen den ebenfalls noch verlustpunktfreien SC Unterföhring garantiert mehr gefordert werden.

Gruppenoberliga Nord

AC Lichtenfels II – ASC Röthenbach 21:23

Mit etwas Pech unterlag die ACL-Reserve dem ASC Röthenbach. Zwei kampflose Vierer durch Casyen Irmler, zwei Vierer von Rumen Savchev, ein Schultersieg von Mario Mihaylov und ein Punkterfolg durch Daniel Luptowicz reichten nicht ganz, zum zweiten Saisonsieg.