Wie das Bayerische Denkmalpflegeamt durch Ausgrabungen festgestellt hat, muss um 830 die mächtige und weitläufige Burganlage erbaut worden sein, die "Burg"-Kunstadt seinen Namen gegeben hat. Urkundlich wurde die spätkarolingische Wehranlage auf dem Terassensporn des nördlichen Mainufers zwischen dem Weihers- und Gartenbach erst 1059 erwähnt. Die Stadtwerdung im mittelalterlichen Rechtssinn begann bereits im 13. Jahrhundert mit der Gründung der Stadtpfarrei. Aus Dokumenten lässt sich schließen, dass bereits um 1250 Burgkunstadt mit Markt- und Stadtrechten ausgestattet war.
Niedergebrannt, geplündert und von der Pest heimgesucht war Burgkunstadt im Laufe der Jahrhunderte. Doch der unbeugsame Lebenswillen der "Borkuschte" siegte. Handel, Handwerk und Gewerbe entwickelte sich trotz der günstigen Lage an den Verkehrsadern aber relativ spät. 1888 wurde mit der Gründung der ersten Schuhfabrik eine neue Phase der Entwicklung eingeleitet. Burgkunstadt wurde Zentrum der bayerischen Schuhindustrie. Die Gründung und der Aufbau des Versandhauses Friedrich Baur legten einen weiteren Grundstein für das Werden einer wohlhabenden und modernen Stadt. Eine städtebauliche Kostbarkeit ist bis heute der Burgkunstadter Marktplatz. Zusammen mit der Stadtpfarrkirche mit dem spätgotischen Turm und dem prächtigen Fachwerk-Rathaus. Beide Gegenpole verbindet der Reigen breitbrüstiger Bürgerhäuser mit Walmdächern zu einer bestaunenswerten Einheit.
Der gepflasterte Markt bildet mit dem prächtigen Fachwerkrathaus Burgkunstadt ein einzigartiges Ensemble, das auch das Schustermuseum rechts mit einschließt.
rund 6700
Ebneth, Gärtenroth, Kirchlein, Mainroth, Neuses am Main, Theisau, Weidnitz
Erster Bürgermeister Heinz Petterich (Freie Wählergemeinschaft)
Vogtei 5
96224 Burgkunstadt
Tel. 09572/388-0
Fax 09572/388-35
Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr
Donnerstag auch von 13.30 bis 18 Uhr
E-Mail-Adresse: rathaus@burgkunstadt.de
Internet: http://www.burgkunstadt.de
