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06.09.2010 | 19:30 Uhr

Gute Preise für Nutzholz

Forstbegang der Waldbesitzervereinigung Lichtenfels/Staffelstein mit Förster Herrmann Hacker

STUBLANG - Zum Waldbegang und zur Besichtigung verschiedener Bestände und Anpflanzungen trafen sich interessierte Waldbesitzer mit Hermann Hacker, Revierleiter des Forstreviers Bad Staffelstein, Iris Götting, Geschäftsführerin der Waldbesitzervereinigung (WBV) Lichtenfels-Staffelstein und Helmut Reinhardt, Obmann von Stublang.

Erste Station der gut einstündigen Besichtigung war ein Fichtenwald mit vereinzeltem Eschenbestand im Stadtwald im Gebiet „Teufelsloch“ oberhalb von Stublang. Der dortige, circa 50 Jahre alte Fichtenbestand wird zur Zeit durchforstet, „Z-Bäume“ („Z“ steht für „Zukunft“) werden besonders gekennzeichnet. Revierleiter Hermann Hacker informierte: in jedem Wald sollten mindestens zwei Baumarten sein, einer aus dem Bereich „Lichtbaum“, wie Fichte, Lärche, Eiche oder Ahorn, und aus dem Bereich „Schattbaum“, wie Buche oder Tanne.

Die zweite Station, ein reiner Fichtenbestand, war bereits „hiebsreif“. Den circa 80 Jahre alten Baumbestand verglich Hacker mit einem Getreidefeld: „Wenn das Getreide reif ist, erntet es der Bauer und erzielt einen bestimmten Wert. Bei diesem Wald jedoch hat sich noch niemand um eine rechtzeitige Holzernte gekümmert.“ Unverständlich auch für Iris Götting von der Waldbesitzervereinigung: Gerade jetzt sind die Preise für Nutzholz stark gestiegen, Sägewerke suchen händeringend nach frischem Holz. Zudem ist der Zeitpunkt für eine Hieb-Maßnahme sehr günstig, auch sei witterungsbedingt kein Befall von Borkenkäfern mehr zu erwarten.

Wer sein Holz nicht selber fällen kann oder möchte, kann dies durch Unternehmen erledigen lassen. Hier stehe die WBV und auch das Forstamt gerne für eine Beratung zur Verfügung. Die WBV übernimmt auch Einsätze mit dem Harvester; dazu wird um rechtzeitige Anmeldung gebeten.

Dritter Waldbestand bei der Besichtigung war eine circa fünf Jahre alte Neuanpflanzung mit Tannen, Kiefern, Buchen und Eschen. Hier kann, wenn nötig, jetzt im Herbst die Pflege der

jungen Bäumchen erfolgen. Bei der letzten Besichtigungsstation im Teufelslocher Gebiet war zu beanstanden, dass der Bestand zwar im vorigen Herbst geernet, viele Äste, Zweige und Reisig aber „übrig und liegen geblieben“ sind.

Hacker mahnte: dieses sollte nicht flächig liegen bleiben, da sonst hier verstärkt mit dem Auftreten von Mäusen zu rechnen ist. Auch sollte sobald als möglich wieder angepflanzt werden, da sonst der Unkraut-Druck zu hoch wird. -ds-


Forstbegehung der Waldbesitzervereinigung Lichtenfels-Staffelstein im Gebiet „Teufelsloch“ mit Revierleiter Hermann Hacker (li.) und dem Obmann von Stublang Helmut Reinhardt (3. v. re.). Foto: ds


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