Von Birgid Röder
STADEL/ALTENBANZ - Zwar etwas mühsamer, aber immer noch machbar gestalten sich die Bauarbeiten an der ICE-Trasse im Banzgau zurzeit laut Frank Kniestedt, Pressesprecher des Großprojekts VDE 8. Die kontinuierlichen Regenfälle im August hätten dem Baufortschritt bisher nichts anhaben können.
Bei den Trassen werde täglich vor Baubeginn geprüft, ob das Arbeiten möglich sei, in den Tunneln sei es trocken und problemlos. Die Arbeiten lägen im Plan. Die Archäologen haben ihre Ausgrabungen der Steinzeitsiedlung bei Stadel weitestgehend abgeschlossen, nur an den Rändern der Baustelle seien noch wenige Arbeiten notwendig, so Kniestedt weiter. Der Großteil der Grabungsfläche sei bereits wieder übergeben worden und die Fundstücke schon auf dem Weg nach München.
Nachdem es in diesem Jahr bereits zwei Tunnel-Anschlagfeiern gegeben hat, wird auch die Arbeit am dritten Tunnel im Banzgau von der Bahn noch gewürdigt: Die Anschlagfeier für den Tunnel Kulch wird am 14. Oktober stattfinden, die Vorbereitungen laufen schon. Während auf der Baustelle laut Kniestedt alles planmäßig vorangeht, sind die Bewohner in den Dörfern im Banzgau nicht erfreut. Der Lärm rund um die Uhr, die heftigen Sprengungen, die kontinuierlichen Piepsgeräusche der Lastkraftwagen und Baufahrzeuge beim Rückwärtsfahren, belastet die Anwohner ständig, denn auch an Sonn- und Feiertagen wird gearbeitet.

