FUSSBALL-BEZIRKSOBERLIGA - Beim TSV Thiersheim läuten nach der fünften Pleite im fünften Spiel die Alarmglocken. Gegen den gleichwertigen Konkurrenten aus Lettenreuth hätten die Pribyl-Schützlinge nicht unbedingt verlieren müssen. Doch ein Freistoß von Michael Baierlein, abgefeuert aus etwa 22 Metern, schlug mit Windunterstützung genau im Winkel ein. Keeper Radem Brtva, der einer der besten TSV-Akteure war, stand außerdem beim entscheidenden 0:1 etwas zu weit vor seinem „Kasten“.
TSV Thiersheim - SpVgg Lettenreuth 0:1 (0:0)
TSV Thiersheim:Brtva - Kreuzer, Seidel, Biegler, Vates, Hecht, Sycha (ab 83. Min. Benker), Gerwens, Nedbaly, Damroth, Cernousek.
SpVgg Lettenreuth:Heuschkel - Woitschitzke, Reuß, Eberth, Ebert (ab 75. Min. Fischer), Bechmann, Linz, Lulei (ab 89. Min. St. Lutter), Baierlein, Koch, Chr. Lutter (ab 75. Min. Günther).
Tor: 0:1 Baierlein 83. Min. Schiedsrichter: Potemkin, Friesen. Zuschauer: 100. Gelbe Karte: Hecht, Biegler, Nedbaly / Woitschitzke, Koch.
Beide Teams agierten vom Anpfiff weg hektisch und mit hoher Fehlerquote. Die Gäste versteckten sich nicht. Sie legten wiederholt einen offensiven Gang ein und verschafften sich damit Respekt. Nach elf Minuten rettete Brtva gegen den durchgebrochenen Koch. Glück hatte die Müller-Truppe, als nach 23 Minuten ein Hechtkopfball von Nedbaly sein Ziel haarscharf verfehlte. Kurz darauf verhinderte Kreuzer Schaden gegen Koch und riss Brtva die Hände im richtigen Moment hoch, als Baierlein mit Vehemenz abgezogen hatte. In den Schlussminuten der ersten Halbzeit boten sich den Gästen drei weitere Chancen.
Nach dem Seitenwechsel ging zunächst kein spürbarer Ruck durch die heimische Truppe. Die Lettenreuther zogen sich bei Gefahr nun fast komplett zurück und lauerten auf Konter. In der 54. Minute die wohl größte TSV-Chance, aber Gerwens zielte daneben. 120 Sekunden später scheiterte Biegler nach einem Solo an den Beinen des herausstürzenden SpVgg-Schlussmanns Heuschkel. Eberth bereinigte die Situation vollends.
Tief durchatmen mussten die plötzlich wackelnden Lettenreuther nach einem Freistoß von Vates. Das Leder zischte nur um Millimeter am Ziel vorbei. Danach nahm Gerwens flach Maß. Aluminium-Klänge waren in der 79. Minute hörbar, weil Koch aus der Drehung heraus die Oberkante des TSV-Gehäuses traf. Dann stand der Uhrzeiger auf Minute 83 – die Gäste jubelten über den Baierlein-Glückstreffer, die Einheimischen verstanden die Welt nicht mehr. Cyris

