FUSSBALL-LANDESLIGA - Es bleibt dabei: Der FC Burgkunstadt gewinnt in der Fußball-Landesliga Nord weiterhin die Spiele, die man gewinnen muss, um in der Klasse zu bleiben.
Auch am gestrigen Sonntag glich die Elf von Peter Reichel eine vorherige Heimniederlage gegen einen übermächtigen Gegner (0:2 gegen Frohnlach) durch einen Auswärtserfolg aus. Diesmal gelang durch ein Tor von Peter Tremel ein nicht unverdienter 1:0-Erfolg bei Mitaufsteiger TuS Frammersbach. -fg-
TuS Frammersbach - FC Burgkunstadt 0:1 (0:1)
TuS Frammersbach:M. Fischer - Meidhof, Lindner (ab 25. Min. Geiger), Puglisi, Mehrlich, Kirsch, Burdik, Wolf, Müller (ab 46. Min. Aloe), Spahn, Chr. Fischer (ab 61. Min. Kessler).
FC Burgkunstadt:Aumüller - P. Tremel (ab 76. Min. Böhmer), Kolb, Mahr, Ramming, Bergmann, S. Dießenbacher (ab 66. Min. Krappmann), Hartmann, M. Dießenbacher, Kalb, Geldner (ab 80. Min. Hopfenmüller).
Tor: 0:1 P. Tremel 26. Min. Schiedsrichter: Heidt, Nürnberg. Zuschauer: 400.
Der TuS Frammersbach wollte nach fünf Niederlagen in Serie gegen Burgkunstadt die Finger nach einem „Dreier“ ausstrecken und sich ein Erfolgserlebnis greifen, stand aber auch diesmal wieder mit leeren Händen da. Das Team von Spielertrainer Alexander Kirsch mühte sich zwar nach Kräften, hatte auch die größeren Spielanteile und die Mehrzahl an Chancen, doch die Oberfranken machten aus ihren wenigen Möglichkeiten ein Tor. Und das reichte.
Die Entscheidung fiel in der 26. Minute: Nach einer Verwirrung in der Frammersbacher Abwehr sprang der Ball Peter Tremel etwas glücklich vor die Füße. Und der drückte den Ball über die Linie. Die Burgkunstadter hätten sich zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht beklagen können, wenn sie in Rückstand gelegen hätten. Doch die TuS-Spieler Julian Lindner (Kopfball, 5.) und Christian Müller (scheiterte an Keeper Holger Aumüller) waren nicht in der Lage, aus ihren Chancen Zählbares zu machen. Dieser Umstand zog sich wie ein roter Faden durch die 90 Minuten. Einmal mehr wurde deutlich, dass den Spessartern ein Stürmer fehlt, der Chancen kaltschnäuzig verwertet.
War die Begegnung bis zur Pause ausgeglichen verlaufen, bäumte sich Frammersbach nach dem Seitenwechsel gegen die drohende Niederlage auf. Tobias Burdik fand zwischen der 53. und 56. Minute gleich dreimal den Weg in den Gästestrafraum, doch zum Abschluss kam er nicht. Ernsthaft geriet das Tor von Aumüller erst in der 70. Minute in Gefahr, als der zur Pause eingewechselte Steffen Aloe abzog, aber scheiterte. Im Gegenzug bot sich Marco Dießenbacher die Gelegenheit, den Einheimischen den vorzeitigen K.o. zu versetzen. Doch nach einem Konter verzog er den Ball freistehend. Das Spielgerät ging knapp am Tor vorbei.
In der Schlussviertelstunde hatte Frammersbach durch Aloe und Kirsch (77./78.) zwei gute Möglichkeiten. Sie waren das Signal zum Endspurt. Zunächst allerdings tauchte M. Dießenbacher frei vor TuS-Schlussmann Markus Fischer auf. Er schob den Ball aber in die Arme des Torwarts. Auf der Gegenseite kullerte die Kugel nur Zentimeter am Gehäuse vorbei, nachdem es zu einem regelrechten Getümmel im Burgkunstadter Strafraum gekommen war. Fortuna ließ die Frammersbacher schnöde im Stich – auch in der Nachspielzeit, als sie unter gütiger Mithilfe der Gäste beinahe noch zum Ausgleich gekommen wären.
Mitaufsteiger Burgkunstadt verteidigte seinen Vorsprung mit Glück und Geschick und distanzierte sich in der Tabelle von den Frammersbachern deutlich. Letztlich hatten die Gastgeber sogar noch Glück, dass sie außer dem Spiel nicht auch noch ihren Spielertrainer Alexander Kirsch verloren: In der 84. Minute stieg dieser ziemlich hart gegen seinen Gegenspieler ein. Doch Schiedsrichter Heidt aus Nürnberg erwies sich als gnädig und beließ es bei einer letzten Ermahnung.

