ALTENKUNSTADT - Auf der Buchmesse in Leipzig stellte der in Altenkunstadt beheimatete Theaterregisseur Wojciech Kopcinski sein neuestes Werk: „Lusnok“ dem Publikum vor. Hierbei schlüpft er selbst in die Rolle, die er beschreibt.
Wojciech Kopcinski, in Tschenstochau geboren, studierte an der Theaterhochschule in Krakau Regie und war anschließend am Mickiewicz-Theater als Intendant tätig. Er realisierte verschiedene Projekte an den Theatern von Krakau und Tschenstochau und schuf Buchadaptionen für die Bühne und den Film.
Seitdem er in Deutschland lebt, widmet sich Wojciech dem deutsch-polnischen Kulturaustausch, schreibt Artikel für polnische Zeitungen; auch leitete er das Theater „Legion“.
Mit zwei schriftstellerischen Werken: „Kreuzfeuer“ und „Der Nebel“ hatte Wojciech Kopcinski bereits auf sich aufmerksam gemacht. Jetzt nutzte er auf der Buchmesse in Leipzig die Gelegenheit, sein drittes Werk vorzustellen. Es trägt den Titel: „Lusnok“ und schildert einen Mann und Künstler, der Liebender und Geliebter ist und einen Großteil seines Lebens bereits hinter sich hat.
Wahn und Weisheit
Das Schaffen und die Krisen, Anfang und Ende einer unvergessenen Liebe, und Gespräche, in denen es um Einsamkeit und Zweisamkeit geht, werden in nüchternen Worten geschildert. Der Dialog mit „Lusnok“ beginnt sogar, die Grenzen zwischen der Jugend und dem Alter, und den ebenfalls gegensätzlichen Wahn und der Weisheit, zu überschreiten. Die Erkenntnis: das Leben und der Tod liegen recht nah beieinander.
„Ich muss mein Leben neu beginnen, die Vergangenheit streichen; werde ich dazu die Kraft haben?“, alles drängende Fragen auf die „Lusnok“ eine Antwort zu finden versucht, wobei man schon beim Lesen der ersten Zeilen Wojciech Kopcinski hinter alledem entdecken kann, der den Dialog geführt hat.
Das handliche Büchlein ist im MEDU-Verlag erschienen (ISBN 978-3-941955-05-9). -dr-

