BAD STAFFELSTEIN - Nur einen Außentermin, aber 16 Bauanträge und Bauvoranfragen hatte der Bauausschuss am Dienstagnachmittag zu bewältigen. Mit vier Vertretern des Wasserwirtschaftsamtes Kronach besprach das Gremium die Gestaltungsmöglichkeiten einer neuen Zufahrt zum Grundstück Bamberger Straße 20, mit Eingliederung der neuen Brücke, Uferbefestigungen, Standort des Brückenheiligen „Nepomuk“ und auch den Einmündungsbereich in die Angerstraße.
Nach dem Abriss des Gebäudes „Angerstraße 1“ soll dort eine Zufahrt zum denkmalgeschützten Haus „Bamberger Straße“ entstehen. Gleich mitbegutachtet wurde die Verkehrssituation Einmündung Angerstraße/ Bamberger Straße und die in vergangener Zeit wiederholt bemängelte Höhe des dortigen Bordstein. Noch fehlt hier auch eine Straßenmarkierung, Pkw würden oft zu weit in Straßenmitte fahren und dadurch eine Gefahr nicht nur für den Gegenverkehr darstellen.
Viele Bauanträge
Johann und Melitta Dusold, End 2, möchten eine landwirtschaftliche Unterstellhalle errichten. Das Grundstück ist groß genug, meinte der Ausschuss, Abstände würden eingehalten, also gibt es das gemeindliche Einvernehmen. Die Firma Auto Gertsner GmbH, Bamberger Straße 40 darf im hinteren Bereich des Grundstückes die bestehende Einfriedung erhöhen. Beim Bauantrag Gerhard Baier, Uetzing, Serkendorfer Straße, wünscht sich der Bauausschuss, dass beim geplanten Neubau einer Gerätehalle der obere Dachvorsprung halbiert wird.
Die Firma Brauerei Hetzel oHG, Frauendorf darf in die bestehende Lagerhalle eine Flaschenabfüllanlage einbauen, an der Fassade ergeben sich dabei keine Veränderungen, eine Nutzungsänderung wurde somit genehmigt. Genehmigt wurde auch der Bauantrag von Sonja und Volker Stark, Uetzing, Kirchweg 5, über den Wohnhausanbau mit Aufbau eines Satteldaches und Errichtung von zwei Kinderzimmern. Ulla und Klaus Kasper dürfen ein Einfamilienwohnhaus in der Lessingstraße errichten. Wegen der Lage der dortigen Grundstücke am Ortsrand der Stadt, gehen weitere Bauvorhaben dort aber nur über einen Bebauungsplan.
Direkt neben dem neuen Kinderspielplatz, nämlich Am Kommbühl 48, möchte Siegbert Reuther aus Marktgraitz ein Wohnhaus mit Einliegerwohnung bauen. Dies wurde ebenso befürwortet, wie der Bauantrag von Christina Dinkel und Rainer Wudy, Uetzing, Öhrlingsgasse 6, der Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage. Hier erfordert die Hanglage besondere Berücksichtigung.
Einen Bauantrag in eigener Sache gab es als nächstes zu betrachten: Die Stadt Bad Staffelstein möchte im Kurpark ein Brückentheater bauen. Dieses soll auf einer bereits vorhandenen Brücke errichtet werden, die bislang ins „Niemandsland“ führte. Hier kann der städtische Bauhof viel in Eigenregie erledigen, eine großzügieg Spende der Sparkasse erleichtert das Vorhaben. Dem Bau wurde einstimmig stattgegeben, ab Mai soll das Theater mit seinen 50 Sitzplätzen der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen. Was lange währt, währt endlich gut: jetzt nämlich wurde dem Bauantrag von Stefan Nüßlein, Herzog-Max-Straße 22, stattgegeben, dem Bau eines Garagengebäudes.
Der Bauausschuss signalisierte gemeindliches Einvernehmen zur Bauvoranfrage von Georg und Claudia Grasser, Horsdorf 2, über die Errichtung eines Geräteraumes und einer Unterstellhale an der bestehenden Garage auf ihrem Grundstück. Gut vorstellen kann man sich auch die nächste Bauvoranfrage von Verena Langhojer über einen Wohnhausneubau in Altenbanz, In der Au 18. Hans-Georg Kerling möchte wissen,ob er an der Betonwand neben seiner Back-Stube Nähe Sparkassenparkplatz eine Wandmalerei anbringen darf. Da der Eigentümer „Sparkasse“ nichts dagegen hat, gab es auch vom Gremium keine Einwände gegen die geplante Fassadenmalerei. Die vorgelegten Stellungnahmen und Beschlussvorschläde der Träger öffentlicher Belang zu dem Bebauungsplan: Photovoltaikpark in Stadel studierte der Bauausschuss sorgfältig. Das aktuelle Ergenbis lautete schließlich genauso, wie das der letzten Besprechung: (diesmal mit zwei Gegenstimmen): ja, das Verfahren kann weitergeführt werden.
Vorletzter offizieller Punkt der Tagesordnung war die Umgestaltung des Dorfplatzes in Unnersdorf mit Abriss des alten, leerstehenden Schulgebäudes, Neugestaltung eines Festplatzes, Bau neuer Toiletten und Anbau an das bestehende Feuerwehrhaus. (ausführlicher Bericht und Aufstellung, bzw. Aufteilung der Kosten zwischen Stadt und Amt für Ländliche Entwicklung im OT vom 4. März). Hier wurden die Planungen von Seiten der Stadt genehmigt, die Baumaßnahme kann also heuer beginnen.
Eingangsbereich umgestalten
Die Umgestaltung des Vorplatzes vor der Georgenkapelle im Kastenhof war die letzte Bauanfrage. Hier fragte die Kirche als Bauherr die Stadt als Eigentümer, ob der Eingangsbereich z.B. durch den Einbau eines Treppenpodestes im Eingangsbereich sicherer und attraktiver gestaltet werden könnte, eine Sitzgelegenheit käme mit dazu, der Seiteneingang würde barrierefrei angelegt. Hier gab es von seiten der Stadt Zustimmung.
Bürgermeister Jürgen Kohamnn informierte über die Baumaßnahme an der Staatsstraße 2204: die Arbeiten an Geh- und Radwegen beginnen jetzt. Der Pendlerparkplatz Horsdorfer Kreisel wird vergrößert und soll dann weiteren 20 Autos Platz bieten. Stadträtin Helga Liesaus ärgert sich sehr, über die fortwährenden Schmierereien und Grafittis, besonders an der Bahnhofstoilette.
An die Hundebesitzer appellierte Harld Konietzko: Sie sollen doch bitte die Hinterlassenschaften ihrer Hunde beseitigen! Jeder Gang an der Stadtmauer werde zum Laufen zwischen unzähligen Tretminen. Josef Weis aus Uetzing wünschte sich eine sicherere Verkehrssituation in Uetzing, das Stopp-Schild in Ortsmitte sei schwer zu sehen und werde oft missachtet. -ds-

