Obermain-Tagblatt - Die führende Zeitung am Obermain!
Obermain-Tagblatt - Service
Bad-Kurier
••• Anzeigen •••
08.03.2010 | 20:00 Uhr

Nach 7. Niederlage in Folge Ziel in weiter Ferne

HG Kunstadt unterliegt beim MTV Stadeln mit 18:29 (10:14) / Schon vier Punkte Abstand zum „rettenden Ufer“

HANDBALL-LANDESLIGA - Die mittlerweile siebte Niederlage in Folge kassierten die Landesliga-Herren der HG Kunstadt am Sonntagnachmittag. Dass den Prediger-Schützlingen nach der 18:29 (10:14)-Auswärtsschlappe beim Tabellenvierten MTV Stadeln somit mittlerweile vier Punkte zum rettenden Ufer der Nichtabstiegszone fehlen, erscheint dabei lediglich eine Randnotiz zu sein. Denn mit der spielerischen und kämpferischen Verfassung, in der sich die Kunstadter am Sonntag präsentierten, befindet sich das angestrebte Ziel in weiter Ferne.

Allen Lippenbekenntnissen vor der Partie zum Trotz agierten die Kunstadter am Sonntag über weite Strecken tatsächlich wie ein Absteiger. Vom Anpfiff an wurde deutlich, dass die vorherigen sechs Pleiten ihre Spuren hinterlassen hatten, denn allein die Körpersprache der HGler machte klar, dass das Team an diesem Tag nicht an sich selbst glaubte. Dies war umso enttäuschender, wenn man die teils katastrophale Offensivleistung der HGK an diesem Tag mit den eigentlich positiven Ansätzen aus dem Spiel gegen Erlangen vergleicht.

In den ersten 23 Minuten der zweiten Halbzeit gelangen Stirbati&Co beispielsweise gerade einmal drei Torerfolge. Dabei hatte die HG gegen einen keinesfalls überragenden Gastgeber zu Beginn noch alle Chancen auf den so wichtigen Auswärtserfolg. Nach 22 Minuten führte der MTV trotz zahlreicher Kunstadter Zeitstrafen nur mit 8:7; Heimtrainer Klaus Jahn war alles andere als zufrieden mit der Leistung seiner Schützlinge.

Tatsächlich präsentierten sich auch die Gastgeber nach ihrer Niederlage gegen Ansbach im Spiel nach vorne stark verunsichert. Zahlreiche Ballverluste und ungenutzte Chancen ließen die HGK somit im Spiel, doch diese nutzte diese Gelegenheit wieder einmal nicht. Nachdem Andrei Stirbati vom Siebenmeterpunkt den 8:8-Ausgleich vergeben hatte, gewannen die Spieler des MTV zunehmend an Sicherheit und zogen meist über Tempogegenstöße deutlicher davon. Mit jedem Treffer des Gegners wurden die Kunstadter unsicherer. Vor allem im Angriff wirkte das eigene Spiel trotz aller „Gestaltungsversuche“ von Michael Kropka viel zu statisch.

Dennoch war beim Kunstadter Anhang noch immer die Hoffnung vorhanden, dass die HGK den Halbzeitstand von 10:14 in den zweiten 30 Minuten noch umbiegen könnte. Doch es dauerte keine zwei Minuten, bis ein Pfostentreffer und ein leichtsinnig vertändelter Ball den Gegner auf 16:10 davonziehen ließen. Nach dem 18:13 durch den nach seiner Verletzung wieder eingesetzten Andre Stegner folgten sogar 13 Minuten ohne jeglichen Torerfolg.

Stadeln stand im Abwehrzentrum recht offensiv und fing die Bälle aus dem Kunstadter Rückraum immer wieder ab. Stirbati, Kropka und Bechtel waren nicht in der Lage, Lücken in den MTV-Abwehrverband zu reißen. Und die Außenspieler „verhungerten“ geradezu.

Stadeln zeigte auf der Gegenseite, wie man es besser macht. Mit schnellem und vor allem sicherem Kombinationsspiel über mehrere Positionen fanden sich immer wieder Lücken, die vor allem Tobias Grögler und Markus Klein gegen den chancenlosen Marcel Schieber einnetzten. Da die HG zudem in der Rückwärtsbewegung Schwächen präsentierte, zogen die Gastgeber Tor um Tor davon. Bezeichnenderweise war es Youngster Mario Kellner, der die Kunstadter Torflaute in der 53. Minute mit seinem Treffer zum 14:27 beendete. Die Partie war zu diesem Zeitpunkt aber längst entschieden, auch weil Florian Klihm bereits wegen Meckerns die dritte Zeitstrafe und somit die Rote Karte erhalten hatte.

Trainer Prediger setzte in den Schlussminuten folgerichtig auf seine Nachwuchsspieler. Mario Kellner, Daniel Maile und „Ersatztorhüter“ Dominik Neuburg machten ihre Sache dabei recht gut, so dass bis zum Endstand von 18:29 noch ein wenig Ergebniskosmetik gelang, was aber nicht darüber hinwegtäuscht, dass die HGK neben einem Handball-Wunder vor allem den Glauben an sich selbst benötigt, um das derzeit unmöglich Erscheinende doch noch möglich zu machen.

HG Kunstadt: Schieber/Neuburg - Stirbati 4, Kropka 4/1, Kratzer 3, Kellner 2, Klihm 2, Stegner 1, Heublein 1, Lutter 1, Bechtel, Fengler, Maile, Hildner.

MTV Stadeln: Bär - Gröger 9/2, Klein 6/4, Kramer 4, Rusch 2, Pallak 2, John 2, Funke 2, Rödl 1, Dietz 1, Heidingsfelder, Scheuerer.

Schiedsrichter: Christian und Johann Deml (beide TSV Schwandorf). -mts-


Nachdem Andre Stegner nach langer Verletzung wieder ins Team zurückgekehrt war, standen den Landesliga-Herren der HG Kunstadt in Stadeln eigentlich alle Spieler zur Verfügung. Doch mit dem teils kopflosen Anrennen gegen den gut gestaffelten Mittelblock der Gastgeber fiel die Torausbeute der HG mehr als mager aus. Foto: mts


nach oben

Design by TMT © Obermain Tagblatt 2008 - Der Inhalt dieser Seiten ist urheberrechtlich geschützt. Die Nachrichten sind nur für die persönliche Information bestimmt. Jede weitergehende Verwendung, insbesondere die Speicherung in Datenbanken, Veröffentlichung, Vervielfältigung und jede Form von gewerblicher Nutzung sowie die Weitergabe an Dritte - auch in Teilen oder in überarbeiteter Form - ohne Zustimmung des Obermain Tagblatts sind untersagt.