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08.03.2010 | 20:00 Uhr

Titelaspirant in bestechender Form

TSL-Männer haben beim 22:40 (12:22) gegen HSG Fichtelgebirge nicht den Hauch einer Chance

HANDBALL-BEZIRKSOBERLIGA - Es gibt Spiele, da kann man machen, was man will. Wenn‘s nicht läuft, läuft‘s nicht! So erging es den Handballern der TS Lichtenfels vor heimischem Publikum gegen den Titelanwärter HSG Fichtelgebirge. Der hervorragend eingestellte Favorit spielte seine Überlegenheit ohne Gnade aus und fügte dem Aufsteiger aus der Korbstadt, der sich in der Hinrunde noch recht achtbar gegen ihn gewehrt hatte, mit dem 22:40 (12:22) die bisher höchste Niederlage in der Bezirksoberliga zu.

Dass den Einheimischen trotz guter kämpferischer Einstellung kein besseres Ergebnis gelang, lag vor allem daran, dass der Tabellenzweite eine spielerische Spitzenleistung ablieferte und das mäßige Auftreten vor Wochenfrist gegen den TV Rehau wieder gut machen wollte. Von der kompakten Abwehr mit dem überragenden Keeper René Rieß bis zum attraktiven Angriffsspiel mit sehenswerten Kontern - bei der HSG stimmte einfach alles.

In den ersten sechs Minuten war die TSL ihrem Gast noch ein gleichwertiger Gegner. Sebastian Schülein und Philipp Rödel erzielten die 1:0- und 2:1-Führung. Auch den ersten Rückstand machten die Gastgeber durch ein Tor aus der zweiten Reihe von Andreas Kraus wett (4:4/6.). Nach leichtsinnigen Ballverlusten der „Turner“ rissen die Gäste die Partie an sich und warfen durch Konter innerhalb kürzester Zeit den 8:4-Vorsprung heraus (8.). Die darauf folgende Auszeit von TSL-Coach Luggi Scherer stoppte die HSG-Antriebsmaschine etwas. Sein Team näherte sich auf 8:11 (15.).

In der Folge blieben aber gleich mehrere Würfe der Gastgeber im gegnerischen Abwehrblock hängen, und auch der starke Rückhalt Rieß im Tor zeigte klasse Paraden. Die misslungenen Kreisanspiele der TS nutzten die Depolt-Schützlinge ebenfalls, um mit dem 17:11 schnell wieder für klare Verhältnisse zu sorgen. Große Lücken in der Abwehr, zu wenig Chancen und nicht verwertete Siebenmeter spiegelten die Unterlegenheit der TSL an diesem Tag deutlich wider. Das 12:22 zur Pause war die logische Folge.

Die Gäste zogen ihr klasse Spiel auch in den zweiten 30 Minuten konsequent durch. Allerdings konnte der Lichtenfelser Torhüter Wolfgang Eller manch gute Gelegenheit der HSG vereiteln. Die Korbstädter versuchten alles, bissen sich jedoch weiterhin an der gegnerischen Deckung die Zähne aus. Lediglich über den Rückraum blieben der TSL noch Möglichkeiten. Carsten Hansen markierte auf diese Weise in Unterzahl den 18:29-Zwischenstand.

Bei den Gästen war hauptsächlich Dominik Hartmann nicht zu bremsen, der haargenaue Konterpässe mit schönen Toren abschloss. Beim 19:38 (55.) stellten die TSler ihre Deckung um und kamen Dank ihrer offensiven Spielweise noch zu Tempogegenstößen. Der schnelle Sebastian Schülein konnte mit seinen verwandelten Kontern zum 22:40 noch leichte Ergebniskosmetik betreiben.

TS Lichtenfels: A. Lutz/Eller - C. John, Goller, Rödel 2, Hansen 2, Korte 1, Fleischhauer 1, Schülein 3, Eckert, Jung 3, Scherer 7, Kraus 3.

HSG Fichtelgebirge: Rieß – St. Tröger 5/1, Burger 1, Bralic 1, Flasche 7, Ziegler, M. Tröger 1, Vogel 2, Hartmann 14/2, Lagershausen 5, Birner 4.

Schiedsrichter: Hacker, Müller (HC Creußen).

Zuschauer: ca. 150. -gü-


Im Spiel gegen den Titelaspiranten HSG Fichtelgebirge gab es für die TSL-Handballmänner nichts zu holen. Nachwuchsspieler Carsten Hansen (Nr. 6) knackte die kompakte HSG-Abwehr jedoch mit seiner Sprungkraft und erzielte zwei schöne Tore aus der zweiten Reihe. Foto: gü


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