HALLENFAUSTBALL - Mit dem verdienten Sieg des TV Stammheim ging am Sonntagnachmittag die Deutsche Meisterschaft der Männer im Hallenfaustball zu Ende. Im Finale wurde der Ahlhorner SV mit 3:0 Sätzen bezwungen.
Bronze ging an TV Vaihingen/Enz vor MTV Hammah, VfK Berlin und dem TV Öschelbronn.
Vorrunde
In der Vorrunde am Samstag eröffnete der Titelverteidiger MTV Hammah als Erster der Bundesliga Nord vor über 500 Zuschauern in der Adam-Riese-Halle in Bad Staffelstein das Turnier gegen den Dritten der Nordstaffel, den Feldmeister VfK Berlin. Die Hauptstädter legten los wie die Feuerwehr (11:6-Satzgewinn), mussten sich aber letztlich doch noch 1:3 (11:13, 9:11, 6:11) beugen. Beim Aufeinandertreffen des Ersten der Südstaffel, dem TV Vaihingen/Enz, und dem Dritten TV Öschelbronn zeigte sich im ersten Satz die Nervosität des Aufsteigers Öschelbronn. Mit 11:3 gewann Vaihingen deutlich. Doch im zweiten Durchgang wehrten sich die Schwarzwälder und schafften mit 11:9 den Satzgewinn. Wieder mit 11:3 holten sich die Schwaben den dritten Satz und konnten auch den hart umkämpften vierten Durchgang mit 12:10 gewinnen.
Gegen den Süd-Zweiten TV Stammheim musste der VfK Berlin unbedingt gewinnen, um nicht auszuscheiden, doch die Stuttgarter holten sich mit 11:8 und 11:9 die ersten beiden Sätze. Auch das 11:9 für Berlin bedeutete nur einen kurzen Hoffnungsschimmer, denn mit 11:6 sicherte sich Stammheim das 3:1. Im vierten Spiel traf der Nordzweite Ahlhorner SV auf den TV Öschelbronn, für den es auch um den Verbleib im Turnier ging. Doch auch hier gewann Ahlhorn (11:5, 11:8, 12:14, 14:12).
Die Teilnehmer der Halbfinals standen fest, nur über die Paarungen entschieden noch die Spiele Hammah gegen Stammheim (3:0/11:9, 11:9, 13:11) und Vaihingen gegen Ahlhorn (3:0/11:8, 11:3, 11:6 ). Somit standen Hammah und Vaihingen als Vorrundensieger fest.
Halbfinals
Am Sonntag fanden über 700 Zuschauer den Weg in die Adam-Riese-Halle, unterstützten die Mannschaften stimmgewaltig mit Trommeln und Tröten. Beim ersten Halbfinale kam der MTV Hammah gegen den Ahlhorner SV gar nicht ins Spiel. Die ersten beiden Sätze gewann Ahlhorn mit 11:6 und 11:6. Erst jetzt wachte Hammah auf und holte sich mit 11:5 und 11:5 deutlich den Satzausgleich. Spannung pur im entscheidenden fünften: Beide Teams hatten Matchbälle, am Ende hatte der Ahlhorner SV mit 14:12 das glücklichere Ende für sich.
Im zweiten Halbfinale standen sich die beiden Südteams Vaihingen und Stammheim gegenüber. Vaihingen/Enz holte sich den 1. Satz klar mit 11:4. Doch dann kam der TV Stammheim mit der größten und stimmgewaltigsten Fangemeinde ins Rollen. Mit 11:7, 11:9 und 11:7 wurde der Südmeister bezwungen.
Um Bronze
Im Duell der Staffelmeister und Vorrundensieger standen sich im Spiel um Bronze der MTV Hammah und der TV Vaihingen/Enz gegenüber. Beim endtrohnten Titelverteidiger aus dem Norden war die Luft raus, Vaihingen siegte mit 3:0 (11:4, 11:9, 11:7), Rang drei.
Das große Finale
Das große Finale um die Deutsche Meisterschaft sah mit dem Ahlhorner SV und dem TV Stammheim etwas überraschend beide Vorrundenzweite. In einem spannenden 1. Satz konnte sich kein Team absetzen, deshalb ging es in die Verlängerung. Bei packenden Blockduellen gegen den Ahlhorner Juniorennationalspieler Christoph Johannes hatte der Stammheimer Nationalspieler Marc Krüger etwas öfter die Nase vorn. Und die Abwehr mit Alwin Oberkersch, Christian Nacke und Steffen Kowalik kratzte den einen oder anderen Angriff der Norddeutschen noch aus dem Eck. So konnte Spielertrainer Jan Hoffrichter seinem Angreifer Marc Krüger die Bälle sauber zuspielen. Mit 13:11 gewann Stammheim den ersten Durchgang.
Auch der zweite Satz war ausgeglichen. Die 700 Zuschauer in der Halle und 250 Fans im Internet-Livestream sahen spektakuläre Ballwechsel mit gehechteten Abwehraktionen und knallharte Angriffe, aber auch raffiniert gespielte Trickbälle. Die Teams boten Faustballsport auf höchstem Niveau; mit 12:10 holte sich Stammheim die 2:0-Satzführung.
Mit Nils-Christoffer Carl für den nachlassenden Philipp Meiners wollte der Ahlhorner SV im 3. Satz das Blatt wenden, doch die Schwaben ließen sich in ihrem Lauf nicht mehr bremsen - nach dem Matchball zum 11:6 stand die gesamte Halle begeistert auf. Das Team konnte sich von seinen Fans unter Konfettiregen auf dem obersten Treppchen feiern lassen.
Von allen Teilnehmern und Zuschauern wurde die ausrichtende Faustballabteilung des TSV Staffelstein gelobt. Viele sprachen von der besten jemals ausgerichteten Meisterschaft im Faustball. OK-Chef Bernd Donath dankte daher auch den vielen Helfern, die das erst ermöglicht haben.
Viele tolle Bilder, alle Ergebnisse gibt es auf der DM-Homepage: www.faustball-dm.tsv-staffelstein.de. -rol-
