REDWITZ

Rasante Melodien und diffizile Rhythmik

Die Brass Band Bamberg gastiert in „Sankt Michael“ in Redwitz. Foto: red

Die „Brass Band Bamberg“ gibt am Samstag, 17. Februar, ab 18.30 Uhr in der Sankt-Michael-Kuratie ein Konzert. Der Eintritt ist frei.

Seit knapp vier Jahren stehen die 35 Musikerinnen und Musiker gemeinsam auf der Bühne und können bereits auf einen Sieg in der Mittelstufe bei der Deutschen Brass Band-Meisterschaft 2016 zurückblicken. Der Name „Brass Band Bamberg“ ist eine Hommage an die Heimat der Musiker und an den Kreisverband Bamberg des Nordbayerischen Musikbundes, von dem die Band in den Anfangsjahren großzügige Starthilfe erhalten hat und dem sie treu bleiben möchte.

An diesem Abend gibt Franz Matysiak sein Debüt als neuer Dirigent der Band und schwört seine Mannschaft auf die Deutsche Meisterschaft 2018 ein. Der studierte Bassposaunist ist ein Pionier der Brass-Band-Bewegung in Deutschland. Als künstlerischer Leiter der Bayerischen Brass Band Akademie gelang ihm mit deren Flaggschiff, der „3BA Concert Band“, fünfmal in Folge der Sieg in der höchsten Klasse der Deutschen Meisterschaft sowie der Sieg in der B-Section der Europameisterschaft, so etwas wie der UEFA-Cup der Brass-Band-Szene. „Eine Brass Band ist wie ein Sportwagen, flink, mit viel Power, wendig und agil“, begründet der neue Chef seine Begeisterung.

Heuer wollen die Bamberger eine Klasse höher, in der sogenannten 2nd Division, antreten. Das bedeutet monatelange akribische Vorbereitung. Rasante Melodieverläufe und diffizile Rhythmik machen es den Musikern nicht leicht. Die große B-Tuba muss zuweilen flinker sein als so manche Klarinette in der traditionellen Blasmusik. Und die Wertungsrichter verzeihen keine Fehler. Über 20 Minuten muss jeder Ton an Ort und Stelle sein, sonst wird es mit dem Sieg schwer.

„Eine Brass Band ist wie ein Sportwagen, flink, mit viel Power, wendig und agil.“
Franz Matysiak, Dirigent

Diese Spannung wird geradezu greifbar, hört man den Musikern ein wenig beim Proben zu. Die Blicke sind hoch konzentriert nach vorne gerichtet, es herrscht ein gewaltiger Luftverbrauch, und bei jedem gelungenen Solo gibt es anerkennendes Schulterklopfen von den Satzkollegen. Auch vom Dirigenten gibt es Lob: „Was mir an den Bambergern gefällt, ist, dass sie hungrig sind. Nach der ersten Probe ist klar, dass wir gut zusammenpassen. Ich habe die Aufgabe, eine tolle Band daraus zu formen, die überzeugt und Spaß an Leistung hat. Und darauf freue ich mich!“