MARKTZEULN

Baugebiet „Sandersgarten-Nord“ gebilligt

Der Bebauungsplan „Sandersgarten-Nord“ in Marktzeuln nimmt Formen an. Die Ausweisung für bis zu 38 Parzellen soll als allgemeines Wohngebiet erfolgen. Das Areal schließt sich nördlich an das bestehende Baugebiet „Sandersgarten“ an und liegt linker Hand am Ortsausgang von Marktzeuln in Richtung Lettenreuth an der Staatsstraße 2191. Gegenüber befindet sich die Einfahrt zur Kart-Arena auf dem Spitzberg. Der Gemeinderat billigte in seiner Sitzung am Montag die Festsetzungen des Planes, die Norbert Köhler vom Ingenieurbüro IVS erläuterte.

Maximalhöhe zwölf Meter

„Die eingebrachten Änderungen des Vorentwurfs wurden berücksichtigt. Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger der öffentlichen Belange kann vorgenommen werden“, stellte der Ingenieur fest. Die Anzahl der Vollgeschosse wird im Teilgebiet eins auf zwei und im Teilgebiet zwei auf drei festgesetzt.

Die zulässige Höhe der Häuser dürfe zwölf Meter nicht überschreiten. Es wurde eine offene Bauweise mit Einzel- oder Doppelhäusern festgesetzt. Je 400 Quadratmeter ist ein einheimischer, großkroniger Laubbaum oder ein hochstämmiger Obstbaum zu pflanzen. Unbebaute Flächen sind zu begrünen.

Dachfarbe ziegelrot oder schiefer

Zugelassen sind Sattel-, Walm- und Pultdächer mit Tondachziegeln, Betondachsteinen und Titanzinkblechen in den Farben ziegelrot oder schiefer. Wintergärten, Solaranlagen und Dachbegrünungen sind grundsätzlich möglich. Nebengebäude wie Garagen, Geräteschuppen und Gartenhäuser sind nur innerhalb der überbaubaren Flächen möglich.

Für die Fassadengestaltung sind ortstypische Materialien zu verwenden. Wird eine Grundstückseinfriedung vorgenommen, so darf die Höhe zu den Verkehrsflächen einen Meter nicht überschreiten.

Geruch ist hinzunehmen

Um die Kanalisation zu entlasten und die Grundwasserbildung zu unterstützen, sollten Grundstückseinfahrten und Fahrzeugstellplätze mit wassergebundenen Decken oder als Grünflächen mit Pflastersteinen ausgeführt werden. Staub- und Geruchsemmissionen jeglicher Art, die bei der Nutzung von landwirtschaftlichen Flächen hervorgerufen werden, sind von den Anwohnern hinzunehmen. Um den Trinkwasserverbrauch im Baugebiet zu senken, wird empfohlen, das Niederschlagswasser von Dächern zu sammeln und das Brauchwasser zur Gartenbewässerung zu verwenden.

Fortführung des Fassadenprogramms

Auf Anfrage der Zweiten Bürgermeisterin Petra Niechziol hinsichtlich der Reservierung von Bauplätzen, gab Bürgermeister Gregor Friedlein-Zech bekannt, dass diese nach dem Eingang beim Bauamt nach zeitlicher Abfolge vorgenommen werden.

„Je früher, desto besser“, riet der Bürgermeister hinsichtlich mehrerer Anfragen. Reservierung würden im Bauamt von Heidi Bauer unter der Tel. (09574) 623622 entgegengenommen.

Für die Bedarfsmeldung im Städteförderprogramm 2018 soll bei der Regierung von Oberfranken die Fortführung des Fassadenprogramms für Privatanwesen gemeldet werden, beschloss der Gemeinderat. Dies gelte auch für die Erstellung des Integriertem Städtebaulichen Konzepts.

Gegen die Entwürfe der Bebauungspläne „Auwiese“ und des „Gewerbegebiets Seewiese“ in Burgkunstadt bestanden keine Einwände.

Aus der nichtöffentlichen Sitzung

Bekanntgaben aus der nicht öffentlichen Sitzung vom 6. November: Vergabe einer Überdachung am Feuerwehrhaus für die Nutzung als Sandsacklagerplatz an die Schreinerei Gerd Haderlein, Marktzeuln, mit einer Auftragssumme von 13 538 Euro. Der Auftrag für die Lieferung und den Einbau neuer Sektionaltore für den Bauhof wurde für 14 622 Euro an die Firma Hümmer in Altenkunstadt vergeben.

Die Gesamtkosten für die Beschaffung von Atemschutzanzügen für die Feuerwehr Horb belaufen sich auf rund 11 000 Euro. Der Gemeinderat beschloss außerdem die Beschaffung von elf Überjacken und Überhosen sowie die Annahme einer Geldspende der Freien Wähler Marktzeuln in Höhe von 3000 Euro für die Errichtung einer Außensitzgruppe an der Grundschule Marktzeuln.

Die Firma Garaventa Lift GmbH aus Köln erhielt den Auftrag für einen Treppenlift am Rathauseingang zum Angebotspreis von 16 713 Euro.