WEIDHAUSEN

15 neue Bauplätze für Weidhausen

Die Gemeinde wächst weiter. Bei seiner Sitzung am Montagabend brachte der Gemeinderat die Erschließung des Baugebiets „Mühlleite“ auf den Weg. Angesichts der mittlerweile soliden Finanzlage der Gemeinde fiel das leicht.

Von der Mühlgasse in Weidhausen werde sich die Mühlleite als neue Erschließungsstraße nach oben ziehen, so der Planer Hans-Dieter Göhring. Die Zufahrt zum neuen Wohngebiet werde eine etwa zwölfprozentige Steigung aufweisen, weshalb Böschungen einen Teil des Geländes in Anspruch nähmen. Bereits im nächsten Jahr sollen 15 Bauplätze entstehen. Weitere 21 sind für 2019 geplant.

Eine Treppe als direkte Verbindung zur Mühlgasse, wie sie Walter Lorper, Freie Bürger, wünschenswert findet, wird es höchstwahrscheinlich nicht geben. Bürgermeister Markus Mönch verwies auf hohe Kosten von um die 150 000 Euro. Alternative ist ein weniger aufwendiger Fußweg.

„Der seit 2009 eingeschlagene Sparkurs trägt Früchte.“
Markus Mönch, Bürgermeister

Investitionen, wie sie jetzt in das neue Wohngebiet erfolgen, fallen der Gemeinde leichter als in früheren Jahren. „Der seit 2009 eingeschlagene Sparkurs trägt Früchte“, erklärte ein sichtlich erleichterter Bürgermeister. Nicht nur 2018, sondern auch in den nächsten Jahren könne die Gemeinde von einer soliden Finanzlage ausgehen. Und Kämmerer Gerhard Friedrich ergänzte: „Auch 2019 bis 2021 wird der Ausgleich des Haushalts ohne weitere Kreditaufnahmen möglich sein.“

Der vom Gemeinderat einstimmig verabschiedete Haushalt 2018 hat im Verwaltungshaushalt ein Volumen von rund 6,1 Millionen und im Vermögenshaushalt von rund 1,4 Millionen Euro. Um etwa 320 000 Euro werde die Gemeinde ihre Schulden abbauen und im kommenden Jahre einen Schuldenstand von etwa 1,8 Millionen Euro erreichen, so der Kämmerer.

Damit liege die Pro-Kopf-Verschuldung unter dem Landesdurchschnitt vergleichbar großer Gemeinden. Friedrich geht für 2018 von einer Rücklage von rund 970 000 Euro aus. Aus der Gewerbesteuer rechnet er mit Einnahmen in Höhe von zirka 1,5 Millionen Euro, aus der Einkommensteuer mit rund 1,4 Millionen Euro. Friedrichs Fazit: „Die Konsolidierungsphase ist abgeschlossen.“

Die Erschließung des Baugebiets „Mühlleite“ ist die größte Investition 2018. Dafür sind im Haushalt etwa 630 000 Euro vorgesehen. In den Jahren darauf hat sich die Gemeinde viel vorgenommen. Geplant sind die Sanierung der Schulturnhalle in Weidhausen und – wenn es die Kassenlage erlaubt – der Neubau eines Kinderhorts. Die Fraktionen waren vom Haushaltsentwurf überzeugt. „Ein grundsolider Haushalt, wir können Schulden abbauen und dennoch investieren“, kommentierte Michael Hofmann, CSU. „Es ist gut, dass wir auch Geld haben, um in unsere Kindertagesstätten und die Schule zu investieren“, so Walter Lorper.

„Die Gemeinde hat die Weichen für die Zukunft gestellt“, meinte André Karl, SPD.

Kritik an der SÜC Coburg

Kritisch äußerte sich Bürgermeister Markus Mönch über die Städtischen und Überlandwerke SÜC Coburg, die in Weidhausen für die Straßenbeleuchtung zuständig sind. Mönch sprach von „Riesenproblemen“. Ausfälle von Laternen etwa würden nur schleppend behoben. Darauf angesprochen hätten sich die SÜC zwar aufgeschlossen gezeigt. Doch wirkliche Besserung sei noch nicht erreicht.

Die Gemeinde strebe jetzt einen Wartungsvertrag mit den Werken an.