publiziert: 18.05.2017 17:05 Uhr
aktualisiert: 26.05.2017 03:33 Uhr
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Ohne Eintritt in die Ausstellung

Am Internationalen Museumstag am Sonntag, 21. Mai, laden auch die Museen im Landkreis ein
  • Die von Herzog Maximilian in Bayern von seiner Orientreise mitgebrachte Mumie ist im Museum Kloster Banz zu bewundern. 
    FOTOS: red
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Am Sonntag, 21. Mai, findet bundesweit der Internationale Museumstag statt, der in diesem Jahr unter dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung!“ steht. Natürlich beteiligen sich auch die Museen im Landkreis Lichtenfels, die an diesem Tag ohne Eintritt besucht werden können, mit besonderen Ausstellungen, Führungen oder Aktionen.

Um 10 Uhr öffnet das Museum Kloster Banz seine Pforten. Bis 17 Uhr besteht die Möglichkeit, die Sonderausstellung „Vom Nil an den Main – aus Nubien nach Franken. Der ,Banzer Stein‘ vom Tempel von Dendur“ zu besichtigen.

Herzog Maximilian in Bayern brachte von seiner Orientreise im Jahr 1838 zahlreiche ägyptische Altertümer mit nach Europa, die er anschließend im Kloster Banz ausstellen ließ. Das bedeutendste dieser Ausstellungsstücke ist ein mit Reliefs dekorierter und mit hieroglyphischen Inschriften versehener Sandsteinblock, der als 643. Stein der um 20 vor Christus unter Kaiser Augustus errichteten Tempelanlage von Dendur identifiziert werden konnte. Der Tempel befindet sich seit 1978 im New Yorker Metropolitan Museum of Art.

Souvenirs aus dem Orient

„Die Sonderausstellung zeigt die Geschichte des Tempels von Dendur von der Antike bis in die Neuzeit“, verrät Museumsleiterin Brigitte Eichner-Grünbeck. „Außerdem ist im Museum Kloster Banz die einzigartige orientalische Sammlung von Herzog Maximilian in Bayern mit Denkmälern aus dem antiken Sudan zu sehen.“ Während der Eintritt ins Museum am Internationalen Museumstag kostenlos ist, müssen für Führungen die üblichen Gebühren gezahlt werden. Ab 10 Uhr freut sich auch das Deutsche Korbmuseum in Michelau (Bismarckstraße 4) über Besucher. Als besonderes Highlight können Gäste im Laufe des Nachmittags Korbflechtern bei der Arbeit zusehen: Von 13.30 bis 16.30 Uhr bieten sich die Flechtvorführungen der Lebenden Werkstätten an, um aus erster Hand mehr über das Flechthandwerk zu erfahren.

Einblick ins jüdische religiöse Leben

In der ehemaligen Synagoge in Altenkunstadt lädt Inge Göbel um 11 Uhr zu einer Führung durch das Museum ein, in dem zahlreiche Ausstellungsstücke an die Geschichte der jüdischen Gemeinden am Obermain erinnern. Einen großen Raum nehmen originale Kultgegenstände ein, die einen Einblick in das jüdische religiöse Leben vermitteln. Darüber hinaus informiert die Dauerausstellung über das Schulwesen und die Selbstverwaltung der jüdischen Gemeinde sowie über die Geschäftstätigkeit ehemaliger jüdischer Mitbürger. Treffpunkt ist vor der ehemaligen Synagoge in Altenkunstadt (Judenhof 3).

Das Deutsche Schustermuseum in Burgkunstadt (Marktplatz 1) lässt mit vielen Exponaten die Geschichte der Schuhindustrie am Obermain lebendig werden und zeigt die Entwicklung von der Schusterstube bis zur Fertigung in den Schuhfabriken. Am Internationalen Museumstag ist das Museum von 13 bis 16 Uhr geöffnet. Außer der interessanten Dauerausstellung ist die Sonderausstellung „Miniaturen und große Größen“ zu sehen. Das Stadtmuseum Bad Staffelstein (Kirchgasse 16) ist von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Stadtarchivarin Adelheid Waschka hat für den Internationalen Museumstag die Sonderausstellung „Nationalsozialismus am Obermain und seine Folgen“ zusammengestellt. „Die Ausstellung wird bereits am Samstag, 20. Mai, um 15 Uhr eröffnet“, verrät die Museumsleiterin. „Deshalb laden wir auch zur Eröffnung herzlich ein.“

Zur gleichen Zeit sind – last but not least – auch die Museen in Lichtenfels, in Klosterlangheim und in Weismain geöffnet. Das Lichtenfelser Stadtmuseum (Bamberger Straße 3a) mit seinen Schwerpunkten Eisenbahn, Korbhandel und Schneyer Porzellan freut sich ebenso über Besucher wie das Heimatmuseum Klosterlangheim (Abt-Mösinger-Straße 4), das die Geschichte des bedeutenden Zisterzienserklosters aufzeigt.

Inspiration für Spaziergänge

Ein Besuch des Weismainer NordJURA-Museums (Kirchplatz 7) lässt sich am besten mit einer Wanderung in herrlicher Natur verbinden: Besonders im Raum „Mühlen und Natur“ können sich Besucher inspirieren lassen. Informationen über die landschaftlichen Schönheiten des Kleinziegenfelder Tals mit seinen Mühlen und dem Apollofalter, der hier heimisch ist, sind bestimmt ein Anreiz, um sich die eine oder andere Mühle während eines Spaziergangs im Original anzusehen. Wer möchte, kann sich um 16 Uhr einer Führung durch die Dauerausstellung anschließen.

Ab sofort können Museumsbesucher auch wieder Stempel sammeln. Karten hierfür sind in den Museen im Landkreis Lichtenfels erhältlich. Wer alle Museen des Landkreises besucht hat, kann sich über eine kleine Überraschung freuen.

red
    
    

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