publiziert: 19.04.2017 15:40 Uhr
aktualisiert: 27.04.2017 03:33 Uhr
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Vier Ratenzahlungen für die Bürger

Die Abrissarbeiten für die geplante Erweiterung der Kläranlage haben begonnen
  • Die Abrissarbeiten für die geplante Erweiterung der Kläranlage in Michelau haben begonnen. FOTO: Andreas Welz 
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Rund 4,6 Millionen Euro wird die Sanierung der Kläranlage des Abwasserzweckverband Marktzeuln-Michelau kosten. Bei seiner Sitzung am vergangenen Dienstag im Michelauer Rathaus wurde die Verbesserung und Erneuerung der Kläranlage und der Mischwasseraufbereitungsanlage einstimmig beschlossen. Der Vorsitzende, Bürgermeister Helmut Fischer, machte deutlich, dass die wasserrechtliche Einleitungsgenehmigung unter Einhaltung von Auflagen aus wasserrechtlichen Gründen bis November 2022 abgeschlossen sein muss.

„Die Finanzierung kann durch Ratenzahlung von jedem

Betroffenen entsprechend, ohne in Probleme oder ohne in soziale Not zu kommen,

bewältigt werden.“

Helmut Fischer, Vorsitzender

Die Kosten sollen durch Beiträge auf die Bürger umgelegt werden, gab Fischer bekannt. Dabei ergeben sich ein Geschossflächenbeitrag von 2,6518 Euro pro Quadratmeter und ein Grundstücksflächenbeitrag von 14,59 Cent pro Quadratmeter. Ein Wohngrundstück mit etwa 750 Quadratmetern und einer Wohnfläche von 200 Quadratmetern werde mit rund 650 Euro belastet. Fischer war sich sicher: „Die Finanzierung kann durch Ratenzahlung von jedem Betroffenen entsprechend, ohne in Probleme oder ohne in soziale Not zu kommen, bewältigt werden“.

Die erste Rate mit rund 40 Prozent des voraussichtlichen Gesamtbetrages wäre zum 15. Oktober 2017, die zweite Rate mit 35 Prozent zum 15. Juni 2018 und die dritte Rate mit 15 Prozent zum 15. Juni 2019 vorzusehen. Nach Abschluss und Abrechnung der Gesamtmaßnahme, voraussichtlich im Jahr 2020/2021, würde dann eine vierte Rate unter Anrechnung der bereits geleisteten Vorauszahlungen erfolgen.

Keine Spielräume vorhanden

„Die betroffenen Haushalte und Firmen oder Vereine, werden durch ein Infoblatt in den nächsten zwei oder drei Wochen entsprechend informiert und aufgeklärt“, sagte der Vorsitzende. Noch vor der Sommerpause im Juni oder Juli werde ein Beitragsbescheid erlassen, der dann die erste, zweite und dritte Rate mit Zahlungstermin festsetze.

Die fachliche Überprüfung ergab, dass die Schlammbehandlung, „das Herz“ der Abwasserentsorgung, an der Kapazitätsgrenze arbeite und keine Spielräume in Bezug auf die Betriebssicherheit vorhanden sind, da nur ein Belebungsbecken vorhanden ist, erläuterte der Vorsitzende. Auch im Kanalnetz bestehe bei den Regenüberlaufbecken entsprechender Sanierungsbedarf, um den heutigen Stand der Technik einhalten zu können. Dabei erfolge bei der Kläranlage die Erweiterung der biologischen Reinigungsstufe und die Erneuerung der bestehenden Biologie mit der Schaffung der notwendigen zusätzlichen technischen Ressourcen als Reserve, eine Erneuerung der Phosphatfällstation, eine Erneuerung und Verbesserung der Betriebsgebäude mit Betriebsablauf und Nebenanlagen sowie der Verkehrsflächen und technischen Einrichtungen. Bei der Mischwasserbehandlungsanlage würden hauptsächlich an den Regenüberlaufbecken die erforderlichen technischen Einrichtungen angebracht, um den heutigen Anforderungen an einer Abwasseranlage insbesondere in Hinblick auf den Umweltschutz gerecht zu werden. „Grundsätzlich zielen die gesamten Sanierungsmaßnahmen darauf ab, die immer strenger werdenden Einleitungswerte und den Abwasserbetrieb für die Zukunft zu gewährleisten und zu sichern“, stellte der Vorsitzende fest.

Haushalt verabschiedet

Die Mitglieder des Abwasserzweckverbandes verabschiedeten in ihrer Sitzung einstimmig die Haushaltssatzung für 2017. Sie sieht Einnahmen und Ausgaben des Verwaltungshaushaltes in Höhe von 1,157 Millionen Euro vor. Der Vermögenshaushalt schließt mit Einnahmen und Ausgaben in Höhe von 2,345 Euro ab. Kreditaufnahmen sind nicht vorgesehen. Der Schuldenstand hat sich im vergangenen Jahr auf 735 428 Euro vermindert. Bei einem Einwohnerstand von 8003 Einwohnern ergibt sich eine Pro-Kopf-Verschuldung von 91,89 Euro.

Kämmerer Gerd Bergmann fasste zusammen: „Aufgrund der weiterhin relativ guten Einnahmen bei den Kanalbenutzungsgebühren und den Gebühren für die Straßenentwässerung kann der Verwaltungshaushalt 2017 wieder positiv gestaltet werden“. Für anstehende Investitionen könnten dem Vermögenshaushalt 161 600 Euro zur Verfügung gestellt werden. Mit der Entnahme aus der allgemeinen Rücklage in Höhe von 377 400 Euro könnten die „normalen“ Investitionen 2017 und die Tilgung der ordentlichen Kredite finanziert werden. Es verbleibe noch eine Rücklage für das Haushaltsjahr 2018, mit der dann die Finanzierung der Erschließungen der Baugebiete „Am Kreuzhof“ in Neuensee und „Lettenreuth-West“ erfolgen könne. Dadurch könne eine weitere Kreditaufnahme vermieden werden, so der Kämmerer. Der Finanzplan sehe für die Jahre 2018 bis 2020 Investitionen in Höhe von 3,3 Millionen Euro vor. Auch dieser wurde vom Gremium einstimmig beschlossen.

Von unserem Mitarbeiter Andreas Welz
    
    

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