REUNDORF

Die „Maaqueen“ sticht in See

Bürgermeister Andreas Hügerich (vorne, 3. v. li.) taufte das neue Schiff der Reundorfer Maapiraten auf den Namen „Maaqueen“. Foto: Alfred Thieret

Nachdem Reundorf seit Jahrzehnten für seinen allseits beliebten Faschingsball am Faschingssamstag in der Maintalhalle bekannt ist, hat sich nun schon seit längerer Zeit auch der vom Faschingsverein Maapiraten um seinen Vorsitzenden Klauß Fischer organisierte Faschingsumzug einen Namen gemacht.

Am Faschingsdienstag setzte sich bei der Maintalhalle ein lustiges Völkchen in Bewegung, wobei sich Fußgruppen und von den beteiligten Vereinen geschmückte Wagen abwechselten, und zog durch die Straßen des Dorfes, die von vielen Schaulustigen gesäumt waren. Eine Stunde vor dem Start gab es allerdings ein besonderes Ereignis. Die Maapiraten hatten nämlich ihr Schiff „Mark Twain“ aussortiert und ersetzten es durch das selbst gezimmerte Piratenschiff „Maaqueen“ und befestigten es auf ein von einem Traktor gezogenes Fahrgestell. Unter großer Beteiligung der Bevölkerung nahm Bürgermeister Andreas Hügerich die Schiffstaufe mit einer großen Flasche Sekt vor, während die Maapiraten ihren Schlachtruf sangen: „Wir sind Piraten, Piraten mit nem Schiff, Piraten mit der Hakenhand und Narben im Gesicht“.

Fanfahrenzug voraus

Den Zug durch den Ort führte dann der Fanfarenzug Lichtenfels mit schmissigen Klängen an, gefolgt von den Reundorfer Maapiraten, die sich auf ihrem neuen Schiff verschanzt hatten oder zu Fuß mit Messern zwischen den Zähnen und wild mit Säbeln herumfuchtelnd unterwegs waren. Die Hotstepper des FC Bayern Fanclubs Reundorf hatten sich wie immer einen besonderen Auftritt ausgedacht. Sie traten in Pilotenuniform als Reundorfer Überflieger in Erscheinung.

Der mit bunten Luftballons geschmückte Wagen des CSU-Ortsverbandes ging natürlich auf das aktuelle politische Geschehen mit den Koalitionsverhandlungen ein. Allerdings wurden die auf Martin Schulz gemünzten Sprüche „Martin Schulz als Groko-Freund ist wie jeden Tag ein neuer Joint!“ und „Martin Schulz und Angela macht weiter bla bla bla!“ von den Ereignissen der letzten Tage hinfällig. Das Schild am Traktor „Bä(r) Scheuer(t)“ bezog sich offensichtlich auf die Ministerhoffnungen der beiden CSU-Politiker Dorothee Bär und Andreas Scheuer.

„Wir löschen jeden Brand“

Entsprechend dem Motto der Faschingssaison hatte sich die Reundorfer Feuerwehr ganz auf die Hippie-Zeit der 1960-er Jahre und die Devise „Love and Peace“ eingestellt. Aber auch der für die Faschingszeit zweideutige Spruch „Wir löschen jeden Brand“, war zu lesen. Die Damen der Gymnastikgruppe des Radfahrvereins Concordia hatten ebenfalls der Flower Power-Zeit Tribut gezollt und sich als Hippie-Mädchen verkleidet und eine Kindergruppe des Vereins war ebenso dabei. Wie immer in den vergangenen Jahren war auch wieder ein Wagen der Nachbargemeinde Schönbrunn im Einsatz, die sich als „Tauchschule gluck, gluck“ vorstellte.

Außerdem verteilten die Feuerwehrleute ebenso wie die Hotstepper Bier und Klopfer sowie Brezen und Salzstangen. Die Feuerwehr sorgte natürlich wieder für die Absicherung der Strecke. Beim anschließenden Kinderfasching in der Maintalhalle feierten auch viele Erwachsene mit.

Die „Hotstepper“ des Bayern Fanclubs traten als Reundorfer Überflieger in Erscheinung. Foto: Alfred Thieret
„Wir löschen jeden Brand“ und „Love and Peace“ hießen die beiden Devisen der Feuerwehr. Foto: Alfred Thieret