LICHTENFELS

„Wir sagen euch an den lieben Advent“

Monika Groh (li.) fesselte eine fröhliche Kinderschar mit einer spannenden Geschichte, die sich um Freundschaft und Toleranz drehte. Foto: FOTO Joachim Wegner

Die Adventszeit gemeinsam mit der Familie beginnen, den Adventskranz für die Familie selbst binden, Geschichten lesen und sich in unterschiedlichen Rollen ausprobieren. Das waren die Höhepunkte eines Familienwochenendseminars am 1. Advent der evangelischen Kirchengemeinde Lichtenfels, der Evangelischen Jugend und des Evangelischen Bildungswerkes in der Evangelischen Tagungs- und Bildungsstätte in Bad Alexandersbad. Zwölf Familien waren der Einladung gefolgt und hatten sich auf den Weg ins Fichtelgebirge gemacht, um sich gemeinsam auf die Adventszeit einzustimmen.

Fackelwanderung im Schnee

Zum Einstieg in das Wochenende, das von Dekanatsjugendreferent Reiner Babucke, Martina und Joachim Wegner mit Unterstützung von Pfarrerin Anne Salzbrenner vorbereitet worden war und viel Wissenswertes, Kreatives, Musikalisches und Entspannendes zum Thema beinhaltete, wanderten die Teilnehmer mit Fackeln durch den verschneiten Schloss- und Kurgarten von Bad Alexandersbad.

Am Samstagvormittag banden die Familien unter Anleitung von Martina Wegner und Pfarrerin Anne Salzbrenner ihren Adventskranz für die beginnende Adventszeit selbst. Die vier Kerzen wurden liebevoll und individuell gestaltet. Zuvor erfuhren die Teilnehmer von Joachim Wegner, dass Pastor Johann Hinrich Wichern in Hamburg die Tradition des Adventskranzes in das Leben gerufen hat:

Der Pfarrer hatte vor etwa 150 Jahren Waisenkinder aufgenommen und sich um sie gesorgt. Er ermöglichte ihnen eine schulische und berufliche Ausbildung. Um den Kindern die Wartezeit bis zum Heiligen Abend zu verkürzen, entwickelte er einen Kranz, der für jeden Adventssonntag eine weiße Kerze und die Wochentage jeweils sechs rote Kerzen enthielt.

Spannende Workshops

Am Samstagnachmittag konnten die Familien im Bildungszentrum in unterschiedlichen Workshops Elemente für den späteren gemütlichen Adventsabend erarbeiten: Mit Christine Babucke gestalteten die Teilnehmer eine Bilderbuchgeschichte zu einem Schattentheater um. Dekanatsjugendreferent Reiner Babucke hatte einen Sketch im Gepäck, bei dem große und kleine Teilnehmer in lustige Rollen schlüpften. Joachim Wegner hatte Adventsgeschichten ausgewählt, die die Familien mit ihren eigenen Lieblingsgeschichten ergänzten. Wer Backen ohne Backofen ausprobieren wollte, konnte mit Martina Wegner Lokomotiven und Schneemänner aus Pfeffernüssen und Dominosteinen herstellen.

Selbst Licht sein

Am Abend genossen die Familien einen unterhaltsamen Adventsabend. Erwachsene und Kinder lauschten spannenden und vergnüglichen Geschichten und erfreuten sichan einer Parodie, sangen adventliche Lieder und schmeckten Orangen, Nüsse und Spekulatius.

Der Gottesdienst zum ersten Advent in der Kapelle der Tagungsstätte erinnerte die Familien daran, dass die Adventszeit eine Zeit der Erwartung ist, die der Vorbereitung einer Geburtstagsfeier gleicht. Der Adventskranz macht deutlich, dass es in den vier Adventswochen nach und nach immer heller wird, bis am 24. Dezember die Geburt Jesu gefeiert wird. Lektorin Christine Babucke ermunterte Kinder und Erwachsene dazu, selbst Licht zu sein und für andere zum Licht zu werden.

Reiner Babucke (re.) leitete Kinder und Jugendliche bei der Verzierung ihrer Kerzen für den Adventskranz an. Foto: Joachim Wegner
Eifrig gingen die Familien beim Binden ihrer Adventskränze ans Werk. Pfarrerin Anne Salzbrenner (re.) unterstützte sie dann beim Dekorieren. Foto: Joachim Wegner