WEISMAIN

Die Jugend hängt sich rein

In Reih und Glied waren die Jugendlichen zu Beginn des Kreisjugendleistungsmarsches angetreten. FOTOs: Dieter Radziej Foto: Dieter Radziej

Einem Wettstreit stellte sich die Feuerwehrjugend des Landkreises Lichtenfels. Dazu bot der 26. Kreisjugendleistungsmarsch in Verbindung mit dem Kreisjugendfeuerwehrtag eine gute Gelegenheit. Anlass zum Feiern hatte diesmal auch die Feuerwehrjugend von Weismain, die vor 25 Jahren gegründet wurde.

Zahlreiche Feuerwehrführungskräfte, Aktive und Bürgermeister waren in Weismain vor dem Feuerwehrgerätehaus zur Eröffnung des 25. Kreisjugendfeuerwehrtages „angetreten“ und wurden vom Kreisbrandrat Timm empfangen. Sein besonderer Gruß galt den rund 100 Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Lichtenfels, die an zwölf Wettkampfstationen ihr technisches Können und Fachwissen unter Beweis stellen durften.

Sich untereinander kennenlernen

Zudem sei es ein Anliegen des Kreisfeuerwehrtages, so Vogler, dass sich die Jugendlichen aus den einzelnen Feuerwehren besser kennenlernen und sich mit den grundlegenden Tätigkeiten des Feuerwehrdienstes beschäftigen.

Kreisbrandrat Timm Vogler ging anschließend auf die Situation der Jugendfeuerwehren im Landkreis Lichtenfels ein, wo erfreulicherweise noch keine Nachwuchsprobleme auftreten, denn die Zahl der Feuerwehranwärter liege konstant bei etwa 400 Mädchen und Jugend, was in erster Linie den örtlichen Feuerwehren mit ihren Führungskräften und der Jugendbetreuung zu verdanken sei. Dennoch kann nicht darüber hinweggesehen werden, gab Vogler zu bedenken, dass sich dies aufgrund einer niedrigeren Geburtenrate rasch ändern kann. Daher sein Appell an alle Feuerwehren: „Die Situation erkennen und frühzeitig entgegensteuern.“ Die Hauptaufgabe aller Feuerwehrdienstleistenden muss es daher sein, weiterhin junge Menschen für die Rettungsorganisationen zu begeistern.

Worte des Danks

Seine Freude darüber, dass sich nicht nur die Feuerwehrjugend und die Verantwortlichen für diesen Kreisjugendfeuerwehrtag die Zeit nehmen, sondern zudem eine ganze Reihe von Landkreisbürgermeister gekommen waren, zeigte sich Landrat Christian Meißner. Wenn dabei die Führungskräfte nicht nur auf eine bewährte Mannschaft zurückgreifen können, sondern auch die Jugend aktiv mitmacht, sei dies anerkennenswert. Er gratulierte der Feuerwehrjugend von Weismain zu ihrem 25-jährigen Bestehen und erinnerte daran, dass der Nachwuchs die Zukunft jeder Feuerwehr bedeute. Er nahm anschließend den Jugendfeuerwehrtag zum Anlass, um allen Brandschützern ein Wort des Dankes auszusprechen. Meißner würdigte den Einsatz aller freiwilligen Helfer, der erst diesen Kreisjugendfeuerwehrtag ermöglicht habe und überreichte allen Jugendlichen am Ende als kleine Anerkennung eine Kinokarte.

Anerkennung für Weismain

Nach der Indienststellung des neuen Feuerwehrfahrzeuges nannte es Bürgermeister Udo Dauer erfreulich, dass sich viele Feuerwehrler zusammengefunden haben, um mit dem Nachwuchs der Wehr zu feiern. Auch Kommandant Jochen Bauer hob die Bedeutung der Jugendfeuerwehren hervor und empfand es als eine Anerkennung, dass diesmal Weismain und damit deren Wehr für die Kreisjugendfeuerwehr als Austragungsort gewählt wurde.

Anschließend begaben sich alle Jugendlichen auf die Strecke und hatten dabei vor allem feuerwehrtechnische Aufgaben wie das Kuppeln einer Schlauchleitung, des Aufziehen eines Strahlrohres, den Umgang mit der Feuerwehrleine, das Zuordnen von Ausrüstungsgegenständen sowie Testfragen, an den unterschiedlichen Stationen zu bewältigen.

Am Ende bedankte sich Kreisbrandrat Timm Vogler insbesondere bei der Kreisjugendwartin und Kreisbrandmeisterin Nicol Trapper mit ihren Schiedsrichtern und der Helferschar, die sich so intensiv um die Jugendlichen gekümmert haben. Kreisbrandrat Timm Vogler sprach an dieser Stelle zu den Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr Weismain: „Ihr habt das in euch gesetzte Vertrauen bei der Ausrichtung des Jugendleistungsmarsches perfekt erfüllt“.

Die eigentliche Siegerehrung erfolgte durch die Kreisjugendwartin Nicole Trapper. Stellvertretender Landrat Helmut Fischer ergriff das Wort und bezeichnete die Jugendlichen als die Zukunft der Feuerwehren. Bundestagsabgeordnete Emmi Zeulner nannte die Feuerwehr als eine wichtige Einrichtung, denn sie übernehme Verantwortung für ihren ländlichen Raum. Sie bezeichnete die jungen Feuerwehrkameraden als Aushängeschilder ihrer Generation.

Ergebnisse

Danach erfolgte die Bekanntgabe der Ergebnisse und es gab bei der Jugendfeuerwehr von Marktzeuln grenzenlosen Jubel, denn gleich drei Mannschaften platzierten sich unter den erfolgreichsten Jugendgruppen, wobei das Jugendteam „Marktzeuln 2“ den ersten Platz belegte. Auf den zweiten Rang kam die Mannschaft aus Burkheim, während die Jugendfeuerwehren von Altenkunstadt und Lichtenfels den dritten und vierten Platz belegten, wodurch sie sich ebenfalls als Landkreisvertreter für den Bezirksjugendleistungsmarsch in Marktredwitz qualifizierten.

Hier die weiteren Ergebnisse: 5. Weismain 3, 6. Marktzeuln 3, 7. Weismain 2, 8. Marktzeuln 1, 9. Trieb 2 und 10. Modschiedel 1; alle Nachwuchsfeuerwehrleute, die einen Rang unter den ersten zehn Mannschaften belegen konnten, erhielten einen Pokal.

Eine große Fahrzeugschau bot allen Festbesuchern die Möglichkeit, Einblicke in die moderne Ausstattung der Feuerwehren mit ihren jeweiligen Einsatzfahrzeugen zu nehmen.

Nicht nur feuerwehrtechnisches Wissen, sondern auch die Handhabung der Gerätschaften war bei diesem Kreisjugendleistungsmarsch wieder gefragt. Foto: Dieter Radziej