publiziert: 17.05.2017 15:30 Uhr
aktualisiert: 25.05.2017 03:33 Uhr
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Zum Tode von Bernhard Göhl: Als Flößerwirt bekannt

Gastronom, leidenschaftlicher Koch und Organisator
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Zum Tode von Bernhard Göhl

Am Montag verstarb im Alter von nicht ganz 78 Jahren der weithin bekannte Gastronom Bernhard Göhl, der vor allem durch seine Floßfahrten auf sich aufmerksam machte und damit den Tourismus der Region belebte. Der am 30. Mai 1939 in Mainroth Geborene entstammte der gleichnamigen Mainrother Baufirma und erlernte zunächst das Maurerhandwerk. Bald orientierte er sich in Richtung Gastronomie und Tourismus.

Zunächst startete er seine berufliche Karriere als Geschäftsführer im Kurhaus in Bischofsgrün, ehe er das Gasthaus „Krone“ in Stadtsteinach und ab 1974 den „Fränkischen Hof“ in Mainleus pachtete. In den 1980-er-Jahren war er Wirt der Burgkunstadter Stadthalle und gleichzeitig Pächter des Steakhauses „Surprise“ in Kulmbach. In dieser Zeit hatte er die Idee mit den Floßfahrten. Zunächst befuhr er den Main bei Mainleus und Burgkunstadt, verlagerte das Geschäft aber bald nach Lichtenfels, wo er die Unterstützung des Verkehrsdirektors Paul Blomeier fand.

In den 1990-er-Jahren war Göhl Pächter des Stadtschlosses und machte sich einen Namen mit seinen Ritteressen sowie mit „Bernhards Riesenspieß“. 1997 lernte er seine Frau Bianca kennen, die ihm den Sohn Benjamin schenkte. Von 2000 bis 2003 bewirtschaftete die Familie Göhl den „Grünen Baum“ in Bad Staffelstein, anschließend die „Mainlust“ in Schney und von 2009 bis 2012 die Altstadtschenke in Lichtenfels, ehe man 2013 den Hotelgasthof in Schney kaufte. Nach einer größeren Renovierung benannte man hin in „Floßbräuhaus“ um, um sich ganz auf die Floßfahrten zu konzentrieren, die nach wie vor der große Renner sind. Bernhard Göhl war auch lange Jahre im Vorstand des Hotel- und Gaststättenverbandes tätig, um sich für ein attraktives Image der fränkischen Gastronomie zu engagieren und war regelmäßig auf vielen Touristikmessen vertreten. Er war auch als begeisterter Fußballer bekannt. So spielte er in den 1960-er-Jahren für den FC Burgkunstadt in der Bezirksliga und betätigte sich später als Trainer unter anderem in Mainroth und Mainleus sowie beim VfB Kulmbach.

Floßfahrten gehen weiter

Göhl war auch ein exzellenter Küchenchef, der mit Freude und Leidenschaft den Kochlöffel schwang, um seine Gäste mit fränkischen Spezialitäten zu verwöhnen. Noch einen Tag vor seinem plötzlichen Tod bereitete er das Festmahl zum Muttertag für über 100 Personen zu. Ein herzliches Mitgefühl gilt der Familie Göhl, die das Floßbräuhaus und die Floßfahrten im Sinne des Verstorbenen weiterführen wird.

thi
    
    

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