publiziert: 20.04.2017 17:15 Uhr
aktualisiert: 20.04.2017 17:18 Uhr
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Bangen um ärztliche Versorgung

Monatsversammlung des SPD-Ortsvereins – Hoffen auf den Verbleib der Apotheke

Einer der inhaltlichen Schwerpunkte der Monatsversammlung der Schneyer SPD in der Franken-Akademie auf Schloss Schney war die ärztliche Versorgung in der Region. Immer mehr Arztpraxen müssten schließen, weil sich kein Nachfolger finden lasse – umgekehrt werde die Bevölkerung immer älter und damit bedürftiger für medizinische Versorgung.

Die Verlegung von Teilen des Bezirksklinikums Kutzenberg bereitete den Schneyer Genossen genauso Kopfschmerzen wie der Fortbestand der Praxis von Dr. Schnapp in Schney. „Ein Ort mit fast 2400 Einwohnern ohne Arzt? Das kann einfach nicht sein!“, so Ortsvereinsvorsitzende Elke Werner und sagte: „Wir hoffen, dass es mit der Praxis irgendwie weitergeht.“ Bedenken der Schneyer gibt es auch hinsichtlich der gegenüberliegenden Apotheke – kein Arzt mehr, keine Apotheke mehr?

„Wer hat mit 80 schon Lust und ist mobil genug, jede Woche zehn Kilometer zu fahren, nur um ein Rezept einzulösen?“
Rudi Breuning, Stadtrat

Stadtrat Rudi Breuning ergänzte: „Gerade unsere älteren Mitbürger sind darauf angewiesen, eine entsprechende Versorgung vor Ort zu haben. Wer hat mit 80 schon Lust und ist mobil genug, jede Woche zehn Kilometer zu fahren, nur um ein Rezept einzulösen?“ Die logische Folge wäre, dass bei Versandapotheken die Rezepte online eingelöst werden – was wiederum der medizinischen Versorgung vor Ort auch in Lichtenfels oder Michelau schaden würde.

Bei Konferenz in Würzburg

Weitere Themen, über die diskutiert wurde, waren der geplante Kiesabbau bei Reundorf „ein zweischneidiges Schwert“, laut Elke Werner, das gerade neu entstehende Verwaltungsgebäude in Schney neben dem Nettomarkt und die gewünschte Erweiterung der Tempo-30-Zone durch Schney. Außerdem standen noch zwei Delegiertenwahlen an.

Eine Abordnung Schneyer Genossen war am 2. April auch bei der „Mitmach-Konferenz“ der Bayern-SPD in Würzburg. Alle Bewerber für den Landesvorsitz stellten sich dabei in zehnminütigen Statements vor, anschließend fand eine ausgiebige Fragerunde statt. Am Nachmittag standen Workshops auf dem Programm. Die Schneyer beteiligten sich am Thema „Weg vom traditionellen Info-Stand“.

„Die Leute sind Merkel-müde,“ so Elke Werner im Schlussstatement und fuhr fort: „Schulz ist endlich mal jemand, der für die kleinen Leute eintritt!“

red
    
    

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