publiziert: 17.02.2017 17:50 Uhr
aktualisiert: 25.02.2017 03:33 Uhr
» zur Übersicht Lichtenfels
    
    
Artikel
 
Schrift vergrößern Text    Schrift verkleinern Text LICHTENFELS

Berührungsängste abbauen

Sozialer Tag der Jahrgangsstufe 8 des Meranier-Gymnasiums – 90 Schüler besuchten HPZ-Einrichtungen
  • Der Abschlusskreis machte den Kindern der schulvorbereitenden Einrichtung und den Gymnasiastinnen noch einmal viel Spaß. 
    Alfred Thieret
  • Unter Mithilfe der Gymnasiastinnen bastelten die Kinder der schulvorbereitenden Einrichtung eifrig an lustigen Objekten für die Faschingsdekoration. 
    FOTOS: Alfred Thieret
Bild   von  
 
2 Bilder

Schon zum wiederholten Male organisierte das Meranier-Gymnasium für die Schüler der 8. Jahrgangsstufe einen sozialen Tag, der sich auf Grund der großen Schülerzahl auf zwei Tage erstreckte, damit die Schüler soziale Institutionen näher kennenlernen können.

Unter der Leitung des MGL-Mittelstufenbetreuers, Studiendirektor Matthias Bergmann, und der heilpädagogischen Fachkraft Sybille Reuter sollte den Schülern ein konkreter Einblick in die sozialen Aufgabenbereiche der Gesellschaft gegeben werden, der in der 9. Jahrgangsstufe noch durch eine Entscheidung für ein „Freiwilliges Soziales Schuljahr“ mit einem wöchentlichen zweistündigen ehrenamtlichen Dienst in einer gemeinnützigen sozialen oder kulturellen Einrichtung vertieft werden könnte.

„Mir macht es Spaß mit Kindern zu arbeiten und

Erfahrungen zu sammeln.“

Clara Wolter,

Stetten

Mit Vorurteilen aufräumen

Da sich in der Nähe des Gymnasiums mehrere Einrichtungen des Heilpädagogischen Zentrums der Caritas und auch die Werkstätten St. Joseph befinden, bot sich ein Informationsbesuch dort an. Die etwa 90 teilnehmenden Schüler der vier 8. Klassen des Gymnasiums verteilten sich in kleinen Gruppen auf einzelne Klassen und Gruppen der St. Katharina-Schule, Maximilian-Kolbe-Schule, Tagesstätte St. Anna, das Jugendwohnheim St. Michael, das Wohnheim St. Elisabeth mit der Fördergruppe, die schulvorbereitenden Einrichtungen und die Werkstätten St. Joseph, um mit den Menschen mit Behinderung, von den Vorschulkindern über die Jugendlichen bis zu dem Erwachsenen in Kontakt zu kommen, Berührungsängste abzubauen und mit eventuell vorhandenen Vorurteilen aufzuräumen.

Mehrere Gymnasiastinnen verbrachten einen Vormittag mit den 27 Kindern der schulvorbereitenden Einrichtung im Schneidmühlweg, in der Kinder mit Entwicklungsverzögerungen gefördert werden, und erlebten ihren Tagesablauf mit. Schon in den regelmäßigen Morgenkreis, der mit einem Begrüßungslied beginnt und mit Geschichten der Vorschulkinder fortgesetzt wird, fügten sich Schülerinnen mit ein. Dabei konnte man feststellen, dass einige Mädchen sehr gut mit kleineren Kindern umgehen konnten, während andere eher zurückhaltend waren.

Bastelstunde für Fasching

In der anschließenden Bastelstunde wurde unter der Mithilfe der Schülerinnen eifrig gemalt, ausgeschnitten, geklebt und gefaltet, bis beispielsweise eine Giraffe in Form einer Hexentreppe als Faschingsdekoration zustande kam.

Nach dem gemeinsam eingenommenen Frühstück beschäftigten sich die Achtklässlerinnen in der freien Spielzeit mit den Vorschulkindern mit Brettspielen, Memory, Lego oder Kartenspielen. Auch beim Abschlusskreis, bei dem das Sprachtraining im Mittelpunkt stand, saßen die Gymnasiastinnen mitten zwischen den Drei- bis Sechsjährigen und machten entsprechend den Vorgaben der Erzieherinnen ambitioniert mit.

Besonders gut konnte Aliah Hintmann mit den Vorschulkindern umgehen. „Ich mag Kinder und betätige mich auch gerne als Babysitterin“, verriet die freundliche 13-Jährige. Im nächsten Jahr möchte sie auch im Rahmen des „Freiwilligen Sozialen Schuljahres“ als Trainerin beim Schülerturnen des TSV Staffelstein mithelfen. Beruflich würde sie gerne als Lehrerin mit Jugendlichen zu tun haben.

Als sehr engagiert erwies sich auch Clara Wolter. „Mir macht es Spaß mit Kindern zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln“, erklärte die junge Stettenerin. Deshalb möchte sie auch das „Freiwillige Soziale Schuljahr“ im Franziskus-Kindergarten absolvieren, den sie einst auch besuchte und in den zurzeit noch ihre kleine Schwester geht.

Der soziale Tag mit dem Besuch der Schülerinnen war für die Kinder ein freudiges und aufregendes Erlebnis, brachte er doch eine willkommene Abwechslung in ihr übliches Tagesgeschehen. Aber auch die Gymnasiastinnen profitierten davon, indem sie Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der sozialen Gesellschaft gewinnen konnten.

Von unserem Mitarbeiter

Alfred Thieret

    
    

Diesen Artikel

    
    

Die neuesten Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare geschrieben...
Zum Kommentar abschicken bitte vorher einloggen.
Benutzername Passwort
 
     
Sie sind noch kein Mitglied? Dann jetzt gleich »hier registrieren
    
    

Obermain Service

25.05.2017
Obermain Service  (16 Seiten | 6.02 MB)
18.05.2017
Obermain Service  (16 Seiten | 5.43 MB)
    
Anzeige
    

Bad Kurier

18.05.2017
Bad Kurier  (24 Seiten | 4.06 MB)
04.05.2017
Bad Kurier  (24 Seiten | 3.96 MB)
    
Anzeige