MICHELAU

Wasserkraftwerk ist genehmigt

„Das Wasserkraftwerk ,ÖkoStromWerk Michelau' wird nach eingehender Prüfung des Antrags durch das Landratsamt Lichtenfels mit Auflagen genehmigt“, teilt die Firma Nasser Berg Storge GmbH aus Starnberg in einer Pressemitteilung mit. Das Unternehmen plant zu dem Werk nach telefonischer Auskunft auch eine Niederlassung in Michelau. Von Naturschützern wurde das geplante Projekt in der Vergangenheit scharf kritisiert (das OT berichtete).

Berücksichtigt wurden in dem öffentlichen Verfahren hierbei Stellungnahmen vom Wasserwirtschaftsamt, von der Fischereifachbehörde, von der Gemeinde Michelau in Oberfranken, von der Unteren Naturschutzbehörde und von anderen. „Die Pflanzung von Schilf auf 5000 Quadratmeter des Life-Natur-Projektes Obermain, der zusätzliche Besatz von jährlich 2000 Fischen in den Main und Monitorings werden dabei gefordert“, heißt es weiter.

Thema „Klimaschutz“

„Das ÖkoStromWerk Michelau leistet mit jährlich circa einer Million Kilowattstunden einen spürbaren Beitrag zur Energiegewinnung im Rahmen der Energiewende neben Wind und Sonne und unterstützt mit jährlich über 500 Tonnen eingespartem Kohlendioxid wichtigen Klimaschutz. Zum Vergleich: ein solches Wasserkraftwerk liefert die gleiche jährliche Strommenge wie ein knapp 20 000 Quadratmeter großer Photovoltaikpark“, führt die antragstellende Betreiberfirma weiter aus.

Eine neue Bootsrutsche für Wandertouristen auf dem Main werde geschaffen, so die Betreiber. Die Schaffung der notwendigen Durchgängigkeit für Fische am Obermain flussaufwärts nehme den Fischen die letzte große Barriere zwischen Bamberg und Kulmbach. Durch die Verwendung von sich langsam drehenden und somit fischfreundlichen Wasserkraftschnecken und durch den jährlichen Besatz von 2000 Fischen soll sich die Fischpopulation und die Attraktivität für Angler möglichst erhöhen.

Altarm wird mit Wasser versorgt

Außerdem werde durch das ÖkoStromWerk zukünftig ein natürlicher Altarm des Mains ganzjährig mit Wasser versorgt und zusätzlich könne ein Fischsterben im Mühlbach wie 2015 bei extremen Niedrigwasser vermieden werden.

Als eine wichtige Ausgleichsmaßnahme werde das LifeNatur-Projekt Oberes Maintal durch die Pflanzung von Schilf in 5000 Quadratmeter Flachwasserzonen unterstützt. Hierzu erfolgten im Herbst 2016 erste Probepflanzungen mit Schilfpflanzen von der damals beendeten Landesgartenschau in Bayreuth.