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BURGKUNSTADT
Eine Verführte oder eine Hetzerin?

Wie schwierig die Einordnung von Persönlichkeiten ist, die sich während der Nazi-Diktatur schuldig gemacht haben, zeigt der Umgang mit der in Burgkunstadt geborenen Heimatschriftstellerin Kuni Tremel-Eggert. Darf nach einer Frau, die während des NS-Regimes zu den erfolgreichsten Autoren gehört und in ihrem Spätwerk antisemitische Hetze betrieben hatte, eine Straße benannt werden oder sollten 60 Jahre nach ihrem Tod eher ihre literarischen Verdienste im Vordergrund stehen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Vortrags „Kuni Tremel-Eggert – eine moderne Erzählerin“, die der Literaturprofessor Ralf Georg Czapla auf Einladung des Colloquium Historicum Wirsbergense (CHW) am Donnerstagabend im Burgkunstadter Pfarrsaal hielt.  »mehr

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Sabine_Rieder (2 Kommentare) am 21.02.2017 09:48

Rufmord durch Dinglreiter, Weickert und andere

Herr Dinglreiter wird das, was er und seine Sekundanten an Rufmord begangen haben, nicht dadurch ungeschehen machen können, dass er diese Posts jetzt löscht und durch neue ersetzt. Sein Verhalten ist ein Armutszeugnis für die Arbeit des Bürgervereins und seiner Piraten-Partei. Die Verleumdungsaktion gegen Professor Czapla war geplant, die Grenze zu dem, was justiziabel ist, wurde bei weitem überschritten. Herr Dinglreiter wird sich irgendwann dafür verantworten müssen; screenshots mit von ihm und seinen Sekundanten namentlich gekennzeichneten, ehrabschneidenden Beiträgen liegen vor. Als Rechtsanwalt (ich nehme als, dass er als ein solcher arbeitet, eine Website einer Kanzlei gibt es nicht, dafür betreut er die verleumderische Bürger-Wiki) muss er wissen, wo die Grenze erreicht ist. Was hier über einen namhaften Wissenschaftler in die Welt gesetzt wurde, ist unfassbar. Besonders infam der Blog des Dinglreiter-Kumpanen Bernd Weickert, der beim Vortrag gar nicht anwesend war.
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bernd00 (1 Kommentare) am 11.03.2017 11:13

Ich bin kein Kumpan

Ich bin kein Kumpan von Herrn Dr. Dinglreiter. Ich teile oft seine Meinung, oft aber auch nicht. In meinem Blog gebe ich meine persönliche Meinung wieder. Was ist denn an meiner Meinung zu Kuni Tremel-Eggert infam (http://berndweickert1.blogspot.de/2017/02/kuni-tremel-eggert-eine-opportunistin.html)? Ich empfinde es übrigens als infam, meinen Blogbeitrag als infam zu bezeichnen.
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matthiashuth (3 Kommentare) am 21.02.2017 00:34

Fragliche Schlussfolgerung

Ich habe Prof. Czaplas Unterscheidung in Privatperson Kuni Tremel-Eggert und Öffentliche Person Kuni Tremel-Eggert überhaupt nicht nachvollziehen können. Er hat ja eindeutig festgestellt dass sich die Öffentliche Person sehr schuldig gemacht hat.
Ist denn die Privatperson nicht für das Handeln der Öffentlichen Person verantwortlich?
Und wurde nicht durch den Straßennamen die Öffentliche Person, also die Autorin geehrt? Mir wäre neu dass am Straßenschild hier ein Unterschied gemacht wird.
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M-Stern (10 Kommentare) am 21.02.2017 06:19

Zwei Gesichter

Das Posting enthält beleidigende Inhalte und wurde daher gesperrt.
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matthiashuth (3 Kommentare) am 21.02.2017 12:00

Bitte einfach meine Frage beantworten

Ich habe diese Frage auch nach dem Vortrag gestellt, leider aber keine Antwort vom Professor erhalten. Nochmal die Frage: Sie unterscheiden nach öffentlicher und privater Person und bestätigen dass die Taten der öffentlichen Person schändlich sind.
Die Straße ist nach der Öffentlichen Person KTE, also nach der Autorin benannt. Also nach Ihrer Schlussfolgerung nach einer Person die schändliche Taten vollbracht hat. Muss man nach dieser Begründung nicht die Straße umbenennen?
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M-Stern (10 Kommentare) am 21.02.2017 13:54

Wunden der Geschichte sind nicht heilbar

Hat der Bildersturm der Protestanten zu einem vertieften religiösen Verständnis geführt, geehrter Herr Huth? Würde die Planierung der Gelände von Bergen Belsen und Buchenwald verhindern, dass ein solcher Massenmord noch einmal passiert? Was bringt es, eine Straße umzubenennen, wenn sich die Herzen der Menschen nicht ändern? Herr Dingelreiter und sein "Lager" fordern, den Namen der Tremel-Eggert wegzunehmen: Springt deshalb einer mehr von den Neonazis ab oder wendet sich einer weniger ihnen zu? Bei uns ist die Geschichte Teil unseres Lebens, so grausam und ungerecht sie ist. Sie aber glauben, mit Verdrängung Wunden der Geschichte heilen zu können, und benehmen sich wie jene, die Wunden schlugen. Rufmord ist schandbar. Auch der Churban meines Volkes begann damit.
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matthiashuth (3 Kommentare) am 21.02.2017 14:46

Gedenken

Sie haben Recht dass man geschichtliche Figuren niemals aus dem Gedächtnis der Stadt löschen darf. Aber Sie vermischen Täter- und Opfergedenken. In Bergen Belsen und Buchenwald gedenkt man doch eindeutig der Opfer, und nicht der Täter. Ich möchte weder das Grab noch das Haus entfernen, um nicht mehr an KTE zu erinnern. Im Gegenteil. KTE hat sich damals für einen leichten Weg entschieden um wirtschaftlichen Erfolg zu haben (so habe ich zumindest Prof. Czapla verstanden). Dies aufzuzeigen und darüber zu diskutieren ist heute wichtiger denn je. Hier ist m.E. zumindest eine Infotafel am Haus notwendig die dies aufzeigt. Aber der leichte Weg hat sie auch zur Täterin gemacht. Und nach Tätern darf man keine Straßen benennen. Mit dem Argument man dürfe keine Straßennamen ändern müsste es heute noch sehr viele Adolf-Hitler Plätze geben, und das will ja auch niemand.
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dinglreiter (15 Kommentare) am 20.02.2017 23:02

Klarstellung III

Ich möchte ergänzen, dass ich selbstverständlich auch anerkenne, dass es Herrn Prof. Dr. Czapla und den Veranstaltern um ein künstlerisch-wissenschaftliches Anliegen geht. Zu meinen politischen Ansichten (Prioritätensetzung, mangelhafte Aufarbeitung in Burgkunstadt, Forderung nach einer Straßenumbenennung) stehe ich allerdings, auch angesichts der in diesem Forum getroffenen Äußerungen.
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M-Stern (10 Kommentare) am 21.02.2017 06:13

Verhöhnung der Opfer

Es graut mir, wenn Menschen wie Sie, deren Sprache immer wieder NS-Jargon aufnimmt, für den Sie sich dann formell entschuldigen, sich zum Anwalt der Opfer meiner und anderer jüdischer Familien erheben. Der Professor ist ganz gewiss kein Freund der Tremel-Eggert. Sie aber folgen mit Ihrer Hetze und Rufmordkampagne dem Beispiel dieser Frau. Bei uns Juden ist es üblich, dass man fragt, wenn man nicht versteht. Weder Sie noch ihre Gefolgsleute haben gefragt. Sie haben statt dessen eine Hetzkampagne losgetreten, die Sivon langer Hand geplant war. Ihr Verhalten ist schandbar.
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dinglreiter (15 Kommentare) am 20.02.2017 22:25

Korrektur II

Auch angesichts der neuen Erkenntnisse, die ich wohl zur Kenntnis genommen habe. Herr Prof. Czapla seinerseits hat mit v.a. zwei Äußerungen den Unmut meiner Seite erregt. Die Eine war, dass er die Formulierung "Autorin für das Dritte Reich", die ich selbst vertrete, mit dem Verb "denunzieren" belegte. Dies ist starker Tobak. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Die andere ist der als logische Konsequenz dargestellte Abriss des Geburtshauses, wenn man für eine Straßenumbenennung sei. Ich kann mich nicht erinnern, dass je in Burgkunstadt ernsthaft der Abriss dieses Hauses gefordert wurde. Auch ich habe dies nie vertreten und auch intern nie in Erwägung gezogen. Ich halte einen Abriss für abwegig, bin allerdings für eine Straßenumbenennung, da diese meiner Meinung nach in objektiver Sicht einen öffentlichen Akt der Ehrung darstellt, der meiner Ansicht nach rückgängig zu machen ist.
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dinglreiter (15 Kommentare) am 20.02.2017 22:05

Korrektur II

Auch angesichts der neuen Erkenntnisse, die ich wohl zur Kenntnis genommen habe. Herr Prof. Czapla seinerseits hat mit v.a. zwei Äußerungen den Unmut meiner Seite erregt. Die Eine war, dass er die Leute, die Frau Eggert eine "Autorin für das Dritte Reich" nannten, dazu zähle ich mich selbst, mit dem Verb "denunzieren" belegte. Dies ist starker Tobak. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Die andere ist der als logische Konsequenz dargestellte Abriss des Geburtshauses, wenn man für eine Straßenumbenennung sei. Ich kann mich nicht erinnern, dass je in Burgkunstadt ernsthaft der Abriss dieses Hauses gefordert wurde. Auch ich habe dies nie vertreten und auch intern nie in Erwägung gezogen. Ich halte einen Abriss für abwegig, bin allerdings für eine Straßenumbenennung, da diese meiner Meinung nach in objektiver Sicht einen öffentlichen Akt der Ehrung darstellt, der meiner Ansicht nach rückgängig zu machen ist.

Sollte noch Klärungsbedarf bestehen, gerne.
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dinglreiter (15 Kommentare) am 20.02.2017 22:04

Korrektur I

Hier nochmal: Nach den teils heftigen Kommentaren, möchte ich Eines klarstellen. Es ging und geht mir an keiner Stelle darum, Herrn Prof. Czapla oder den Veranstalter in die rechte Ecke zu stellen. Es gibt jedoch in Burgkunstadt zwei Gruppierungen und einen ungelösten Konflikt, was Kuni Tremel-Eggert bzw. Kunigunde Eggert angeht. Die eine Gruppierung will eine Trennung zwischen dem Wirken und den "Leistungen" der Kuni Tremel-Eggert innerhalb und außerhalb der NS-Blut-und-Boden-Ideologie vornehmen. Die andere Gruppierung ist der Auffassung, dass auch angesichts der neuen Erkenntnisse eine Distanzierung von der Autorin nicht nur in politischer Hinsicht erforderlich ist, sondern ihre Verfehlungen während der NS-Zeit dazu führen, sich in jeder Hinsicht von der Autorin zu distanzieren, auch was ihre künstlerischen Leistungen angeht. Ich stehe auf der Seite der Leute, die eine klare Distanzierung in jeder Hinsicht - nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich - für richtig halten.
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dinglreiter (15 Kommentare) am 20.02.2017 16:29

Klarstellung II

Und um auch das gleich klarzustellen, bevor es wieder zu Missverständnissen führt. Mit Kuni Tremel-Eggert Freunde meine ich diejenigen, die eine Trennung zwischen Ihrem Wirken und "Leistungen" innerhalb und außerhalb der NS-Blut-und-Boden-Ideologie vornehmen wollen.
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M-Stern (10 Kommentare) am 20.02.2017 21:58

Rufschädigung

Sie versuchen mit Vorsatz das Ansehen eines Wissenschaftlers zu beschädigen, der Ihnen in allen Belangen überlegen ist. Die Nationalsozialisten haben das auch getan, aus ähnlichen Beweggründen heraus wie Sie. Der Rabbiner der Gemeinde, in der ich nach dem Krieg zu Hause war, pflegte zu sagen: "Nürnberg war die Stadt der Reichsparteitage und der Rassengesetze. Nürnberg war aber auch die Stadt des Gerichts." Auch Sie werden sich für den Rufmord, den Sie betreiben, irgendwann zu verantworten haben.
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dinglreiter (15 Kommentare) am 20.02.2017 16:21

Klarstellung

Nach den vorstehenden, teils heftigen Kommentaren, möchte ich Eines klarstellen. Es ging und geht mir an keiner Stelle darum, Herrn Prof. Czapla oder den Veranstalter in die rechte Ecke zu stellen. Was ich vertrete und auch sagen will, ist, dass nach meiner Meinung Herr Czapla auf der Seite der Kuni Tremel-Eggert Freunde steht. Auch diese stelle ich ausdrücklich nicht in die rechte Ecke. Ich stehe aber auf der Seite der Leute, die eine klare Distanzierung in jeder Hinsicht - nicht nur politisch, sondern auch gesellschaftlich - für richtig halten. Auch angesichts der neuen Erkenntnisse, die ich wohl zur Kenntnis genommen habe. Herr Prof. Czapla seinerseits hat mit v.a. zwei Äußerungen den Unmut "meines" Lagers erregt. Die Eine war, dass er die Leute, die Frau Eggert eine "Autorin für das Dritte Reich" nannten, dazu zähle ich mich selbst, mit dem Verb "denunzieren" belegte. Dies ist starker Tobak. Wer austeilt, muss auch einstecken können. Sollte noch Klärungsbedarf bestehen, gerne.
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Daubmeier (3 Kommentare) am 20.02.2017 21:49

Ignoranz

Herr Dinglreiter befleißigt sich permanent einer NS-Sprache, wie sie im "Wörterbuch des Unmenschen" zu finden ist, und beschuldigt Wissenschaftler, sie stünden auf der "Seite der Kuni Tremel-Eggert-Freunde". Ein Wissenschaftler steht nicht auf irgendeiner Seite, sondern bewertet Fakten. Auf irgendwelchen Seiten stehen nur die Biertischschwätzer Ihres "Lagers". Bei einem solchen Wissenschaftsverständnis sollte man sich Ihre Dissertation mal genauer besehen. Jemand, der sich in Rufmord, Ehrabschneidung und Denunziation gefällt, hat in der Anwaltskammer nichts verloren.
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M-Stern (10 Kommentare) am 20.02.2017 19:31

Lager

Sie wagen es, das Wort "Lager" in den Mund zu nehmen, wenn es um Sie und Ihresgleichen geht? Dieses Wort schafft mir Schauder. Sie stören sich am Wort "denunzieren" und nehmen für sich einen Begriff in Anspruch, der einen Ort schlimmsten Leidens und Sterbens für uns Juden bezeichnet? Sie können sich, geehrter Herr, nicht vorstellen, was ein Lager überhaupt ist. Ihre schlimmsten Träume und Phantasien reichen dafür nicht aus. Vielleicht lehrt es Sie das Leben irgendwann. Sie stellen sich als "Lager" einem Gelehrten gegenüber, der wieder und wieder die Menschen lehrt, genauer hinzusehen, ehe man urteilt? Was sind Sie nur für ein Mensch? Bei Facebook haben Sie ein Lager für Herrn Czapla und die Veranstalterin errichtet, auf der Wiki-Seite Ihres Vereins eine Vernichtungsmaschine. Wo Scham fehlt, erwarte ich Verstand. Verzeihen Sie einem alten Juden, dass er bei Ihnen vergeblich danach sucht.
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dinglreiter (15 Kommentare) am 20.02.2017 19:41

Wortwahl

Ich bitte um Entschuldigung für die Wortwahl.
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M-Stern (10 Kommentare) am 20.02.2017 20:12

Wortwahl?

Die Wortwahl entschuldige ich, die Gedankenwahl nicht. Ich bin müde und kann es nicht. Es gibt andere Menschen, bei denen Sie um Verzeihung nachsuchen müssen. בושה וחרפה!
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M-Stern (10 Kommentare) am 20.02.2017 14:29

Einwandfrei

Als jüdischer Bürger darf ich Ihnen sagen, dass der Vortrag des Herrn Professor einwandfrei war. Es ist leicht über die Opfer zu sprechen, doch schwer über die Täter. Prof. Czapla hat das mit sicherem Urteil getan, ohne zu beschönigen, ohne in Schutz zu nehmen, aber auch ohne vorschnell zu verurteilen. Die Bereitschaft der Tremel-Eggert, sich den Nazimördern anheimzugeben, hat er als ein Persönlichkeitsmuster beschrieben, das auch heute noch viele Menschen kennzeichnet. Er hat diese Frau als warnendes Beispiel für die heutige Zeit uns vor Augen geführt. Ich danke dafür. Dass der Bürgerverein den Gelehrten jetzt mit Rufmord verfolgt, ist unaussprechlich schandbar. Was drängt diese Leute? Geschichtliche Aufklärung? Ist es so, dann verbietet sich die Lüge, doch mit infamen Lügen verfolgt man den Professor jetzt. Persönlicher Vorteil? Ist es aber so, dann ist man nicht besser als diese Tremel-Eggert, und ihr warnendes Beispiel hätte furchtbare Aktualität gewonnen.
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dinglreiter (15 Kommentare) am 20.02.2017 15:49

Bitte um Konkretisierung

Sehr geehrter M-Stern, ich habe kein Amt mehr im Bürgerverein und habe überall dort für mich gesprochen, wo ich unter meinem Namen poste. Bitte konkretisieren Sie Ihre Vorwürfe? Was ist unwahr aus Ihrer Sicht? Worin sehen Sie einen "Rufmord"? Ich nehme gerne dazu Stellung.
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M-Stern (10 Kommentare) am 20.02.2017 18:54

Hetze

Sie haben, geehrter Herr, mit Ihrem "Lager" eine unfassbare Hetze gegen den Referenten und die Veranstalterin losgetreten. Sie sollten sich schämen, dies auch noch mit dem Hinweis auf jüdische Opfer in Burgkunstadt zu rechtfertigen. Wie kann man sich nur so versteigen? Sie stören sich an einem Wort, das im Zusammenhang einer Bewertung germanistischer Arbeiten über Tremel-Eggert gefallen ist, und leugnen, dass der Professor sich fortwährend von dieser Schriftstellerin und ihrem Gedankengut distanziert hat. "Zachor!", sagen wir Juden, "erinnere Dich!" Es meint vor allem das Gedenken an das Leid unserer Geschichte seit der Zerstörung des Tempels. Es meint dazu auch den Aufruf, dass niemals wieder so etwas Entsetzliches geschehen dürfe wie der Holocaust. Diesen Aufruf hat der Professor mit seinem letzten Satz unmissverständlich in die Welt gerufen. Wäre ich nicht ein alter Mann, ich würde vor Gericht mit Ihnen darum streiten. Nehmen Sie endlich Ihren Kehricht von diesem Mann!
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M-Stern (10 Kommentare) am 20.02.2017 14:27

Ehrabschneidung für einen Gelehrten

Als jüdischer Bürger darf ich Ihnen sagen, dass der Vortrag des Herrn Professor einwandfrei war. Es ist leicht über die Opfer zu sprechen, doch schwer über die Täter. Prof. Czapla hat das mit sicherem Urteil getan, ohne zu beschönigen, ohne in Schutz zu nehmen, aber auch ohne vorschnell zu verurteilen. Die Bereitschaft der Tremel-Eggert, sich den Nazimördern anheimzugeben, hat er als ein Persönlichkeitsmuster beschrieben, das auch heute noch viele Menschen kennzeichnet. Er hat diese Frau als warnendes Beispiel für die heutige Zeit uns vor Augen geführt. Ich danke dafür. Dass der Bürgerverein den Gelehrten jetzt mit Rufmord verfolgt, ist unaussprechlich schandbar. Was drängt diese Leute? Geschichtliche Aufklärung? Ist es so, dann verbietet sich die Lüge, doch mit infamen Lügen verfolgt man den Professor jetzt. Persönlicher Vorteil? Ist es aber so, dann ist man nicht besser als diese Tremel-Eggert, und ihr warnendes Beispiel hätte furchtbare Aktualität gewonnen.
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M-Stern (10 Kommentare) am 20.02.2017 14:21

Einwandfrei

Als jüdischer Bürger darf ich Ihnen sagen, dass der Vortrag des Herrn Professor einwandfrei war. Es ist leicht über die Opfer zu sprechen, doch schwer über die Täter. Prof. Czapla hat das mit sicherem Urteil getan, ohne zu beschönigen, ohne in Schutz zu nehmen, aber auch ohne vorschnell zu verurteilen. Die Bereitschaft der Tremel-Eggert, sich den Nazimördern anheimzugeben, hat er als ein Persönlichkeitsmuster beschrieben, das auch heute noch viele Menschen kennzeichnet. Er hat diese Frau als warnendes Beispiel für die heutige Zeit uns vor Augen geführt. Ich danke dafür. Dass der Bürgerverein den Gelehrten jetzt mit Rufmord verfolgt, ist unaussprechlich schandbar. Was drängt diese Leute? Geschichtliche Aufklärung? Ist es so, dann verbietet sich die Lüge, doch mit infamen Lügen verfolgt man den Professor jetzt. Persönlicher Vorteil? Ist es aber so, dann ist man nicht besser als diese Tremel-Eggert, und ihr warnendes Beispiel hätte furchtbare Aktualität gewonnen.
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Sabine_Rieder (2 Kommentare) am 19.02.2017 22:57

Geschichtswissenschaftliche Sternstunde

Prof. Czapla hat, obwohl er als Holocaustforscher auf der Seite der Opfer steht, zu einem kritischen und sorgfältigen Umgang auch mit den Biografien der Täter angehalten. Die immer gleichen Etiketten aufzukleben, nannte er zurecht gefährlich, weil man nicht wisse, wohin das führe. Das hat mir gut gefallen. Der langanhaltende Applaus hat gezeigt, wie sehr das Publikum ihm zustimmte und wie wenig es einverstanden war mit den plakativen Einwürfen von Schumann, der völlig desorientiert schien. Dass Kuni Tremel für die Nazis schrieb, weiß nun jeder. Dass es aber auch noch eine andere Kuni Tremel gab, das war vielen neu. Die Aufgabe eines Wissenschaftlers besteht darin zu erklären, wie eine begabte Schriftstellerin zu einer antisemitischen Hetzerin werden konnte. Czapla hat das überzeugend getan. Ich bin gespannt, was er im Oktober über den verfemten jüd. Philosophen Paul Schrecker, den Schwager von Fr. Baur, referieren wird. Czapla erst hat Schrecker vor dem Vergessen bewahrt.
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dinglreiter (15 Kommentare) am 19.02.2017 20:59

Die Opfer hat man in Burgkunstadt vergessen, man diskutiert über eine gnadenlose Opportunistin

Die Aufarbeitung des Nationalsozialismus hier in Burgkunstadt ist völlig unzureichend. Die Aufarbeitung, die stattgefunden hat, hat die Menschen so gut wie nicht erreicht. Auch von Burgkunstadt aus wurden sogar Kinder in Vernichtungslager geschickt. Nächste Woche wäre Hans-Peter Steinbock aus Burgkunstadt 80 Jahre alt geworden. Man hat ihn 1942 mit 5 Jahren von hier aus in die Gaskammer geschickt. Ich weigere mich, über Dorfgeschichten und die Psyche einer mindestens gnadenlosen Opportunistin zu diskutieren, bevor wir es nicht schaffen, hier in Burgkunstadt zumindest einmal dieser Menschen angemessen zu gedenken. Die Aussage, dass es Opportunisten gibt, die Nazis geworden sind, beinhaltet keinerlei Erkenntnisgewinn. Czapla hat selbst verraten, wo er steht, als er nach seinem Vortrag äußerte, Eggert würde als Autorin für das Dritte Reich "denunziert". Es ist mir nicht erklärlich, warum davon im Obermain Tagblatt nichts zu lesen ist.
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Daubmeier (3 Kommentare) am 20.02.2017 07:45

Gnadenlose Opportunistin ja - aber warum?

Wo man Quellen, die bislang unbekannt waren, nicht zur Kenntnis zu nehmen bereit ist, da wird die Reproduktion überkommener (Vor)Urteile rasch zur Denunziation. Wissenschaftliche Defizite durch unhaltbare Anschuldigungen gegenüber dem Referenten und der Veranstalterin wettzumachen, ist nicht nur justiziabel, sondern ruft Erinnerungen an jene hervor, von denen man sich doch angeblich distanzieren will. In Burgkunstadt fehlt vor allem eine politische Gesprächskultur. Statt Herrn Schuhmann, der dem Vortrag geistig gar nicht gefolgt war, sattsam Bekanntes herumstammeln zu lassen, hätte man eine offene Diskussion führen sollen, wie der Referent es in einem Interview im "Fränkischen Tag" angeregt hatte. Aber das setzt eine Offenheit voraus, die der Bürgerverein nicht besitzt. Statt nachzufragen, verkriecht man sich feige und denunziert.
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Daubmeier (3 Kommentare) am 19.02.2017 08:45

Brillanter und mutiger Vortrag

Ich hab mir die Mühe gemacht, für den Vortrag von Bamberg nach Burgkunstadt zu fahren. und wurde nicht getäuscht. Es gehört für einen Referenten viel Mut dazu, sich eines solchen Themas anzunehmen. Prof. Czapla hatte eine klare Sprache. Er hat unmissverständlich die Verfehlungen und die Systemtreue der Kuni Tremel-Eggert zur Sprache gebracht und verurteilt, er hat aber auch gezeigt, wie wertvoll sie als Heimatdichterin hätte sein können, hätte sie sich den Nazis nicht angedient. Dazu führte er die mehr als 100 Zuhörer an die unveröffentlichten Tagebücher heran - eine wichtige und bisher von der Forschung vernachlässigte Geschichtsquelle. Natürlich gab es bei der anschließenden Diskussion Einwürfe von Leuten, die einer differenzierten historischen Betrachtungsweise nicht gewachsen waren. Wirklich etwas beigetragen haben diese nicht. Wir wissen seit Donnerstag mehr über Tremel-Eggert. Entschuldbar ist, so der Referent, ihre Gefolgschaft nicht, aber erklärbar - als Buhlen um den Erfolg.
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uro_horn (6 Kommentare) am 20.02.2017 12:23

Brillanter und mutiger Vortrag

Wow "Natürlich gab es bei der anschließenden Diskussion Einwürfe von Leuten, die einer differenzierten historischen Betrachtungsweise nicht gewachsen waren" ... Diesen Satz muß man/frau sich auf der Zunge zergehen lassen. Ganz schön elitär und diskriminierend. Für mich ein Grund Ihre eigenen Äusserungen mit Distanz zu betrachten.
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