publiziert: 17.02.2017 17:05 Uhr
aktualisiert: 17.02.2017 17:06 Uhr
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„Schlaue“ Lampen und Stromtrassen

SPD-Kreistagsfraktion berät über Beleuchtung des Wegs zum Klinikum – Tempo 30 in Schney

Auf der Agenda der Kreistagsfraktion der SPD und Sozialen Bürgern standen bei der jüngsten Arbeitssitzung das zukünftige „Green Hospital“, die Nachnutzung des Helmut-G.Walther-Klinikums, die Realschule Bad Staffelstein, das Schulzentrum in Burgkunstadt, eine Anfrage von Schneyer Bürgern zur Tempo-30-Zone in der Friedrich-Ebert-Straße, die geplante Hochspannungstrasse P 44-mod sowie die Landrats- und Bundestagwahl 2017.

Einig war sich die SPD-Fraktion, dass schon aus Kostenersparnisgründen die Landratswahlen ebenfalls am 24. September 2017 stattfinden sollten. Zwar stehe noch die Genehmigung der Bezirksregierung aus, doch hege man keinen Zweifel, dass dem Antrag des Landratsamtes stattgegeben wird.

Sanierungsbedarf vorhanden

Die Viktor-von-Scheffel-Realschule in Bad Staffelstein, die der Landkreis 1972 im Zuge der Gebietsreform übernommen hatte, bedürfe einer grundlegenden Sanierung und Modernisierung, erklärte SPD-Kreisrat Georg Müller. Allerdings wisse man, dass zur Zeit weitere große Investitionen neben dem Klinikneubau nur bedingt möglich seien. Georg Müller empfahl deshalb, vorrangig die alten und zugigen Alufenster, die teils noch in den Klassenzimmern vorzufinden sind, gegen moderne Fenster auszutauschen.

Ideenwettbewerb „Schulberg“

Über den laufenden städtebaulichen Ideenwettbewerb der Stadt Burgkunstadt „Schulberg“ berichteten die Kreisräte Uli Koch und Hans-Peter Marx. Dieser sei frühestens im Herbst/Winter 2017 abgeschlossen. Erst dann wisse man, wie es mit dem geplanten Hallenbadbau weiter gehen könne. Auch wenn die Bauverpflichtung mit dem Landkreis bis Ende des Jahres 2024 verlängert wird, stehe jetzt die Entscheidung an für den Bau der Freisportanlage. Die Entscheidung, welche Sportanlage letztlich gebaut werde, hänge von den Einschätzungen der jeweiligen Schulleitungen ab und der Bezuschussung der Bezirksregierung in Bayreuth.

Sinnvolle Nachnutzung

Die sinnvolle Nachnutzung des Helmut-G.Walther-Klinikums sei stets eine Forderung der SPD-Fraktion gewesen, so Fraktionssprecherin Monika Faber. Heute sehe man die Chance, die sich auftue, dieses Areal für weitere Planungen des Regiomed Konzerns sowie die städtebauliche Entwicklung in Lichtenfels zu nutzen. Ich bin schon sehr gespannt, auf die demnächst zu erwartenden Vorschläge und hoffe, dass auch der Fußgänger- und Fahrradweg vom Klinikum nach Lichtenfels im Gesamtkonzept Berücksichtigung findet, meinte Faber.

Sie erläuterte ihren Kollegen, dass man sich ja schon mit dem Bau des Helmut-G.Walther-Klinikums vor über 40 Jahren Beleuchtungskörper für diese Wegstrecke geleistet habe, die dann unter Landrat Leutner wegen der teils desolaten Lampen und zu hohen Neubeschaffungs- wie Stromkosten abgebaut wurden. Heutzutage gebe es „intelligentere Wegbeleuchtungen“, wusste Faber zu berichten.

So habe man in Ludwigsburg auf einem knapp 800 Meter langen Weg, der zwei Stadtteile miteinander verbindet, im Abstand von 30 Metern hochmoderne Mastaufsatzleuchten aufgestellt. Erst wenn ein Fußgänger oder Radfahrer in den Erfassungsbereich der Sensoren kommt, leuchten die Lichtquellen auf.

Wenn durch dieses neue System bis zu 85 Prozent Energie eingespart werden kann, so sei eine Wegbeleuchtung sinnvoll, meinte Kreisrat Wolfgang Sievert. Auch könne er sich vorstellen, in Zusammenarbeit mit der E.ON., ein Pilotprojekt anzustreben, dass entsprechend bezuschusst werde. Die Fraktion beschloss, sich dafür zu verwenden. Die geplanten Varianten der Hochspannungstrassen P 44 und P 44-mod, die künftig den Strom vom Norden der Republik in den Süden leiten sollen, waren Thema. Kreisrat Simon Ehnes appellierte alles erdenklich Mögliche zu unternehmen, um die P 44-mod zu verhindern. Diese führen durch die Gemeindegebiete von Marktgraitz und Marktzeuln zum Redwitzer Umspannwerk und dann weiter über den Jura Richtung Würgau.

„Überflüssig wie ein Kropf“

Kreisrat Sepp Stark, bezeichnete die nun erneut durch die Netzbetreiber in die Diskussion gebrachte P 44-mod „überflüssig wie einen Kropf“. Er sprach sich dafür aus, dass sich alle Gemeinden im Lichtenfelser Landkreis dagegen aussprechen sollten.

Zum Schluss der Arbeitssitzung ging Fraktionssprecherin Monika Faber noch auf den Antrag ihres verstorbenen Vorgängers Fred Bogdahn ein, den er schon im Februar 2015 an die Landkreisverwaltung gestellt hatte, mit Bitte zu prüfen, ob es machbar wäre, die Tempo 30-Zone in Schney zu verlängern.

Auf Grund der Nachfrage von Schneyer Bürgern, was aus diesem Antrag der SPD-Kreistagsfraktion geworden sei, habe sie sich inzwischen mit Landrat Christian Meißner in Verbindung gesetzt.

red
    
    

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