publiziert: 17.02.2017 15:40 Uhr
aktualisiert: 25.02.2017 03:33 Uhr
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Wort zur Besinnung: „An ihrem Lachen soll man sie erkennen!“

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Wort zur Besinnung

„Fastnacht in Franken“ - die beliebteste Sendung im ganzen Jahr. Haben Sie auch so gelacht? Viele freuen sich schon lange auf den Michl Müller, auf Waltraud und Mariechen, auf Amanda, das liebenswerte Nilpferd…. Lachen befreit. Kummer und Sorgen haben wenigstens für drei Stunden keine Chance. Lachen macht glücklich und froh. Dem Clown hört man lieber zu als dem Prediger. Das ist das Geheimnis der Büttenreden. Mit Humor lässt sich manches leichter ertragen: „Sie haben Übergewicht!“- „Stimmt! Für mein Gewicht müsste ich 2 Meter 10 groß sein. Aber ich kann essen, was ich will – ich werde einfach nicht größer!!“

Je griesgrämiger, desto frommer. Früher hat man geglaubt, Christen gingen zum Lachen in den Keller. Dem ist keineswegs so: An ihrem Lachen soll man sie erkennen!

„Ihr Mann braucht absolute Ruhe, nichts als Ruhe“, sagt der Arzt nach der Visite zur Ehefrau. „ Er darf drei Wochen nicht ins Büro!“ – „Aber grad dort hab‘ ich doch meine Ruh!“ widerspricht der Kranke.“ Je fröhlicher einer durchs Leben geht, desto mehr hat er vom lieben Jesus verstanden. Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen…

Hat Jesus überhaupt gelacht? Nein, heißt es, davon wird nichts berichtet. Er konnte ja nicht lachen, sein Auftrag war so schwer. Er musste ja die Menschen am Kreuz erlösen. Da ist ihm bestimmt das Lachen vergangen.

Aber, wenn er kein fröhlicher Mensch gewesen wäre, wären ihm kaum so viele Leute gefolgt. Warum schauen bei „Fastnacht in Franken“ mehr zu als beim „Wort zum Sonntag“?

Vielleicht wird ja deswegen nichts vom lachenden Jesus berichtet, weil Lachen damals meist als Auslachen galt. Und ausgelacht hat der Mann aus Nazareth bestimmt keinen. Schon gar nicht die, die im Leben nichts zu lachen hatten. Im Gegenteil. Ihnen hat er bestimmt gesagt, „Ihr seid jetzt traurig, des versteh ich. Aber tut euch net ab, ihr dürft euch a bald wieder freua, der liebe Gott is auf euerer Seit?n. Bald tut a für euch a die Sunna wieder scheina.“

Nach der Taufe seines kleinen Bruders ist Philipp ganz traurig und weint. „Was ist denn mit dir los?“, fragt der Vater, als sie wieder zu Hause sind. Mit Tränen in den Augen erwidert der Kleine: „Der Pfarrer hat doch bei der Taufe g?sagt, er möchte, dass wir in einem christlichen Haus aufwachsen. - Ich möcht‘ aber lieber bei euch bleib?n.“

Wenn es heißt, einer sei „so christlich“, dann hat das oft einen faden Beigeschmack. Das Gegenteil sollte gelten: An ihrem Lachen sollt ihr sie erkennen!

„In unserem Kirchenchor ist es großartig. Wir trinken unser Gläschen, klopfen Karten, und manchmal wird auch getanzt.“ – „So? Und wann singt ihr denn“ - „Auf dem Heimweg.“

An ihrem Gesang sollt ihr sie erkennen. Böse Menschen haben keine Lieder.

Religionslehrer: „Was müssen wir als erstes tun, damit unsere Sünden vergeben werden können?“ Schüler: „Sündigen!“ Die Angst vor der Hölle hat ihren Schrecken verloren. Frohbotschaft statt Drohbotschaft!

An ihrem Lachen sollt ihr sie erkennen.

„Warst du heute in der Kirche?“ – „Ja.“ – „Worüber hat der Pfarrer gepredigt?“ – „Über die Sünde.“ – „Und, was hat er g?sagt?“ – „ Er war dagegen.“

Ich wünsche Ihnen immer Zuversicht und eine gute Portion Gottvertrauen: „Et kütt wie et kütt, et is wie et is - und et is noch immer jot jegange“, sagt der rheinische Christ.

Mehr als Worte sagt ein Lied: Margit Sponheimers Karnevalsschlager kann man auch gut als ein Gebet an den lieben Gott verstehen: „Gell du hast mich gelle gern, gelle ich dich a. Gelle, wenn ich lachen tu, gell dann lachst du a. Und wenn die Welt mir Böses bringt, gell dann bitt ich dich:

Gell du lässt mich net, gell du lässt mich net, gell du lässt mich net im Stich. Gell du lässt mich net, gell du lässt mich net, gell du lässt mich net im Stich.“

So isses. Aus. Fertig. Amen. Frohe Zeit und bleiben sie gesund!

Pastoralreferent Peter Lachner, Lichtenfels

    
    

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