publiziert: 16.02.2017 15:35 Uhr
aktualisiert: 24.02.2017 03:33 Uhr
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Blumenregen voller guter Wünsche

Über 42 Jahre Schülern nötiges Rüstzeug vermittelt – Rektorin Tischer in Ruhestand verabschiedet
  • Die Schüler der beiden dritten Klassen überreichten an Gertrud Tischer einen Regenschirm, an dem ein Blumenregen voller guter Wünsche niederging. FOTO: Alfred Thieret 
    Alfred Thieret
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Gleich zweimal wurde die Rektorin der Grundschule am Markt, Gertrud Tischer, am Mittwoch in den Ruhestand verabschiedet.

Am Vormittag waren alle Schüler mit ihren Lehrkräften im Stadtschloss zusammengekommen, um unter der Moderation des Lehrers Manfred Gunzelmann die Schulleiterin gemeinsam oder klassenweise mit zahlreichen Liedern zu erfreuen. Auch der Schulchor unter der Leitung von Stella von Havadi-Arnold und die Flötengruppe der Schule unter Leitung von Reinhard Arnold beteiligten sich an der Feier.

Die Schüler der beiden zweiten Klassen wünschten der scheidenden Schulleiterin: „Bleib gesund zu jeder Stund, ruh‘ dich aus, mach?s dir gemütlich zu Haus?“, während die Schüler der beiden dritten Klassen der Rektorin „Auf Wiedersehen“ in den verschiedensten Sprachen zuriefen. Die Kinder der beiden dritten Klassen überreichten mit ihrer Lehrerin einen Regenschirm, an dem ein Blumenregen voller guter Wünsche niederging.

„Für Trudi ist die Schule aus.“
Lied des Lehrerkollegiums

Schließlich vereinte sich das ganze Lehrerkollegium zu dem Lied „Für Trudi ist die Schule aus“. Die Rektorin bedankte sich herzlich bei allen für die guten Wünsche.

Anschließend folgte die offizielle Feier in der Schule am Markt. Schulamtsdirektor Norbert Hauck bescheinigte Gertrud Tischer, dass sie seit September 1974 die Entwicklung mehrerer Schulen im Landkreis mitgeprägt habe. So sei sie nach der Lehramtsanwärterzeit, die sie von 1974 bis 1977 nach Schwürbitz, Burgkunstadt und Lichtenfels-Seubelsdorf führte, an verschiedenen Schulen im Landkreis tätig gewesen. 2004 erfolgte die Ernennung zur Konrektorin der Grundschule am Markt und 2008 zur Rektorin der Grundschule Burgkunstadt, ehe sie 2013 zur Lichtenfelser Schule als Rektorin zurückkehrte.

Große Verantwortung

Lehrerin zu sein und erst recht eine Schule zu leiten, sei nicht irgendein Beruf, den man mit links erledigen könne, betonte der Schulamtsdirektor. Man habe schließlich mit Kindern und Jugendlichen zu tun, die Förderung und Zuspruch und bei Problemen Unterstützung bräuchten. Schule sei Lern- und Lebensraum für viele Menschen. Eltern, Wirtschaft und Gesellschaft stellten hohe Ansprüche an Bildung. Schule sei ein komplexes Gefüge aus Werten, Normen und Vorschriften. Dies stelle hohe Anforderungen an die Leitung einer Schule. Man müsse Vorbild sein, Konflikte aktiv angehen, mit verschiedenen Stellen kooperieren, die Schule öffnen und Schulentwicklung betreiben.

Für ihre geleistete Arbeit, für ihr großes Engagement und ihren Einsatz in fast 43 Jahren aktiver schulischer Arbeit bedankte sich der Schulamtsdirektor herzlich bei Gertrud Tischer und wünschte ihr alles Gute für ihren neuen Lebensabschnitt.

Erster Bürgermeister Andreas Hügerich dankte im Namen der Stadt, die als Sachaufwandsträger für die Grundschulen zuständig ist, bei der scheidenden Pädagogin für ihre engagierte Arbeit, mit der sie den vielen Schülern das nötige Rüstzeug für ihren weiteren Lebensweg vermittelt habe.

Auch der Vorsitzende des Personalrats, Bernhard Jeßberger, und die Vorsitzende des Elternbeirats, Klaudia Pecht, verabschiedeten sich von Gertrud Tischer mit herzlichen Worten.

Mit lachendem und weinendem Auge

Gertrud Tischer sah den Tag des Abschieds mit einem lachenden und weinenden Auge. Das lachende Auge sehe die Freude am Beruf, den Erfolg im Beruf und die Zeit nach dem Beruf, sowie den wichtigen Aspekt, Zeit zu haben für die Familie, die kleine Enkelin, für Hobbys, eben für das private Leben. Das weinende Auge sehe die Grundschule Lichtenfels am Markt, die 191 Schüler und eine kollegiale Gemeinschaft, die ihr alle sehr nahe gestanden hätten.

Diese Schule habe ihr Leben ziemlich lange begleitet. Sie sei hier als Lehramtsanwärterin im Prüfungsjahr, als Lehrerin, als Konrektorin und schließlich als Schulleiterin gewesen. Deshalb sei es für sie emotional nicht leicht, hier Abschied zu nehmen.

Zum Schluss verabschiedeten sich alle Kolleginnen und der einzige Kollege von Gertrud Tischer jeweils mit einem Geschenk und einem gemeinsam gesungenen Lied und wünschten der scheidenden Schulleiterin für den Ruhestand alles Gute.

Von unserem Mitarbeiter

Alfred Thieret

    
    

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