SCHWABTHAL/MÜNCHEN

Ein Männertraum im Dirndl

Eine große Ehre für die Schwabthalerin: Die 21-jährige Patrizia Dinkel ist das aktuelle Wiesn-Playmate. Foto: Sacha Eyeland für Playboy Oktober 2017

Diesen Abend wird Patrizia Dinkel wohl nie mehr vergessen. Die 21-Jährige sitzt mit ihren Berufsschulkollegen in einer Münchner Destillerie, hat das erste „Versucherla“ in der Hand. Da sieht sie auf ihrem Handy, dass ihr jemand auf die Mailbox gesprochen hat. Es ist der Anruf, auf den die Schwabthalerin so sehr gehofft hat. Die Nachricht, mit der sie schon nicht mehr gerechnet hatte. Es ist die Zusage vom bekanntesten Männermagazin der Welt: Der „Playboy“ verpflichtet sie als Wiesn-Playmate. „Die Idee, mich beim Playboy zu bewerben, hatte ich schon ganz lange. Sie kam mir, als ich 16 war – und ich wollte mich mit 18 bewerben“, sagt sie im Gespräch mit dieser Redaktion. Ihren Eltern gehört der Landgasthof Augustin in Schwabthal – und da fand schon einmal ein Fotoshooting mit einem Playmate statt. Neugierig beäugt von Tochter Patrizia: „Ich habe das damals mitverfolgt, fand das Playmate total hübsch und bewunderte sie.“ Seither war es ihr großer Traum.

„Ich liebe Volksfeste,

gehe auf jedes, für das ich

Zeit habe. Egal, ob die Münchner Wiesn oder

bei uns daheim.“

Patrizia Dinkel, Wiesn-Playmate

Vor eineinhalb Jahren zog die 21-Jährige, nach der Ausbildung als Hotelfachfrau in Nürnberg, in die Landeshauptstadt München, begann eine Lehre als Köchin bei Feinkost Käfer. „So habe ich gehört, dass ein Wiesn-Playmate gesucht wird“, erinnert sich die Schwabthalerin. Ihre Mutter war von dieser Idee im ersten Moment überhaupt nicht begeistert. Letztlich aber unterstützte sie ihre Tochter bei ihrem Vorhaben, feilte mit ihr an der Bewerbung und suchte, zusammen mit ihren Tanten, die Fotos aus, die dann an das Männermagazin geschickt wurden. „Ich habe schon vorher immer mal wieder Hobby-Shootings gemacht, einfach aus Spaß, aber auch schon als Teilakt oder in Dessous“, erklärt sie. Ein befreundeter Fotograf aus München schoss die Bilder, die die Macher von Playboy verzückten.

In 20 Minuten alles klar gemacht

Patrizia wurde zu einem ersten Casting eingeladen, bei dem viele Fragen gestellt – nach Arbeit, Motivation und Körbchengröße – und einige Fotos geschossen wurden. „Eine Woche später folgte ein nettes 20-Minuten-Gespräch mit dem Chef von Playboy Deutschland.“ Er versprach, dass man sich spätestens in einer Woche melden werde. Patrizia hoffte, hörte aber lange nichts von den Verantwortlichen. Bis zu jenem Abend.

„Dann wusste ich erst einmal nicht, wie ich es meinem Arbeitgeber beibringen sollte“, so die schöne „Schwodlerin“. Denn für das „Käfer“-Team bedeutet das Oktoberfest Hochkonjunktur. Und Wiesn-Playmate zu sein, bedeutet weit mehr, als nur gelegentlich sexy über das größte Volksfest der Welt zu schwänzeln. Schon jetzt ist der Terminkalender von Patrizia gut gefüllt – und fast täglich kommen neue Anfragen herein. „Zunächst habe ich meiner Ausbildungsleiterin und meinem Küchen-Chef angeboten, dass ich auch während der Wiesn arbeiten könnte.“ Im Nachhinein betrachtet eher schwerlich möglich. Ihr kulanter Arbeitgeber jedoch stellte sie für den September frei. „Und alle Arbeitskollegen beglückwünschten mich und freuten sich mit mir. Wir sind ein eingeschweißtes Team!“

Fotoshooting in Südtirol

Patrizias ästhetische Fotos, die ab Donnerstag im neuen Playboy zu sehen sind, entstanden auf der Alm beziehungsweise in einer Almhütte und an einem Alpensee in Hafling bei Meran im Südtirol. „Das waren megaschöne, aber auch überaus anstrengende drei Tage“, meint sie rückblickend. Immer wieder umziehen, neu schminken, neu frisieren, dann die verschiedensten Posen und Locations: „Danach hatte ich schon richtig Rückenschmerzen. Man glaubt gar nicht, wie anstrengend das ist.“ Die taffe 21-Jährige entschied selbst, was sie zulassen wollte und was nicht. Die mitunter hüllenlosen Fotos waren für das bisherige Hobby-Model kein Problem, weder handwerklich noch „vom Kopf her“. Das Video, dass auf der Playboy-Homepage zu sehen ist, war schon etwas schwieriger, denn vor der Kamera stand die Blondine noch nie: „Da lässt sich nicht so leicht etwas Richten oder Zurechtzupfen wie bei Fotos. Das Spiel mit der Kamera war für mich eine neue Welt. “ Ihr tieffränkischer Dialekt, der den deutschen Playboy-Chef übrigens sehr beeindruckte, brachte zudem manches Hindernis mit sich: „Ich musste sagen, dass ich bei Playboy Premium zu sehen bin. Doch das mit P und B war so eine Sache. Wir haben die Szene zigmal neu gedreht.“ Patrizia lacht. Das Shooting bereitete ihr mächtig Spaß.

„Ich liebe Volksfeste, gehe auf jedes, für das ich Zeit habe. Egal, ob die Münchner Wiesn oder bei uns daheim“, schwärmt Patrizia. „Und ich liebe es, ein Dirndl anzuziehen.“ Seit vielen Jahren schon ist das Oktoberfest für sie ein Muss, im vergangenen Jahr war sie sogar sechsmal auf der Theresienwiese und konnte als „Käfer“-Mitarbeiterin hinter die Kulissen blicken. „Live mittendrin zu sein, ist schon etwas anderes als ein Kurzbesuch.“ In diesem Jahr wird die kontaktfreudige Schöne vor den Kulissen stehen und täglich auf der Wiesn sein, immer begleitet von einem professionellen Fotografen, der sie auch vor allzu aufdringlichen Verehrern schützen wird. Die Hiobsbotschaft für die Männerwelt: Patrizia ist fest vergeben und „einer der treuesten Menschen überhaupt“. Was aber nicht heißt, dass die 1,68 Meter große Oberfränkin auf dem Oktoberfest nicht für das ein oder andere „Selfie“ bereitsteht.

Dass sie ab Donnerstag eine Dreiviertelmillion neuer Verehrer in ganz Deutschland und darüber hinaus haben dürfte, nimmt die bodenständige Schwabthalerin ganz gelassen. Durch Freunde, Familie und Job ist sie geerdet. „Meine Mädels und meine Familie stehen hinter mir. Auch meine Mama und mein Papa sind mittlerweile mächtig stolz auf mich“, freut sich die heimatverbundene 21-Jährige. Durch ihren Job als Köchin bleibt sie auf dem Boden der Tatsachen: „In einer Küche herrscht ein rauer Ton, da heißt es richtig anpacken.“ Natürlich wird auch sie nicht geschont. Aber genau das liebt sie, genau das braucht sie: „Ich scheue mich nicht davor, mich dreckig zu machen.“ Oder mal einen Fisch fachmännisch auszunehmen.

Ein spannendes Jahr

Vor Patrizia liegt ein spannendes Jahr, denn genau so lange läuft der Vertrag. „Und irgendwie kann ich es noch immer nicht glauben, bis ich das neue Heft in der Hand halte.“ Sie hofft auf nette Bekanntschaften, auf den ein oder anderen Promi, auf tolle Partys. „Mal schauen, was draus wird. So oder so gehe ich meinen Weg weiter, egal, was kommt.“ Und der heißt: Die Ausbildung zur Köchin bei „Käfer“ abschließen – und irgendwann in die elterlichen Fußstapfen treten.

Weitere Motive von Miss Oktober 2017 Patrizia Dinkel unter: www.playboy.de/girls/playmates/patrizia-dinkel.

Die Schönheit vom Obermain ziert das Oktoberfest-Spezial des Männermagazins.