publiziert: 17.02.2017 15:25 Uhr
aktualisiert: 25.02.2017 03:33 Uhr
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Der Stellvertreter des Guardians

Pater Alexander Weißenberger neu im Kloster Vierzehnheiligen – Klostervikar
  • Die Tür zum Kloster Vierzehnheiligen hält Pater Alexander für alle offen.FOTO: Andreas Welz 
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S Vierzehnheiligen

Nach dem „heiligen Berg der Franken“, dem Kreuzberg, erklimmt jetzt Pater Alexander Weißenberger den „heiligen Berg im Gottesgarten am Obermain“: Der Franziskaner beginnt am Sonntag seine Arbeit als Klostervikar und stellvertretender Guardian des Klosters Vierzehnheiligen.

Mit etwas Wehmut blickt der Geistliche auf sein jahrzehntelanges Wirken im Kloster Kreuzberg zurück. Die vergangenen zehn Jahre wirkte er im Kloster Dettelbach, das am 31. Januar aufgelöst wurde. Sein Wunsch dann nach Vierzehnheiligen zu wechseln, ging in Erfüllung. „Ich wollte in Franken bleiben“, sagt er im Gespräch mit dieser Redaktion. Die Basilika kennt er von Kindesbeinen an, die er mit seinen Eltern öfter besuchte.

Gebürtiger Würzburger

Pater Alexander wurde am 11. Februar 1939 in Würzburg geboren und wuchs in Fuchsstadt bei Hammelburg auf. Er war das achte von acht Kindern. Die Eltern ernährten sich von einer kleinen Landwirtschaft. Dank seiner ältesten Schwester konnte er 1960 das Abitur machen und später in München an der ordenseigenen Hochschule Philosophie, Theologie und Kirchengeschichte studieren. Sehr früh fühlte er sich mit den Franziskanern verbunden, lebte er doch in Bamberg im Internat des Ordens „Antonianum“. Sein einjähriges Noviziat absolvierte er im Kloster Dietfurt im Altmühltal.

Priesterweihe in München

1966 erhielt Pater Alexander die Priesterweihe in München und ein Jahr später eine Kaplanstelle im Kloster Dettelbach. Die sechs Jahre dort waren mit harter Arbeit gefüllt. „Neben der Seelsorge musste ich 26 Religionsstunden in der Woche geben“, erinnert er sich. Ab 1973 folgten 28 Jahre im Kloster Kreuzberg, wo er mit leitenden Aufgaben betreut wurde. Er führte die Bücher, selbst die Lohnbuchhaltung für die 70 Angestellten. Eigentlich wollte er nach 25 Jahren aufhören und ein „ganz normales Ordensleben führen“.

Die Brauerei geleitet

Durch den Tod des Ökonoms Pater Cyrill, ein Nachfolger stand noch nicht zur Verfügung, leitete Pater Alexander noch drei weitere Jahre den Wirtschaftsbetrieb des Klosters Kreuzberg. Unter anderem die Brauerei, die für ihr bernsteinfarbenes Bier bekannt ist. Nach einer fünfjährigen Zeit im Kloster Gößweinstein kehrte Pater Alexander nach Dettelbach zurück. Aufgrund der Auflösung des Klosters konnte er nicht, wie ursprünglich geplant, im Sommer vergangenen Jahres gemeinsam mit Pater Stanislaus seine Arbeit in Vierzehnheiligen beginnen. Am Sonntag, 19. Februar, predigt er in der Basilika um 7.30 Uhr, 9 Uhr und 10.30 Uhr.

In erster Linie Wallfahrtsseelsorger

Dass Pater Alexander in erster Linie die Seelsorge, die Aufgaben im Kloster und die Betreuung der Wallfahrer übernimmt, ist für ihn selbstverständlich. Aber da ist noch etwas: seine handwerkliche Begabung, die ihm vom Vater in die Wiege gelegt wurde. Er reiste mit einer kompletten Werkstattausrüstung an.

In einem Raum am Klosterhof wurde Platz für Maschinen und Werkzeuge geschaffen. Dann kann er schreinern und reparieren, sogar mauern und malern. Er versteht sich auf Elektroarbeiten, stopft seine Socken, wäscht seine Wäsche selber und näht nicht nur einen Knopf an, sondern bedient auch die Nähmaschine.

Am vergangenen Donnerstag erspähte der Pater einen lockeren Handtuchhalter, den er umgehend wieder befestigte.

sz
    
    

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