VIERZEHNHEILIGEN

Die Erwartung der Ankunft Gottes

Einstimmung auf Weihnachten: Der Gospelchor „Good News“ mit Dirigent Wolfram Brüggemann gestaltete maßgeblich die Advent... Foto: Andreas Welz

Die Adventsandacht mit dem Bad Staffelsteiner Gospelchor „Good News“ in der Basilika Vierzehnheiligen stimmte mit besinnlichen Texten und afroamerikanischer christlicher Musik auf die Weihnachtstage ein.

In Qualität, Klangfülle, Harmonie und Ausgewogenheit übertraf der Gesang am vergangenen Sonntagnachmittag frühere Auftritte in der Basilika. Pater Heribert Arens bezeichnete Adventslieder, die die Erwartung der Ankunft Gottes bei den Menschen, besingen. Adventslieder seien geprägt von der sehnlichen Erwartung des Heilands. Advent sei die Tür, durch die Gott auch in unser Leben trete, sagte der Franziskaner. In seinem Gebet wünschte er die Stille, die heute nur noch wenige vermissten.

Es war bewundernswert zu erleben, welche gute musikalische Qualität sich der Chor im fünften Jahr seiner Existenz unter der Leitung des stellvertretenden Bundes-Chorleiter Wolfram Brüggemann erworben hat. Vor allem die ausstrahlende Sangesfreude der über 40 Sängerinnen und Sänger des Chores war bemerkenswert. Ihre Lieder beziehen sich auf die Schöpfungsgeschichte, die Freundschaft zu Jesus Christus, Gottes Gnade als zentrales Element des christlichen Glaubens, das Erbarmen Gottes mit dem Hilfesuchenden, Geschichten aus dem Neuen Testament, tiefere Liebe und bisher nicht gekannten Trost.

Mit „Joy to the World“, eines der beliebtesten und bekanntesten Weihnachtslieder aus dem angelsächsischen Sprachraum, eröffnete der Chor den Reigen der bekannten klassischen Gospels wie das weihnachtliche „Go, tell it on the mountains“. Alles wurde auswendig gesungen, und so gab der Chor viel unmittelbare Bewegung und „Emotion“ an die Gottesdienstbesucher weiter. Bei großen Gottesdiensten singt der Chor am Antoniusaltar. Von dort erreicht seine Klangfülle nicht alle Besucher. Da die Andacht vom Gnadenaltar gehalten wurde, hatte sich der Chor am Paulusaltar aufgestellt. Von dort war die Akustik gut, nicht zuletzt wegen der Nähe zu den Zuhörern.