ALTENKUNSTADT

Weihnachtsglocken und Jubelgesänge

Lieder zur Weihnachtszeit präsentierte der katholische Kirchenchor Altenkunstadt unter der Leitung von Maria Winkler bei einem kirchenmusikalischen Gottesdienst im Speisesaal des Friedrich-Baur-Seniorenzentrums Sankt Kunigund. Sowohl die Heimbewohner wie auch die vielen Gäste war... Foto: Bernd Kleinert

„Erlesene Perlen aus dem reichen Schatzkästlein sakraler Klänge“ präsentierte der katholische Kirchenchor bei einem kirchenmusikalischen Gottesdienst zur Weihnachtszeit am Samstagnachmittag im Friedrich-Baur-Seniorenzentrum Sankt Kunigund. Nicht nur die Heimbewohner, auch viele Gläubige der Pfarrei „Mariä Geburt“ und Gäste lauschten begeistert den bravourösen Darbietungen der traditionsreichen Gesangsgruppe, deren Ursprung bis vor das Jahr 1847 zurückreicht.

Der festlich geschmückte Speisesaal war komplett gefüllt. Unter Leitung von Dirigentin Maria Winkler brachten die Sänger die Stücke „Hört die Weihnachtsglocken klingen“ und „Es ist ein Ros? entsprungen“ zu Gehör. Mit dem Chorsatz „Freuet euch all, der Herr ist da“ aus einem Werk von Georg Friedrich Händel interpretierten die Aktiven eine Hymne, von der es viele Versionen gibt. Unter dem Titel „Joy to the world“ gehört sie im angelsächsischen Raum sogar zu den bekanntesten und beliebtesten Weihnachtsliedern.

Ein „sakrales Schmankerl“ bildete das lateinische Chorwerk „Transeamus usque Bethlehem“. Der „Jubelgesang für die heilige Christnacht“ stammt aus der Feder von Josef Schnabel. Unter die Haut ging das beschauliche „Ich bete an die Macht der Liebe“. Den Text schrieb 1750 der pietistische Prediger Gerhard Tersteegen. Die Melodie, die das Lied letztlich berühmt machte, komponierte der in Petersburg wirkende ukrainische Musiker Dmitri Stepanowitsch Bortnjanski.

„Wir haben eine lange Saison hinter uns. Ich kann deshalb unseren Sängern gar nicht genug danken.“
Maria Winkler, Dirigentin

Zusammen mit den Besuchern sang der Chor „O du fröhliche“, das als eines der populärsten deutschsprachigen Weihnachtslieder vor genau 202 Jahren zum ersten Mal erklang. Marita Funk begleitete die Darbietungen auf dem Elektro-Klavier. Nicht nur die Zuhörer, auch Pater Wladyslaw Dymny, der Heimseelsorger des Friedrich-Baur-Seniorenzentrums, war begeistert. „Singt mit der Stimme, singt mit dem Herzen, singt mit dem Mund, singt mit dem Leben“, zitierte er den Heiligen Augustinus. Der Geistliche dankte dem katholischen Kirchenchor für die „wunderschönen Beiträge“.

Die Besucher spendeten reichlich Beifall. „Wir haben eine lange Saison hinter uns. Ich kann deshalb unseren Sängern gar nicht genug danken“, erklärte Dirigentin Maria Winkler. Damit der Chor auch in Zukunft zur Ehre Gottes und zur Erbauung der Gläubigen singen könne, brauche er dringend Verstärkung durch Männerstimmen. „Neue Mitglieder sind daher bei uns immer willkommen“, betonte Winkler.