ALTENKUNSTADT

Zum Schmunzeln und zum Nachdenken

Ein Nachmittag zum Thema „Licht und Sterne“ vereinte zahlreiche Senioren der katholischen Kirchengemeinde Altenkunstadt und der Kuratie Maineck. Für alle Kranken, Einsamen, Verzweifelten und Verstorbenen zündeten (v. re.) Rosanne Tucakovicz, Steffi Deuerling und Elisabeth Wiehle ... Foto: Bernd Kleinert

Es ist ein schöner Brauch, dass die katholische Kirchengemeinde ihre Senioren zu einem vorweihnachtlichen Nachmittag einlädt. Auch diesmal war die Resonanz groß. Viele Frauen und Männer, darunter auch Gäste aus der Kuratie Maineck, hatten sich im mit Kerzen und Tannengrün geschmückten Pfarrsaal eingefunden, um in beschaulicher Atmosphäre bei Kaffee, Christstollen und Krapfen besinnliche Stunden zu verbringen.

Im Mittelpunkt des Geschehens stand eine mit Liedern untermalte Meditation zum Thema „Licht und Sterne“, gestaltet von Seniorenbetreuerin Steffi Deuerling, Rosanne Tucakovic und Elisabeth Wiehle. „Wir können dankbar sein, dass wir in Frieden leben dürfen.“ In einer Welt voller Krieg und Unruhe ist das keine Selbstverständlichkeit, gaben die Frauen zu bedenken. Sterne, die früher den Seefahrern geholfen hätten, sich auf dem Meer zu orientieren, würden für alle Menschen – ohne Ausnahme – leuchten. „Und es war ein Stern, der den Weg zum Stall in Bethlehem wies. Zu dem, der Licht in unser Leben bringt“, sagte die Seniorenbetreuerin. Trotz der Erforschung des Weltalls sei der faszinierende Sternenhimmel etwas Geheimnisvolles geblieben.

Steffi Deuerling erzählte den Senioren, wie Franz von Assisi im Jahr 1223 die Heilige Nacht erlebt habe: „Die Krippendarstellungen, wie wir sie kennen, gehen auf den heiligen Franz zurück.“ Die Verkündigung der Geburt Jesu in fränkischer Mundart und auf das 21. Jahrhundert bezogen, regte zum Schmunzeln und zum Nachdenken an. In die Fürbitten schlossen die Mitwirkenden alle alten, kranken, einsamen und Not leidenden Menschen ein. Gedacht wurde der in diesem Jahr verstorbenen Mitglieder des katholischen Seniorenkreises. Für sie zündeten die Frauen Kerzen an.

Mit Herzblut

„Mit dem Weihnachtsfest legt sich die Hektik der Adventszeit und wir alle haben wieder ein Ohr für die alten, aber dennoch ganz aktuellen Botschaften dieses Festes“, meinte Bürgermeister Robert Hümmer. Er würdigte den Einsatz all derer, die sich in den Dienst älterer Menschen stellen. „In unserem Leben herrscht oft Dunkelheit. In diese Finsternis unseres Daseins kann Jesus mit seiner frohen Botschaft Licht bringen“, betonte Franziskaner-Pater Rufus Witt. Steffi Deuerling dankte den Helfern, die immer da sind, wenn sie gebraucht werden. „Was du tust, tust du mit Herzblut“, würdigte Pfarrgemeinderätin Anni Gückel das unermüdliche Schaffen der Seniorenbetreuerin. Für alle Besucher gab es ein Geschenk. Die Basteldamen des katholischen Frauenkreises boten kreative Handarbeiten zum Kauf an. Der Erlös kommt kirchlichen und sozialen Zwecken zugute.

Der erste Seniorennachmittag der katholischen Kirchengemeinde Altenkunstadt im neuen Jahr findet am Donnerstag, 11. Januar, um 14 Uhr im Pfarrsaal statt.