WEISMAIN

Ballast abwerfen und frei werden

Kathrin Karban-Völkl ermutigte die Kolping-Frauen, sich von Altem und Nutzlosem zu trennen, um damit wieder mehr Raum für sich selbst zu schaffen. FOTO: Dieter Radziej Foto: Dieter Radziej

Tipps wie jeder „Raum für sich selbst schaffen kann“, gab Kathrin Karban-Völkl beim „Frauenfrühstück“, zu dem die Weismainer Kolping-Frauen in das Hotel „Alte Post“ eingeladen hatten. Sie ermutigte dazu, Ballast abzuwerfen, um mehr Zeit für sich zu gewinnen. Vorsitzende Monika Will freute sich über zahlreiche Besucherinnen, die die Möglichkeit nutzten, sich beim Frühstück etwas Ruhe zu gönnen und Anregungen aufzunehmen, um im Leben aufzuräumen und sich innerlich etwas Freiraum zu schaffen.

Die Buchautorin und Religionspädagogin Kathrin Karban-Völkl beschrieb am Bild eines Spaziergangs durch das Haus oder die Wohnung einige Möglichkeiten, Ordnung zu schaffen. So seien im Keller oft schon die Treppen regelrecht „zugestellt“ mit Vasen und Marmeladengläsern, Blumentöpfe oder einem kaputten Staubsauger. „Nur etwa 20 Prozent der Bekleidung, die wir besitzen, wird regelmäßig getragen“, meinte die Referentin. Viele Dinge würden nur deshalb aufbewahrt, weil sich damit Erinnerungen verbinden. „Jeder sollte sich bewusst machen, dass er mehr Raum und Zeit hat, wenn er aufräumt und sich umständliches Suchen erspart“, meinte die Referentin.

„Wenn vieles, das nicht mehr benötigt wird, beseitigt wurde, haben wir wieder mehr Zeit und Raum nicht nur für uns selbst, sondern auch für die Familie“, erklärte Kathrin Karban-Völkl. Dies tue der Seele gut. Wichtig sei es auch, sich nicht zu viele Sorgen zu machen. So wie Bäume im Herbst ihre Blätter abwerfen, um sie im Frühjahr von Neuem zu entfalten, sollte man Ballast abwerfen, um unbeschwerter durchs Leben gehen zu können.

Monika Will wies auf das nächste Frauen-Frühstück im März 2018 hin.