WEISMAIN

Großeinsatz bei Brand in leerstehendem Haus

Mit Steckleitern drangen die Einsatzkräfte zum Brandherd im ersten Stock des leer stehenden Hauses vor. FOTOS: Dieter Radziej Foto: Dieter Radziej

Rund 50 000 Euro Schaden entstand beim Brand eines leerstehenden Wohnhauses am Weismainer Kolpingplatz in der Dienstagnacht. Fünf Feuerwehren mit drei Drehleitern und der Rettungsdienst waren im Einsatz. Wegen des Verdachts auf Brandstiftung hat die Kriminalpolizei Coburg die Ermittlungen aufgenommen.

Die Flammen bemerkte ein Feuerwehrmann gegen 23 Uhr, Er alarmierte die integrierte Leitstelle über den Brand. Aus dem seit längerem leerstehenden Anwesen loderten schon nach kurzer Zeit Flammen und griffen schnell auf den Dachstuhl über. Nach einer Stunde hatten die 116 Feuerwehreinsatzkräfte den Brand unter Kontrolle.

Löscharbeiten von drei Drehleitern aus

Der Einsatz war recht schwierig, denn das gesamte Gebäude war in Rauch gehüllt, so dass das eigentliche Ausmaß des Brands erst mit den Wärmebildkameras lokalisiert werden konnte. Mit zahlreichen Strahlrohren, auch von der Drehleiter Burgkunstadt aus, löschten die Feuerwehrleute den Brandherd im Obergeschoss. Eine anfängliche Absuche des Gebäudes nach Personen musste abgebrochen werden, weil die Gefahr bestand, dass die Decke einstürzen könnte.

Versorgung der Anwohner in Turnhalle

Mit Steckleitern kämpften sich die Feuerwehrkameraden an der Hauswand empor, um die Fenster einzuschlagen, bevor der Innenangriff erfolgen konnte. Als die Flammen eingedämmt waren, deckten sie mit Hilfe der Drehleitern aus Burgkunstadt, Küps und Lichtenfels aus die Ziegel ab und schnitten Dachsparren auf, um die letzten Brandherde zu löschen.

Außerdem mussten die Rettungskräfte wegen der engen Bebauung die Nachbargebäude mit Wasserwänden schützen. Da eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden konnte, mussten rund 15 Bewohner vorsorglich ihre Häuser verlassen. Sofern sie nicht bei Freunden und Nachbarn unterkommen konnten, wurden sie von 17 Einsatzkräften des Roten Kreuzes und Mitarbeitern der Stadt in der Grundschulturnhalle untergebracht, wie Bürgermeister Udo Dauer berichtet. Nach den Löscharbeiten durften sie wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Innenstadt war aufgrund des Brands mehrere Stunden lang komplett gesperrt. Insgesamt waren 116 Feuerwehrleute aus Weismain, Altenkunstadt, Geutenreuth, Marktzeuln, Hochstadt und Küps sowie 17 Helfer des Roten Kreuzes im Einsatz. Bürgermeister Udo Dauer, Mitarbeiter der Verwaltung und des Bauhofs sowie Stadträte informierten sich vor Ort über das Ausmaß des Schadens und kümmerten sich um die evakuierten Nachbarn.

Das leer stehende Haus werde trotz der massiven Schäden vorerst nicht abgebrochen, teilte Bürgermeister Udo Dauer mit. Da keine Gefahr für die öffentliche Sicherheit bestehe, sei nur eine Notsicherung vorgesehen. Für diese Arbeiten bleibt die Kreisstraße bis 12. Oktober gesperrt.

Mit drei Drehleitern löschte ein Großaufgebot an Feuerwehren den Brand eines leerstehenden Hauses am Weismainer Kolpingplatz. FOTO: Frank Spitzenpfeil Foto: Frank Spitzenpfeil
Über die Drehleiter bekämpften die Feuerwehrleute die Flammen. Foto: Frank Spitzenpfeil
Löschangriff mit Steckleitern: Der Brandherd war schwierig zu erreichen. FOTO: Frank Spitzenpfeil