STRÖSSENDORF

Am Abwasser scheiden sich die Geister

Ein erfreulicher Besuch und lebhafte Diskussionen prägten das Bürgergespräch im Gemeindeteil Strössendorf. FOTOS: Dieter... Foto: Dieter Radziej

Die Abwasserbeseitigung war das beherrschende Thema eines Bürgergespräches im Gemeindeteil Strössendorf, wobei vor allem das vom Gemeinderat beschlossene „Trennsystem“ mehrfach angesprochen wurde.

Eingangs ging Bürgermeister Robert Hümmer auf das aktuelle Gemeindegeschehen, die Entwicklung der Steuerkraft und der Einwohnerzahlen sowie die Investitionsvorhaben ein. Zum Feuerwehrwesen bemerkte er, dass demnächst der Gemeinderat zu entscheiden habe, wie die Unterbringung der Tragkraftspritzenfahrzeuge in den Ortsteilen Strössendorf, Baiersdorf und Woffendorf erfolgen soll.

Höhere Kosten befürchtet

Speziell zu Strössendorf bemerkte Bürgermeister Hümmer noch, dass hier das Ortsschild in der Zeublitzer Straße etwas versetzt wurde. Bei der Treppe an der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche Sankt Katharina war inzwischen ein Gerichtsgutachter vor Ort und hat sich die Schäden angesehen, wogegen in der Weidnitzer Straße inzwischen nochmalige Teerarbeiten erfolgt sind. Dank sagte Hümmer an dieser Stelle den „rüstigen Rentnern“ des Ortsteils, die sich unentgeltlich der Pflege der Anlagen in Strössendorf annehmen.

Bei der allgemeinen Aussprache erinnerte Roland Schöps daran, dass auch in Strössendorf der Abbau der bestehenden Strom-Dachständer in Betracht gezogen werden sollte. Harry Reichstein und Frank Jetschina gingen vor allem auf die Abwasserbeseitigung ein. Während in Baiersdorf gegenwärtig ein Mischsystem favorisiert werde, war in Strössendorf schon vor längerer Zeit die Entscheidung zugunsten eines Trennsystems gefallen. Auch wenn diese Entwässerungsform gewisse Vorteile biete, kann nicht darüber hinweggesehen werden, sagten beide Redner, dass dies ein doppeltes Kanalnetz und damit einen höheren Kostenaufwand erfordert, sodass durch eine unterschiedliche Abwasserbeseitigung auch eine gewisse Ungleichbehandlung in Strössendorf gesehen werde.

Zwar richte sich eine Kommune insbesondere nach den Vorgaben der Wasserwirtschaft, jedoch habe eine Gemeinde, gab Peter Hildebrandt zu bedenken, bei der Abwasserbeseitigung auch ein gewisses Mitsprache- und Entscheidungsrecht. Aufgrund der zahlreichen Wortmeldungen sicherte Hümmer zu, diese beiden unterschiedlichen Entwässerungsformen in Baiersdorf und Strössendorf im Gemeinderat nochmals zur Sprache zu bringen.

Kurt Will ging auf den Straßenzustand im Hirtengraben ein, Michael Erhardt sprach die Oberflächenwasserbeseitigung im Bereich der Markgrafenstraße an, während Wilfried Sünkel den Biberbach erwähnte. Jürgen Ros bat hin und wieder auch die Regeneinlaufschächte in den Ortsstraßen zu säubern. Bei baulichen Maßnahmen sollte künftig auch die Erreichbarkeit der Anliegergrundstücke besser gewährleistet werden, lautete eine weitere Anregung.

Tempo beschränken

Außerdem kam der Hinweis auf verschiedene Mäharbeiten und Grünpflegemaßnahmen. Zwar wurde das Ortsschild etwas weiter in Richtung Zeublitz gerückt, so Martin Neundörfer, jedoch muss immer noch festgestellt werden, dass viele Autofahrer zu schnell in den Gemeindeteil fahren, sodass vielleicht eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer, oder die Anbringung einer digitalen Geschwindigkeitsanzeige nach seiner Ansicht sinnvoll wäre.

Die Treppe an der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche St. Katharina ist aufgrund der Schäden derzeit sogar gesperrt. Foto: Dieter Radziej