ALTENKUNSTADT

Investition für sauberes Trinkwasser

Symbolischer Spatenstich: Das Signal für den Baubeginn des neuen Trinkwasserhochbehälters bei Baiersdorf gaben gestern B... Foto: Gerhard Herrmann

Ein wichtiger Schritt zur Sicherstellung der Trinkwasserversorgung war der symbolische Spatenstich für den Bau des neuen Wasserhochbehälters in Baiersdorf gestern. Rund 450 000 Euro investiert die Gemeinde für den Neubau im Baiersdorfer Forst. Der bisherige Behälter war marode und entsprach nicht mehr den hygienischen Anforderungen. Außerdem soll der Betriebsaufwand durch moderne Fernwirktechnik verringert werden.

Beherzt griffen Bürgermeister Georg Vonbrunn, die Gemeinderäte, Bauunternehmer Christian Dietz und Planer Ralf Büntig zu den Spaten, um das Signal für den Baubeginn zu geben. „Das ist hoffentlich einer der letzten Schritte zur Sicherstellung unserer Trinkwasserversorgung“, erklärte Bürgermeister Georg Vonbrunn.

„Wir sind stolz auf die eigene Wasserversorgung und wollen sie für die kommenden Generationen erhalten.“
Georg Vonbrunn Bürgermeister

Er erinnerte an die Sanierung der beiden gemeindeeigenen Brunnen, die Bohrung eines dritten Brunnens durch die Firma Südwasser zur Sicherstellung von Qualität und Quantität sowie der Neubau des Wasserwerks als Ersatz für für die sanierungsbedürftige Aufbereitungsanlage. Außerdem würden weiterhin regelmäßig alte Schieber ausgetauscht und bei Straßenarbeiten neue Wasserleitungen verlegt. „Wir sind stolz auf die eigene Wasserversorgung und wollen sie für die kommenden Generationen erhalten“, betonte der Bürgermeister.

Erstmals werde kein Wasserbunker mehr gebaut, sondern ein modernes Gebäude mit zwei Edelstahltanks am Hang über dem alten Behälter, der aufgelassen wird, erläuterte Ralf Büntig von der Planungsgesellschaft USS Consult aus Naila. Ein weiteres Novum sei für ihn der Beginn eines Bauprojekts im Februar.

Die Weismainer Baufirma Dietz, die bereits mit den Erschließungsarbeiten begonnen hat, werde den Rohbau bis Mitte Mai erstellen (Kosten rund 187 000 Euro). Die Edelstahltanks mit einem Fassungsvermögen von 120 Kubikmeter (Kosten rund 172 000 Euro) werden von der Firma Hydro-Elektrik aus Ravensburg bis Ende Mai aufgestellt. Anschließend folgen die Dacheindeckung, der Innenausbau mit Fliesenarbeiten sowie Montage von Elektro und Steuerungstechnik und Rohrinstallationen. Bis Ende August soll die Außenanlage mit Wendeplatz fertiggestellt werden, so dass im September die Einweihung gefeiert werden könne.

Bauunternehmer Christian Dietz würdigte die „professionelle Vorarbeit durch die Gemeinde“ und den flexiblen Baubeginn, wodurch Kosten gespart würden.

Der Trinkwasserhochbehälter

Gesamtkosten: rund 450 000 Euro

Fassungsvermögen: 120 Kubikmeter

Standort: oberhalb des bisherigen Hochbehälters

Ausstattung: oberirdische Edelstahltanks mit Fernwirktechnik

Moderne Technik: Einen Blick ins Innere des Hochbehälters und auf einen der beiden Edelstahltanks bietet die Schnittzeichnung durch das etwa sieben Meter hohe Gebäude. Foto: Skizze: Planungsgesellschaft USS-CONSULT