An der nördlichen Grenze des Landkreises, kurz bevor die Steinach in die Rodach mündet, steigen die Ufer als steile Wiesenhänge auf, und eng daran drücken sich die Häuser von Marktgraitz. Die ersten Ansiedlungen in Form einer Fliehburg entstanden bereits in der Jungsteinzeit. Im Jahr 1071 wurde Marktgraitz in einer Schenkungsurkunde zum ersten Mal urkundlich erwähnt.
Zu dieser Zeit war es bereits ein selbstständiges Gemeinwesen mit einem abgeschlossenen Pfarrsprengel und Sitz eines Centgerichts.Auch nach der Gebietsreform 1978 konnte Marktgraitz seine Selbstständigkeit in der Verwaltungsgemeinschaft mit Redwitz an der Rodach erhalten. Seit 1955 gibt es einen Kindergarten.Eine Turnhalle mit Lehrschwimmbecken entstand 1967. Das Schmuckstück der Gemeinde und Spiegelbild ihres Wappensymbols war die alte Pfarrkirche, die 1958 durch einen Brand samt der kostbaren Innenausstattung fast völlig zerstört wurde.
Nur der gotische Chor und Teile des romanischen Westportals blieben erhalten und konnten in den noch im gleichen Jahr errichteten Neubau integriert werden. Die vielen Ortsvereine und deren Aktivitäten zeugen von Frohsinn in der Bevölkerung, die sich weitgehend von der Landwirtschaft abgekehrt hat und heute hauptsächlich in der Korbflechterei und in der Kinderwagen- und Puppenwagenfertigung arbeitet. Der Markt Marktgraitz präsentiert sich mit seinen knapp 1300 Einwohnern heute als moderne aufstrebende Gemeinde, in der jedoch Gastfreundschaft und Geselligkeit nicht dem Wandel der Zeit zum Opfer gefallen sind.
Rathaus, Pfarrkirche, Hechtenbrunnen, Steinachbrunnen
Rathaus und Pfarrkirche thronen hoch über Marktgraitz.
rund 1290
keine
Erster Bürgermeister Jochen Partheymüller (Bürgerblock/Freie Wähler Marktgraitz)
Marktplatz 13
96257 Marktgraitz
Tel. 09574/204
Fax 09574/650264
Montag 16.30 bis 18.30 Uhr
Donnerstag 14 bis 16 Uhr
Freitag 9.30 bis 11.30 Uhr
E-Mail-Adresse: rathaus@marktgraitz.de
Internet: http://www.marktgraitz.de
